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Sörskogens IF war bereits vom schwedischen Fußballverband bestraft worden, als es die Entscheidung traf, sich von seiner Mannschaft zu trennen

In Schweden hat sich ein Fußballverein von seiner gesamten A-Mannschaft getrennt, nachdem Spieler des Teams Mitglieder einer gegnerischer Mannschaft wiederholt homophob beleidigt hatten.

Zu dem Vorfall war es bereits am 17. Oktober gekommen, als Sörskogens IF auf die Fußballmannschaft des Homo-Sportvereins Stockholm Snipers traf. Bei der Begegnung in der siebten Liga mussten sich die schwulen Spieler Beleidigungen wie "Ihr habt alle HIV" anhören.

Weitere Beleidigungen umfassten laut "Aftonbladet" "ihr lutscht Schwänze für 50 Kronen" und "wir werden uns jetzt womöglich alle infizieren"; auch Begriffe wie "Schwuchtel" wurden häufig gehört. Der Trainer der Stockholm Snipers, Christoffer Smitz, berichtete, einer seiner Spieler sei körperlich bedroht worden. Sein Team habe sich nach dem Spiel zunächst nicht aus der Kabine getraut.

Der schwedische Fußballverband verurteilte Sörskogens IF darauf im November zu einer Geldstrafe von 5.000 Kronen (rund 580 Euro) und zu einem Diversity-Training für den Club-Vorstand. Es ist das erste Mal, dass der Fußballverband des liberalen Landes eine Strafe für Homophobie aussprach, bei der Höhe des Bußgeldes wurden die Finanzen des Clubs berücksichtigt.

Die Jugendarbeit hat Vorrang


Das Fußballteam der Stockholm Snipers

Dem Club selbst ging die Strafe aber nicht weit genug. Am 28. November gab der Vorstand bekannt, dass er sich von der gesamten Mannschaft getrennt habe und in dieser Saison nicht mehr antreten werde. "Wir distanzieren uns von allen Beleidigungen", sagte Vorstandssprecher Ketil Torp. "Diese Art von Umgang ist weder auf dem Fußballfeld noch sonstwo angebracht."

Torp, der selbst bei dem Spiel nicht anwesend war, betonte vor allem die Vorbildfunktion des Sports. 90 Prozent der Arbeit von Sörskogens IF beträfe die Arbeit mit Amateuren, vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Auch daher habe man sich für die drastischen Konsequenzen entschieden.

Auf der Club-Homepage bedankte sich der Verein am Donnerstag für die "überwiegend positiven Reaktionen", die man per eMail, SMS, der Webseite und sozialen Netzwerken erhalten habe. "Wir werden dadurch gestärkt in der nächsten Saison zurückkehren." (nb)



#1 No HateAnonym
#2 seb1983
  • 06.12.2012, 17:17h
  • Antwort auf #1 von No Hate
  • Wie weit nun bestimmte Gesetze, die 99% der Bevölkerung ohnehin unbekannt sein werden, das Innere einer Gesellschaft widerspiegeln sollen erschließt sich mir nun nicht. Von der Rechtslage in Deutschland habe ich z.B. keine Ahnung und sie interessiert mich auch nicht sonderlich als Schwuler.
    Wer nur tief genug wühlt der findet immer was. Selbstverständlich gehört das Gesetz abgeschafft, es ändert aber nichts an der vorbildlichen schwedischen und skandinavischen Gesellschaftspolitik!
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#3 MeineFresseAnonym
  • 06.12.2012, 17:52h
  • ""ihr lutscht Schwänze für 50 Kronen""

    Lügner! Ich wette, die Jungs tun es für lau.

    " "wir werden uns jetzt womöglich alle infizieren""

    Deshalb solltet ihr euch auf körperloses Verteidigen beschränken. Ach was sag ich, am besten ihr lasst die Stürmer gleich frei durch. Sicher ist sicher.

    Man kann nur hoffen, dass die Mannschaft einigermassen schlagfertig war.

    Im Grunde wünschte ich mir, es würde wirklich mal jemand "schlagfertig" auf sowas reagieren anstatt sich immer nur zu verstecken und hinterher Anwälte loszuschicken.
    Schmerzen sind immer noch die beste Möglichkeit, Menschen ruhig zu stellen.

    Die sind doch eine Mannschaft. Wenn einer körperlich bedroht wird, können wohl mal ein paar Mannschaftskameraden ihm zu Hilfe kommen und sich den täter zur Brust nehmen.
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#4 LucaAnonym
  • 06.12.2012, 20:19h
  • Bravo!

    Eine komplette A-Mannschaft geschlossen wegen Homophobie zu entlassen ist ein Zeichen, das niemand ignorieren wird.

    Die Skandinavier waren immer schon viel weiter.
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#5 alexander
  • 06.12.2012, 21:01h
  • Antwort auf #4 von Luca
  • eigentlich finde ich es immer übertrieben ein "exempel zu statuieren", aber in diesem falle doch sehr bemerkenswert, im sinne :"irgendwo muss man doch mal anfangen, den hirnrissigen und infamen homophoben, mal zu zeigen : "was eine harke ist "!!!
    denn die scheinen ohnehin ohne " massive folgen" nichts begreifen zu wollen ! nach dem motto : sturm im wasserglas und dann geht der "wellengang von allein zurück" ! (also weiter so junxxx!!!)
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#6 LokiAnonym
  • 06.12.2012, 21:18h
  • In Holland musste erst ein Linienrichter sterben bis die ganze Manschaft entlassen wurde, obwohl es in der Mannschaft schon Monate vorher zu offener Gewalt und Mordrohungen kam. Obwohl Schiedrichter und Spieler anderer Mannschaften das meldeten wurde nichts getan.

