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  • 07.12.2012           31      Teilen:   |

Katholische Kirche

Kardinal kritisiert "Vernichtungswillen" bei kreuz.net-Gegnern

Kardinal Lehmann hält viele kreuz.net-Gegner für kirchenfeindlich
Kardinal Lehmann hält viele kreuz.net-Gegner für kirchenfeindlich

Erstmals hat sich ein katholischer Bischof zu den Ermittlungen gegen kreuz.net geäußert: Karl Lehmann bedauert, dass die Kirche nicht selbst mehr tun konnte, attackiert aber auch die kreuz.net-Gegner.

Der Kardinal hat in einem Gastkommentar für die Mainzer Kirchenzeitung "Glaube und Leben" kreuz.net am Mittwoch "schändliche Machenschaften" vorgeworfen, weil in dem inzwischen offline gegangenen Portal "über lange Zeit gegen Homosexuelle, Juden, Politiker, Journalisten und reformoffene Katholiken gehetzt worden ist". Selbstkritisch fügte er an: "Es ist für die Kirche beschämend, dass erst die Initiative des Bruno-Gmünder-Verlages und das Interesse des Bundeskriminalamtes zusammen mit der öffentlichen Debatte dem unheiligen Treiben ein Ende bereitet haben. Wir haben es leider mit unseren eigenen Mitteln nicht geschafft". Darum danke er allen, "die zur Klärung beigetragen haben, auch wenn sie nicht Freunde der Kirche sind."

Im selben Artikel warf er aber den Kritikern in den Medien vor, in vielen Fällen nur nach einem "Sündenbock" gesucht zu haben und "zimperlich mit der Wahrheit" umgegangen zu sein: "Leider wurde auch den Verantwortlichen, darunter mir selbst an erster Stelle, Nachlässigkeit und in hämischer Weise 'Güte' sowie 'Milde' unterstellt. Man hat mit einem ziemlich eindeutigen Vernichtungswillen in jedem Fall Schuldige gesucht", so Lehmann. "Einige" Personen hätten den kreuz.net-Skandal zum Anlass genommen, die gesamte Kirche als "verlottert" darzustellen, obwohl sich nur "wenige" Kirchemitglieder "beklagenswert" verhalten hätten.

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Lehmann: Kirche ist "im Zweifel für den Angeklagten"

In seinem Bistum war nach Ermittlungen der Initiative "Stoppt kreuz.net" des Theologen David Berger der Priester Hendrik Jolie als kreuz.net-Autor enttarnt worden. Das Bistum hat sich trotzdem hinter den Priester gestellt und keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen veranlasst (queer.de berichtete). Als der Druck zu groß wurde, gab Jolie zumindest sein Amt als Sprecher des Netzwerks katholischer Priester auf (queer.de berichtete). Lehmann erklärte, sein Bistum habe "nach dem Grundsatz 'Im Zweifel für den Angeklagten'" gehandelt. So habe Jolie seines Wissens nach nicht persönlich "gegen Juden, Ausländer oder Homosexuelle" gehetzt, obgleich er sich als Autor an kreuz.net beteiligt habe.

"Stoppt kreuz.net" weist Vorwürfe zurück

Die Initiative "Stoppt kreuz.net" hat am Freitag die Vorwürfe des Kardinals zurückgewiesen. So habe die deutsche Kirche anders als von Lehmann behauptet wenig Interesse an einer Aufklärung gehabt: "Wir haben die Deutsche Bischofskonferenz öffentlich aufgefordert mit uns gegen die Hetzerei dieser Webseite vorzugehen", heißt es in der Antwort auf den Kommentar des Kardinals. "Eine Reaktion auf unseren Brief bekamen wir direkt nicht. Der Presse wurde allerdings mitgeteilt, man reagiere auf unseren Brief nicht. Bei vielen, auch bei vielen katholischen Christen entstand der Eindruck, die Kirche ginge hier wiederum so vor wie bei der Missbrauchsaffäre". Im Gegensatz dazu hätten die schweizerischen Bischöfe im Kampf gegen kreuz.net Initiative gezeigt (queer.de berichtete).

Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) hatte Mitte November kritisiert, dass sich bis dato kein einziger deutscher Bischof über die Hassseite geäußert habe (queer.de berichtete). Die HuK bezeichnete es als Skandal, dass die Bischöfe die Auseinandersetzung mit dem Portal scheuten. (dk)

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Tags: kreuz.net, kardinal lehmann, katholische kirche
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Reaktionen zu "Kardinal kritisiert "Vernichtungswillen" bei kreuz.net-Gegnern"


 31 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
07.12.2012
14:53:53


(+6, 10 Votes)

Von Johannes1989
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.04.2012


Klare Worte zu Lehmanns Äußerungen:
Link zu www.diesseits.de


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#2
07.12.2012
15:32:15


(+14, 14 Votes)

Von fink


fassen wir mal zusammen, was lehmann zwischen den zeilen sagt:

1. na, jetzt ist der böse spuk ja vorbei, also schwamm drüber.

2. kreuz-net war zwar schlimm, die homos sind aber auch schlimm. vielleicht sogar noch schlimmer.

3. das eigentliche opfer bin hier vor allem ich. und natürlich meine kirche.

und wieder einmal weiß ich gar nicht, ob ich mich vor so ausgefuchster PR-arbeit anerkennend verneigen oder kotzen soll.


