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Josh Pacheco konnte nach seinem Coming-out offenbar das Mobbing nicht mehr ertragen – und brachte sich um

Im US-Bundesstaat Michigan hat die Mutter eines schwulen Teenagers, der sich Ende November getötet hatte, das ständige Mobbing für den Selbstmord verantwortlich gemacht.

Lynette Capehart erklärte in der Zeitung "Flint Journal", dass sie erst nach dem Tod ihres Sohnes Josh Pacheco vom Ausmaß des Mobbings erfahren habe. Der 17-Jährige habe sich ihr gegenüber erst zwei Monate zuvor als schwul geoutet.

Die Mutter, die drei Töchter und einen weiteren Sohn großzieht, sagte der Zeitung, dass sich in den letzten Tagen immer mehr Freunde ihres Sohnes und deren Eltern gemeldet hätten und von Gewalt in der Schule berichtet haben. So sei Pacheco gegen Spinde gestoßen und mit homophoben Ausdrücken beschimpft worden. Die Mutter glaubt, er habe ihr nichts davon erzählt, weil ihr Sohn immer sehr zurückhaltend gewesen sei und andere Menschen nie belasten wollte. Sie nannte ihn "einen jungen Mann mit einer alten Seele".

Schulleitung überrascht

Die Schulleitung der High School im 12.000 Einwohner zählenden Städtchen Fenton zeigte sich überrascht über die Mobbing-Vorwürfe durch die Mutter des Teenagers: So erklärte Rektor Ed Koledo, dass er nie eine Beschwerde erhalten habe: "Uns liegen dazu keine genauen Informationen vor. Wir analysieren aber die Berichte, die wir jetzt erhalten haben." Er setze sich nun dafür ein, es Schülern leichter zu machen, sich einer Ansprechperson anzuvertrauen.

Die Geschichte vom Tod Pachecos wird derzeit über Blogs in den Vereinigten Staaten verbreitet. Es hat in den letzten Jahren bereits mehrere ähnliche Fälle gegeben, die viel Aufmerksamkeit weit über die Szenemedien hinaus erregt haben. Allerdings bemängeln Homo-Aktivisten, dass es noch immer keine landesweiten Initiativen gibt, gegen homophobes Mobbing in Schulen vorzugehen. Immer wieder werden High Schools und Colleges kritisiert, weil sie nicht genug unternehmen würden, um Schüler oder Studenten kurz nach ihrem Coming-out zu schützen. (dk)



#1 TheDad
  • 07.12.2012, 15:42h
  • Es ist an der Zeit eine Initiative zu starten und diesen jungen Menschen einen Gedenkstein zu setzen, etwa nach Vorbild des Aids-memorial-Quild´s..
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#2 lentilAnonym
  • 07.12.2012, 15:55h
  • Wenn man sich outet muss man mit dem schlimmsten rechnen und wenn man glaubt das ertragen zu können dann sollte man sich erst outen.

    Auch wenn ich eigentlich dagegen bin, wäre es für ihn besser gewesen sich noch nicht zu outen, sondern erst wenn er älter geworden wäre.

    Andererseits verstehe ich ihn auch nicht.
    Wieso hat er nicht mit seiner Mutter oder der Schulleitung darüber geredet?
    Reden kann einem viel Belastung wegnehmen und wenn er fähig war sich umzubringen dann hätte er auch fähig sein müssen das zu schaffen.
    Vielleicht hätte es ihm geholfen.
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#3 LucaAnonym
  • 07.12.2012, 16:24h
  • Schlimm!!

    Wirklich sehr schlimm!!

