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Berlin Der CSU-Europaabgeordnete Ingo Friedrich hat Verständnis für seinen italienischen Kollegen Rocco Buttiglione gezeigt, der nach einer moralischen Bemerkung zur Homosexualität als designierter EU-Justiz- und Innenkommissar in Kritik geriet. Dieser habe nur sein "persönliches Empfinden als Katholik" mitgeteilt, so Friedrich im Deutschlandfunk, das habe "mit seiner Dienststellung und seiner Pflicht als Kommissar für Justiz überhaupt nichts zu tun". Es sei völlig klar, dass sich Buttiglione an "das geltende Recht und Ordnung halten" würde, es werde "nicht den Funken von irgendeiner Art Diskriminierung geben". Buttiglione selbst ließ indessen erstmals den Gedanken eines Amtsverzichts aufkommen. "Es wäre ohne Zweifel besser für das Europäische Parlament und für Europa, einen Mann des Gewissens zu haben", sagte er der BBC. "Aber sollte ich diskriminiert werden, weil ich Katholik bin, dann ziehe ich es vor, Katholik zu bleiben." (nb/pm)



Italienischer Ex-Minister: Schwulsein ist "falsch"

Der frühere italienische Europaminister Rocco Buttiglione rüstet wieder verbal gegen Schwule auf.

10 Kommentare

#1 wolfAnonym
  • 14.10.2004, 15:42h
  • genau um dieses problem geht es, die katholische kirche ist in keinem europäischen land mehr staatsreligion.
    also sollten sich die selbsternannten politiker davon fernhalten. nein, jeder depp fühlt sich verpflichtet seinen senf dazugeben zu müssen.
    gott bewahre uns vor solchen politikern !!!
    die in gleichem atemzuge noch behaupten, dass hat mit unserem amt überhaupt nichts zu tun.
    hurra die gams !!!
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#2 RalfAnonym
  • 14.10.2004, 16:52h
  • Die Bemerkung war keine moralische, sondern eine unmoralische. Niemand, der EU-Kommissar werden will, darf Millionen von EU-Bürgern ausgrenzen. Man stelle sich das selbe mit einer anderen Bevölkerungsgruppe vor: "Ich bin der Überzeugung, die Juden sind eine minderwertige Rasse, aber ich werde als Europäer ihre Rechte genauso wahrnehmen wie die der Arier." Was geschähe wohl mit einem Kommissarkandidaten, der das gesagt hätte? - Richtig, er wäre unrettbar verloren. Im Falle Buttiglione aber wird dem Lumpen noch beigesprungen, obwohl ein qualitativer Unterschied zwischen beiden Aussagen nicht besteht.
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#3 Knecht RuprechtAnonym
  • 15.10.2004, 11:15h
  • wenn politiker, die millionen menschen ausgrenzen, nicht an der macht sein dürfen. dann frage ich mich, warum die rot-grüne regierung an der macht ist, die zu verantworten hat, dass millionen menschen durch abtreibung vom leben ausgegrenzt werden. natürlich haben abtreibung auch die politiker von der cdu und fdp zu verantworten.
    darum bleibt einem nichts anderes übrig als csu zu wählen. da sich die csu allerdings nur auf bayern beschränkt, muss man extremisten wählen, damit die cdu zusammenbricht und die csu bundesweit antritt.
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#4 TobiAnonym
  • 15.10.2004, 13:25h
  • Dass die CSU schwulenfeindliche Politiker in Entscheidungspositionen befürwortet dürfte wohl niemanden ernsthaft verwundern!

    Und zur Sache: es geht ja nicht nur darum, dass sich der zukünftige EU-Kommissar für Justiz an geltendes Recht hält, sondern es geht ja auch um zukünftige Gestaltung europäischen Rechts und da kann man mit solchen Menschen an der Spitze sicher keine Verbesserungen erwarten - eher Verschlechterung.

    Und was die CSU auch ganz vergisst: es geht nicht nur darum, Recht einzuhalten, sondern gerade Politiker erfüllen auch eine Vorbildfunktion. Was hat man davon, wenn ein hoher Politiker zwar selbst keine Gewalt gegen Homosexuelle ausübt, aber mit seinen menschenverachtenden Äußerungen zu genau dieser Gewalt beiträgt. Diese hetzerischen Demagogen sind oft noch schlimmer als diejenigen, die darauf reinfallen und zuschlagen.

    Wäre die CSU auch so tolerant, wenn jemand gegen einzelne Religionen oder Farbige wettern würde? Würde dann auch gelten, dass er das dürfe, solange er sich an Gesetze hält?!

