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  • 14. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Simon legt die Beichte ab und erzählt von einer homosexuellen Geschichte aus dem Jahr 1912. Der Bischof erkennt sich als Jugendlicher darin wieder.

Von Dirk Jung

Ganz entgegen des Mainstream-Kinos zeigt "Lilies" mit wundervollen Bildern eine Geschichte, die zwischen Film und Theater hin- und herspringt. Im Frühjahr 1952 wird Bischof Bilodeau in ein Gefängnis geschickt, um Simon Doucet, einem kranken Gefangenen, die Beichte abzunehmen. Doucet berichtet dem Bischof vom sexuellen Erwachen und den ersten homosexuellen Erfahrungen dreier Heranwachsender im Jahr 1912. Als er die Namen erwähnt, erkennt der Bischof mit Bestürzung seine eigene Geschichte.

Bilodeau wird in den Beichtstuhl eingesperrt. Durch das Gitter wird er Zeuge eines gespenstischen Schauspiels, das entscheidende Momente im Leben Simons vor 50 Jahren vorführt. Die Gefangenen spielen ihm diese Szenen vor. Damals war Doucet so unsterblich in Vallier, Sprössling einer kauzigen Hotelbesitzerin, verliebt, dass er bereit war, mit seinem Vater wie auch mit allen bürgerlichen Konventionen zu brechen und für Vallier sogar seine reiche Verlobte zu verlassen.
"Lilies" wurde mit vier kanadischen Filmpreisen, dem "Genie Award", ausgezeichnet, unter anderem als bester Film des Jahres. Beim San Francisco International Gay And Lesbian Film Festival erhielt ,,Lilies" den Publikumspreis. Nach "Patient Zero" ist dies der zweite Film von John Greyson.

Sprachen/Untertitel: dt.SF, engl.OF / dt.UT
FSK: 12
Laufzeit: 96 min.
Preis: 12,95 EUR


14. Oktober 2004