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  • 05.12.2012           7      Teilen:   |

Senatsausschuss

Kolumbien bereitet Ehe-Öffnung vor

Kundgebung für Homo-Rechte in der Hauptstadt Bogota (2010) - Quelle: Rei Ayanami en Tokyotres / flickr / cc by 2.0
Kundgebung für Homo-Rechte in der Hauptstadt Bogota (2010) (Bild: Rei Ayanami en Tokyotres / flickr / cc by 2.0)

Am Dienstag hat der kolumbianische Senat die erste Hürde zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben genommen: Der Verfassungsausschuss votierte mit zehn gegen fünf Stimmen für die Gleichstellung.

Zugestimmt haben liberale, sozialdemokratische und grüne Senatoren, abgelehnt wurde der Antrag von konservativen Parlamentariern. Von der regierenden rechtsliberalen Sozialen Partei der nationalen Einheit votierten drei Senatoren für die Ehe-Öffnung, zwei waren dagegen. Nun muss der Gesetzentwurf im Plenum des Senats beraten werden. Ein Termin für eine Abstimmung ist aber noch nicht angesetzt, berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Die Anerkennung von Homo-Paaren ist im vergangenen Jahr vom Verfassungsgerichtshof in Kolumbien angeordnet worden (queer.de berichtete). Es gab dem Parlament bis Juli 2013 Zeit, um diese Vorgaben in ein Gesetz zu gießen. Dabei muss der Staat nicht die Ehe für Schwule und Lesben öffnen, sondern kann auch eingetragene Partnerschaften einführen – diese dürfen aber Schwule und Lesben in keinem Punkt benachteiligen, da dies gegen das in der Verfassung festgeschriebene Diskriminierungsverbot verstoßen würde. Sollte der Kongress bis zum Stichtag keine Regelung beschlossen haben, können Homo-Paare ihre Verbindung bei Notaren registrieren lassen.

Senator Armando Benedetti von den Rechtsliberalen hatte den Antrag eingebracht. Er erklärte nach der Abstimmung: "Alle Rechte auf gleichgeschlechtliche Paare zu übertragen wird uns von der Verfassung vorgegeben". Er stehe dafür ein, dass keine Minderheit im Land marginalisiert werden dürfe.

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Konservative fordern Volksentscheid

Dagegen lehnt der konservative Senator Hernán Andrade die Gleichbehandlung "als Diktatur der Minderheit" ab, weil Umfragen zufolge die Mehrheit des Volkes keine Homo-Ehe unterstützt: "Wir machen ein Gesetz, dem nur 26 Prozent zustimmen. Die Mehrheit muss dabei ruhig sein." Andrade forderte einen Volksentscheid über die Ehe-Öffnung.

Das Verfassungsgericht hat bereits 2009 festgelegt, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht gegenüber heterosexuellen Paaren diskriminiert werden dürfen (queer.de berichtete). Deshalb stehen Schwulen und Lesben in "nichtehelichen Lebensgemeinschaften" (uniónes de hecho) bereits jetzt praktisch die gleichen Rechte wie Eheleuten zu. Diese Lebensgemeinschaften werden automatisch anerkannt, wenn ein Paar zwei Jahre lang zusammengelebt hat. Die Eintragung der Partnerschaft gibt es allerdings nicht. (dk)

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Tags: kolumbien, homo-ehe
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Reaktionen zu "Kolumbien bereitet Ehe-Öffnung vor"


 7 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
05.12.2012
16:22:12


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mit Kolumbien zieht ein weiterer Staat in Sachen Legalisierung von Homoehen an Deutschland bald vorbei! Vor allem sollten sich die Parteien, welche die Gleichstellung umsetzen werden, nicht von der Katholischen Kirche oder den Konservativen davon abbringen lassen!


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#2
05.12.2012
16:41:46


(-1, 1 Vote)

Von Mariposa
Antwort zu Kommentar #1 von FoXXXyness


Otra vez noticias buenisimas de mis amigos latinoamericanos !!!! Probablemente sera Colombia pronto el tercer pais despues Argentina y Uruguay que permiten el matrimonio entre personas del mismo sexo. Que verguenza que Alemania nunca lo conseguir....


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#3
05.12.2012
21:14:16


(+3, 3 Votes)

Von Felix


Bravo!

Herzlichen Glückwunsch für Kolumbien. Hoffentlich klappt das alles und es kommt nichts mehr dazwischen...

Aber auch wieder mal ein Armutszeugnis für das unter der schwarz-gelben Schreckensherrschaft leidende Deutschland. - Jetzt ist sogar schon Kolumbien weiter als Deutschland.


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#4
05.12.2012
22:31:13


(+1, 1 Vote)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von Felix


Die lateinamerikanische Rechtstradition ist ohnehin in vielen Staaten so übel nicht. Seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts gabs da - inspiriert durch die Werte von 1789 - vielerorts Straffreiheit statt Zuchthaus.


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#5
06.12.2012
08:59:36


(+1, 1 Vote)

Von Luca


Toll für Kolumbien und ein weiteres Armutszeugnis für Deutschland und die schwarz-gelbe Bundesregierung...


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#6
06.12.2012
13:28:33


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User ererer


Das Verfassungsgericht von Mexiko hat gestern die Tuer zur Legalisierung der Homo-Ehe landesweit aufgemacht (vielleicht sogar, auf indirekter Weise, in ganz Suedamerika, weil die Entscheidung auf den Beschluss der Organisation der suedamerikanischen Staaten von Anfang dieses Jahres gestuetzt ist), indem die Klage von Homo-Paaren aus dem suedlichen Bundesstaat von Oaxaca genehmigt wurde (dort ist die Homo-Ehe verboten, und nur in der Mexiko-Stadt legal).


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#7
06.12.2012
15:56:15


(+1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness
Antwort zu Kommentar #6 von ererer


Wieder eine saftige Niederlage für die Katholische Kirche und ihre fundamentalistischen Schergen!


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