    Und alle diejenigen Politiker und Kleriker, die mit ihrer offenen oder versteckten Hetze zu einem gesellschaftlichen Klima beitragen, das sowas erst ermöglicht, haben ebenfalls Blut an ihren Händen.
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#4 FelixAnonym
  • 07.12.2012, 16:41h
  • Es muss endlich Gesetze gegen homophobes Mobbing, Hetze und jede Art von Diskriminierung geben und die Täter müssen mit aller Härte bestraft werden. Und zwar BEVOR sich Opfer das Leben nehmen.
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#5 panzernashorn
  • 07.12.2012, 16:54h
  • Antwort auf #3 von Luca
  • Völlig richtig, Luca, genau diese sind die wirklichen Verbrecher, die mit ihrer unmenschlichen, unverantwortlichen Hetze grundlos (!!) einen jungen Mann zerstört und ihm die Möglichkeit auf ein frohes, selbstbestimmtes Leben genommen haben.

    Für mich stehen solche uneinsichtigen Hasstiraden und Mobbereien auf der gleichen Stufe wie realer Mord - kein Jota besser.

    Hoffentlich plagt wenigstens Einige im Laufe ihres (arrogant selbstgefälligen) Lebens das schlechte Gewissen - nur wird der arme Kerl davon nicht wieder lebendig.

    Wie viele werden noch bedauernswerterweise ihr hoffnungsvolles Leben lassen müssen, bis (religions)faschistische Vollidioten endlich schweigen?
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#6 StephenAnonym
  • 07.12.2012, 17:06h
  • Vielen fehlt es leider an Menschen mit denen sie reden können!

    Auch ich konnte mit meinen Eltern lange nicht über dieses Thema sprechen, sei es aus Selbstzweifel oder falscher Scham. Bei mir war die Reaktin nachher positiv. Wenn die Reaktion positiv ausfällt um so besser, aber was wenn nicht?

    Und wenn die Teenager dann noch hören müssen wie manche Lehrer in den Klassen Schwulenwitze reissen und die Klasse darüber lacht macht es für sie doppelt schwer vertrauen zu gewinnen. Sich jemandem anvertrauen ist für manche eben nicht soo einfach wie viele sich das vorstellen.

    Hier eine Seite die mich sehr entsetzt und schockiert hat:
    stopbullyingandhate.wordpress.com/category/mobbing/

    Einfach mal reinschauen und nach unten scrollen!

    RIP all of them !!!!

    Ich kann nur hoffen das die Angehörigen irgendwann mal darüber hinweg kommen und ebenfalls ihren Frieden finden, sofern sie es verdient haben und nicht indirekt mit Schuld waren.

    Ich bin nicht religös, aber für die Täter hoffe ich das sie ewig in der Hölle schmoren! DAFÜR habe ich absolut überhaupt kein Verständnis.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.12.2012, 17:43h
  • Jeder US-Bundesstaat sollte verpflichtet werden, Antimobbinginitiativen an sämtlichen Schulen und Colleges zu installieren, damit die Schüler, welche gemobbt werden, eine Anlaufstation haben! Dieser junge Mann könnte noch am Leben sein!
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#8 MarcAnonym
  • 07.12.2012, 19:23h
  • Und schon wieder ein junge Mensch, der keinen anderen Ausweg aus dem Mobbing gegen seine Liebe sieht, als sich das Leben zu nehmen.

    Wie verzweifelt muss der Arme wohl gewesen sein?

    Ich wünschte, er hätte noch erlebt, wie toll sein Leben geworden wäre und wie unwichtig später das Mobbing seiner Kindheit gewesen wäre.

    Wann hört das endlich auf?!
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#9 TheDad
  • 07.12.2012, 21:21h
  • Antwort auf #6 von Stephen
  • Danke für den Link..

    Ich denke, dieser Link muss verbreitet werden und an alle E-Mail-Adressen von Kardinälen, Anti-LGBT eingestellte Politiker und sonstige Menschen geschickt werden, damit sie sehen was sie anrichten..

    Vielleicht ändern sie dann endlich ihre Einstellung und schieben ihre dummen Vorurteile unter dn Teppich..
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#10 JoonasAnonym
  • 07.12.2012, 23:09h
  • Dieses Mobbing von Menschen, nur weil sie lieben, MUSS endlich ein Ende haben.

    Und wir alle müssen alles dafür tun, dies endlich zu beenden.
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