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#3
07.12.2012
15:44:37


(+12, 12 Votes)

Von SXMPirat


Da ist sie wieder, die katholische Art mit Verbrechen umzugehen, die durch eigene Mitglieder begangen wurden: Schuld haben die Opfer oder noch besser, die sind selber schwul, also Paedophilie wird mit Homosexualitaet gleichgesetzt bzw. es wird vorgeworfen, die Wahrheit zu verdrehen etc pp.
Der Kirchenkritiker David Berger wird erst gar nicht mehr erwaehnt, hat er doch wohl im katholibanischen Verstaendis Verrat begangen.
Die katholibanische Kirche ist dermassen was zum Kotzen, ich versteh ueberhaupt nicht was LGBT-Menschen in der HUK wollen. Mein Gott, wenn ihr diesen spirituellen Pillepalle braucht, dann gruendet doch eure eigene Kirche. Wir haben doch auch eigene Bars, Restaurants, Saunen, Buchverlage, Reiseunternehmen, Hotels etc.
Diese HUK kommt mir vor, wie Buerger, die geglaubt haetten durch Mitarbeit bei der Stasi, diesen Verein veraendern zu koennen!


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#4
07.12.2012
16:09:18
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Martin28a
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die Kirche ist inakzeptabel hier


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#5
07.12.2012
16:17:00


(+10, 10 Votes)

Von Luca


Er widerspricht sich selbst:
einerseits gibt er zu, dass es "beschämend" sei, dass die Kirche so lange weggesehen habe.

Und dann moniert er den "Vernichtungswillen" der Leute, die genau das schon seit Jahren kritisiert haben.

Fakt ist doch, dass kreuz.net schon seit Jahren ausländerfeindliche, homophobe und frauenfeindliche Hetze betreibt. Und Fakt ist auch, dass das der Kirche schon seit Jahren bekannt ist.

Aber erst jetzt, wo die breite Öffentlichkeit von kreuz.net erfuhr und der Schaden für die Kirche zu groß wurde, ist man aktiv geworden. Aber keinen Tag vorher.

Wie Herr Lehmann schon sagt:
das ist beschämend!

Aber es ist nichts schlimmes daran, wenn tausend andere Leute dieses beschämende Verhalten schon lange vor ihm kritisiert haben.


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#6
07.12.2012
16:26:33


(+11, 11 Votes)

Von marcog
Aus Offenburg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 11.10.2012
Antwort zu Kommentar #3 von SXMPirat


Sag ich doch: wir gründen einfach eine eigene Kirche besser gesagt Religion und wenn unsere Religion nun mal vorschreibt, dass nur zwei Frauen oder zwei Männer jeweils einander heiraten dürfen, dann kann uns der Staat das ja schließlich aufgrund der Religionsfreiheit nicht verwehren. Wo kämen wir auch ansonsten hin? Die Kirchen biegen sich irren äh ihren Glauben ja auch stets so zurecht wie's gerade passt...


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#7
07.12.2012
16:38:10


(+13, 13 Votes)

Von Felix


Jetzt sind die Kritiker von kreuz.net und der Rolle der katholischen Kirche also plötzlich die Bösen...

Aber wie sagte schon Kurt Tucholsky:
"Im Übrigen gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel schlimmer als derjenige, der den Schmutz verursacht."


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#8
07.12.2012
16:44:30


(+11, 11 Votes)

Von Sebi


Kreuz.net war lange genug bekannt!

Jeder, der da jahrelang weggesehen hat, braucht jetzt nicht seine Hände in Unschuld zu waschen...

Jetzt, wo wir erfolgreich waren und kreuz.net von Netz ist, will plötzlich jeder, der jahrelang weggesehen hat, auch schon immer dagegen gewesen sein. Aber wieso haben die dann jahrelang NICHTS gemacht. Nicht mal Worte der Kritik oder der Distanzierung gefunden?!


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#9
07.12.2012
17:09:13


(+13, 13 Votes)

Von Feendrache
Aus Leipzig (Sachsen)
Mitglied seit 16.10.2011


Die Kirche sollte sich nicht beschweren sondern lieber die Füße still halten.
Die Zeiten sind vorbei als dieser Verein es sich herausnehmen konnte die Welt zu tyrannisieren und jeden nach seiner Pfeife tanzen zu lassen.
Kreuz.net zu vernichten ist das beste und einzige was wir alle hätten tun können, oder um es mit Tolkins Worten zu formulieren:
"Die Welt ist im Wandeln." Auch wenn es diese Rentnerparty in schicken Kleider noch nicht wirklich gerafft hat.
Wir lassen uns nicht mehr unterbuttern oder beschimpfen nur weil wir "anders" sind. Schluss mit Lustig, jetzt wird der Apfel gegessen und die Schlange gegrillt!
LG
Fee (auf Schmerzmittel wegen Zahnarzt)


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#10
07.12.2012
17:19:54


(+4, 8 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


"Einige" Personen hätten den kreuz.net-Skandal zum Anlass genommen, die gesamte Kirche als "verlottert" darzustellen, obwohl sich nur "wenige" Kirchemitglieder "beklagenswert" verhalten hätten.

Herr Lehmann verschließt die Augen einmal mehr vor der Realität! Die Katholische Kirche ist durch die vielen Mißbrauchsfälle "verlottert" und schafft es nicht, den Zölibat abzuschaffen! Außedem wird Stimmung gegen die Homoehe gemacht und auch vor der Unterstützung von "Homoheilern" wird von ihr nicht Halt gemacht! Das alles haben Sie wohl vergessen, Eminenz!


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