    Auch wenn es in der schwedischen Mannschaft "nur" Sprüche waren, müssen die Fussballverbände früh durchgreifen.
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#7 lentilAnonym
  • 06.12.2012, 21:34h
  • Toll!!!!

    Dachte erst bei den news ob das nicht übertrieben war, aber wenn die solche extrem wiederliche Äußerungen von sich geben kann ich das absolut nachvollziehen.

    Die können sich jetzt schön ärgern darüber das sie nun nicht mehr spielen dürfen.

    Natürlich wird keiner von denen darüber wirklich nachdenken ob sie vielleicht doch zu weit gegangen sind, sondern die werden den Schwulen die Schuld geben, dass sie nicht mehr spielen dürfen und sie noch mehr hassen.

    Ob bei solchen Aussagen noch mehr Hass geht?

    Aber das sich die spieler angeblich nicht mehr aus ihrer Kabine rausgetraut haben...
    Peinlich.
    Wenn man kein Selbstbewusstsein hat, kann man sich das antrainieren. Wenn man sich selbstbewusst gibt, ist die Gefahr von Beleidigungen wesentlich geringer.
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#8 alexander
  • 06.12.2012, 21:56h
  • Antwort auf #7 von lentil
  • sorry, was du schreibst, "sie haben sich nicht mehr aus der kabine getraut", hat zwei seiten, ich gehe davon aus, dass die bedrohungen mehr als massiv waren, aber ich hätte auch keine lust, mich nach einem solchen abartigen spiel auch noch mit diesen fiesen, gewaltbereiten arschlöchern, prügeln zu müssen !!! die es ja offenbar auf provokation angelegt hatten, den idioten hätten sie ja geradezu einen gefallen getan !
    die hatten doch nur eines im sinn : "den schwuchteln zeigen wir jetzt mal , was ein "richtiger mann " ist !!!
    ob sie jetzt "den schwulen die schuld geben", ist völlig zweitrangig, solche typen müssen einfach irgendwann begreifen, dass se mit solchen methoden nicht ungestraft davon kommen !
    und erfahrungsgemäss, werden solche "harten" weicheier sehr schnell handzahm, wenn sie nur den gehörigen gegenwind spüren !!!
    GEMEINSAM SIND WIR STARK ! aber die gemeinsamkeit nimmt sehr schnell ab, wenn es unangenehm wird ! dann retten solche MÄNNER nur noch das eigene fell !
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#9 MeineFresseAnonym
  • 06.12.2012, 22:14h
  • Antwort auf #8 von alexander
  • "mich nach einem solchen abartigen spiel auch noch mit diesen fiesen, gewaltbereiten arschlöchern, prügeln zu müssen !!! die es ja offenbar auf provokation angelegt hatten, den idioten hätten sie ja geradezu einen gefallen getan"

    Nein hätte man nicht, denn das ist das womit sie nicht rechnen und was sie nicht wollen. Austeilen ja, einstecken nein.

    Das kann man schon in der Schule erleben. Verteilt man ein bisschen Dresche an Mobber, hat man seine Ruhe, selbst wenn man selber auch einstecken muss, denn Gegenwehr ist das was solche Menschen nicht vertragen können.
    Dieses alberne Ignorieren und defensiv Agieren, ist die falsche Taktik.

    "die hatten doch nur eines im sinn : "den schwuchteln zeigen wir jetzt mal , was ein "richtiger mann " ist !!!"

    Das sollte man diesen homophoben Schwuchteln wirklich mal zeigen.
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#10 NajaAnonym
  • 06.12.2012, 22:26h
  • Antwort auf #3 von MeineFresse
  • "Schmerzen sind immer noch die beste Möglichkeit, Menschen ruhig zu stellen."

    Auch die dümmste.

    Und du machst es dir sehr einfach die (Teil-)Schuld den Opfern zu zuschreiben...hätten die sich so und so verhalten wäre das nicht passiert...wie schön das du das in der Situation beurteilen kannst.

    "Die sind doch eine Mannschaft. Wenn einer körperlich bedroht wird, können wohl mal ein paar Mannschaftskameraden ihm zu Hilfe kommen und sich den täter zur Brust nehmen."

    Ja, könnten, wenn es zur Gewalt kommt.
    Sieht man aber selbst dann das nicht alle so reagieren/ regieren können wie sie wollen.
    Bei dem Fall in Holland konnten Spieler der Mannschaft, darunter sein eigener Sohn, nicht helfen weil sie gegen den blinden Hass der anderen Mannschaft einfach nicht ankamen.
    Dein Auge um Auge geht nicht immer auf.

    Gegengewalt ist eh nur im Notfall effektiv, wenn man körperlich angegriffen wird.

    Die ganze Gewalt im Amateurfussball ist nicht besser gewoden nur weil sich alle gegenseitig schlagen, ganz im Gegenteil.

    Das beste ist immer noch das früh reagiert wird bevor es so weit kommt.
    Wenn die Konsequenzen bedeuten das die Mannschaft draussen ist, ist es für die mobbenden Spieler die größte Strafe.
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