    Jemand, der solch menschenverachtendes Gedankengut hegt und auch offiziell äußert, hat in der EU nichts zu suchen. Er würde die EU stark beschädigen und die europäische Einigung behindern, denn die meisten Homosexuellen sind sicher nicht für weitere EU-Kompetenzen, wenn in der EU soetwas möglich ist!
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#5 merlin62Anonym
  • 16.10.2004, 17:51h
  • In seinem letzten Statement verhält sich Herr Buttiglione fast, als würde er demnächst als Märtytrer zur Schlachtbank geführt. Diese Haltung ist leider in der kath. Kirche gang und gäbe (siehe Kardinal Meisner in Köln). Ich finde diese Haltung einfach nur lächerlich und infantil, und solche Politiker sind in den Gängen des Vatikans sicherlich besser aufgehoben als in einem aufgeklärten und (Gott sei Dank!!) säkularisierten Europäischen Parlament.
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#6 ein LederkerlAnonym
  • 16.10.2004, 18:04h
  • Meine ganz persönliche Meinung dazu ist: 1. wie gut, dass in dem Bundesland, in dem ich wohne die SPD regiert. In ein CDU oder CSU regiertes Bundesland würde ich schon gar nicht freiwillig hinziehen !! - In dieser Hinsicht ist die CSD und ebenso auch die katholische Kirche absolut nicht mehr zeitgemäss. Was wäre Deutschland ohne Schwule oder Lesben. Allein viele Berufe werden übierwiegend von Schwulen und Lesben ausgeübt . Wie wäre es denn mal mit nem schwulen Pabst. Da würde sich dann sicherlich auch in der Kirche einiges ändern
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#7 wolfAnonym
  • 17.10.2004, 07:30h
  • ich habe doch schon immer gesagt : die bergstämme gehören wiedervereint.
    wir geben bayern an österreich ab und haben dieses leidige csu-problem endlich nicht mehr. (scherz)
    aber es ist doch langsam ärgerlich wie sich dieses bundesland seit jahrzehnten in den vordergrund drängt. jeder einigermassen fortschrittlich denkende mensch hat schon mal was von überbevölkerung gehört, wenn wir aussterben hört wenigstens die deutschtümelei auf. was solls, wer heute mit gesundem menschenverstand in diesen ach so christlichen parteien an profil gewinnen will, kann doch nur macht- und geldgeil sein, alles andere verbietet sich von selbst.
    man muss sich doch fragen : was haben diese leute gegen rechtlich abgesicherte lebensgemeinschaften, die ohne frage zum wohl des staates beitragen würden.
    offensichtlich geht es doch nur darum irgendwelche pfründe zum persönlichen wohl zu sanktionieren. wenn diese allein seelig machende kirche rechtlich gleichgestellte partnerschaften zulassen
    würde, wäre ihre macht am ende, dann wäre der begriff ehe überflüssig !
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#8 OliverAnonym
  • 17.10.2004, 10:39h
  • Interessante Seite Jungs,

    obwohl ich keine Probleme mit Homos habe, muß ich euch doch allen mal das Buch "Das Metusalem Komplott" von Frank Schirrmacher empfehlen.

    Lest es mal und schreibt dann, wie wir uns unseren Staat in 30 Jahre ohne mehr Nachwuchs vorstellen.
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#9 mezzoAnonym
  • 18.10.2004, 11:20h
  • @ Olliver,

    Deutschland und Italien sind die Länder mit der niedrigsten Geburtsrate in ganz Europa. Länder, die die Homoehe eingeführt haben wie Spanien, Schweden, Holland, Belgien usw sind bei Geburtenrate ganz vorn.
    Ich weiss nicht, ob es hier einen Zusammenhang gibt. Jedoch ist die offensichtliche Kinderfeindlichkeit in Deutschland glaub ich eher verantwortlich für den Geburtenrückgang, als ein paar verpartnerte Schwule, die sich für gleiche Rechte einsetzen, die ja auch für Massen kinderlose Ehepaare gelten.
    Solange Kinder kriegen sozusagen ein Weg in die Armut bedeutet, wird sich hieran in Deutschland nichts ändern.
    Vielleicht noch ein besonderes Schmankerl welches die CSU in München besonders in die Bedrouille treibt: Der über die Grenzen Münchens bekannte Schwulenstadtteil Glockenbachviertel hat die höchste Geburtenrate von ganz München, gefolgt vom Hasenbergl dem Ausländerviertel im Norden Münchens. (Süddeutsche Zeitung: Geburtenrekord im Schwulenviertel)
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#10 DavidAnonym
  • 18.10.2004, 19:43h
  • @Oliver

    An der Diskussion würde ich gerne teilnehmen, aber nur, wenn folgende Leute dabei sind:
    Priester, Bischöfe, Verfechter des Zölibats, Dinkies (Double Income No Kids), Kinderlose Ehepaare, Männer die sich aus ihrer Verantwortung als Vater entziehen, diesselben die ihre Frauen zu Abtreibungen drängen, solche Verfechter welche das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ablehnen und vorhandene Kinder in solchen Partnerschaften nicht anerkennen...

    Dieser "Katholik" sollte erstmal vor seiner eigenen Türe kehren und sich bittemal zur Korruption in seiner Heimat äussern - wie er denn dazu als Katholik steht.
    Er erhält genau den gleichen Respekt, den er den Anderen erweist (die er ja beschimpft)
    -das ist nur gerecht!

    Hat er denn nicht die Religionsfreiheit und darf seine Religion ausleben?
    Dann soll er biteeschön auch den anderen Menschen ihre Freiheit lassen.
    Religionsfreiheit ist nicht dazu da, um andere zu diskriminieren!
    Ich finde es dreist, seine religiösen Vorstellungen über das Wohlergehen anderer zu stellen!
    Von der sexuellen Orientierung vieler Menschen wird ein Katholik in seinem Glauben nicht tangiert!
    Nutzt aber ein Politiker seine Macht um seinen Glauben aufzuzwängen, dann werden andere sehr wohl betroffen!

    Dankeschön an solche Katholiken wie ihn, das meine Mutter als alleinerziehende Frau
    eine solche "Unterstützung" erfahren hat.

    Dankeschön, das ich aufgrund solcher überholter Ansichten in meiner Jugend während meines Coming Outs jahrelang an mir selbst zweifelte!

    Dankeschön, für die Erkenntnis das veraltete religiöse Ansichten über das Wohl eines Kindes wiegen und mich mein
    leiblicher, unehelicher Vater deshalb
    verleugnet!

    Dankeschön, das ich aufgrund solcher Ansichten meiner Freund verleugnen soll!

    Dankeschön Butttiglione, das du mir klarmachst, was Menschwürde bedeutet.
    Ich wünsche dir, das dir genau diesselbe wiederfährt.
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