Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 09.12.2012           62      Teilen:   |

SPD-Sonderparteitag in Hannover

Steinbrück verspricht Gleichstellung von Lesben und Schwulen

Peer Steinbrück erklärte in seiner Rede, er wolle eine rot-grüne Mehrheit für Deutschland. Für eine Große Koalition stehe er nicht zur Verfügung - Quelle: Daniel Biskup
Peer Steinbrück erklärte in seiner Rede, er wolle eine rot-grüne Mehrheit für Deutschland. Für eine Große Koalition stehe er nicht zur Verfügung (Bild: Daniel Biskup)

Die SPD wählt Peer Steinbrück mit 93,45 Prozent zum Kanzlerkandidaten und bekräftigt ihre Forderung nach Öffnung der Ehe.

Von Micha Schulze

Die Schwusos sind zufrieden nach dem Sonderparteitag der Sozialdemokraten in Hannover. "Die SPD und Kanzler Peer Steinbrück werden die Republik in die gesellschaftliche Moderne führen", wirft der Bundesvorsitzende Ansgar Dittmar gegenüber queer.de einen Blick in die Glaskugel.

Mit Spannung war vor allem die Rede von Peer Steinbrück erwartet worden, der am Sonntagnachmittag mit 93,45 Prozent der Delegiertenstimmen offiziell zum SPD-Kanzlerkandidaten gewählt wurde. Der 65-jährige ehemalige Bundesfinanzminister würdigte bereits nach 14 Minuten die Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft durch die frühere Bundesregierung von SPD und Grünen: "Wir waren es nach 1998, mit der ersten rot-grünen Regierung unter Gerhard Schröder, die der bleiernen Zeit von Kohl entgegengewirkt haben: durch ein moderneres Zuwanderungsrecht, ein Gesetz über die Gleichstellung und Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften, eine moderne Familienpolitik (…)", sagte Steinbrück laut dem von der Pressestelle verbreiteten Manuskript. Und versprach: "Heute wollen wir gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften auch steuerlich gleichstellen."

Anders als im ursprünglichen Manuskript, in dem die Worte "Schwule", "Lesben" und selbst "Homosexuelle" nicht vorkamen, sprach der SPD-Kanzlerkandidat in seiner Rede auf dem Parteitag nach einer knappen Stunde im Zusammenhang mit der Ungleichbehandlung im Steuerrecht dann doch von "lesbischen und schwulen Paaren". Mehr LGBT-Themen kamen in seiner 105-minütigen Rede jedoch nicht vor.

Fortsetzung nach Anzeige


SPD-Delegierte einstimmig für Öffnung der Ehe

Steht hinter dem SPD-Kanzlerkandidaten: Ansgar Dittmar, Bundesvorsitzender der Schwusos
Steht hinter dem SPD-Kanzlerkandidaten: Ansgar Dittmar, Bundesvorsitzender der Schwusos

Steinbrücks Partei selbst geht da deutlich weiter. So verabschiedeten die rund 600 Delegierten eine Resolution, in der die Forderung nach Öffnung der Ehe für schwul-lesbische Paare bekräftigt wurde – dies hatten die Sozialdemokraten erstmals vor einem Jahr auf ihrem Bundesparteitag in Berlin beschlossen (queer.de berichtete). "Familie ist für uns dort, wo Menschen dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen. Deshalb werden wir die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare öffnen", heißt es in dem Beschluss. "Gleichstellung muss vorangebracht und das Ehegattensplitting umgestaltet werden, so dass es den vielfältigen Lebensentwürfen eines modernen Landes entspricht und besonders Familien mit Kindern fördert." Die Resolution unter dem Titel "Miteinander. Für Deutschland" wurde einstimmig angenommen.

"Heute ist Hannover der Ort des gesellschaftlichen Fortschritts", meinte Schwusos-Chef Ansgar Dittmar in Anspielung auf den CDU-Parteitag, der nur wenige Tage zuvor in der niedersächsischen Landeshauptstadt einer Gleichstellung homosexueller Paare eine Abfuhr erteilte (queer.de berichtete).

Dem nun offiziellen SPD-Kanzlerkandidaten sprach Dittmar sein volles Vertrauen aus: "Peer Steinbrück hat in seiner Rede deutlich gemacht, dass er die gesellschaftliche Veränderung wahrgenommen hat und zum Gegenstand seiner Politik macht. Mit seinem klaren Bekenntnis zu einem neuen, zukunftsgewandten Gesellschaftsbild fern von der Biedermeier-Idylle der Union wird deutlich, dass alleine mit einer Bundesregierung unter seiner Führung eine moderne Gesellschaft entwickelt werden kann."

aktualisiert am 10.12.2012 um 08:30 Uhr (Korrektur Wortwahl, Einbau der Videos)

Youtube | Steinbrücks Rede auf dem SPD-Sonderparteitag. Ab 14:08 und 58:26 spricht er über die Gleichstellung homosexueller Paare im Steuerrecht
Youtube | Zweiter Teil der Steinbrück-Rede: "Das Familien- und Frauenbild der Union stammt aus dem Maggi-Kochstudio der 50er-Jahre"
Wochen-Umfrage: Deine Einschätzung: Wird mit einer von der SPD geführten Bundesregierung die Öffnung der Ehe kommen? (Ergebnis)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 62 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 347             9     
Service: | pdf | mailen
Tags: peer steinbrück, spd, sozialdemokraten, gleichstellung, ansgar dittmar, schwusos
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Steinbrück verspricht Gleichstellung von Lesben und Schwulen"


 62 User-Kommentare
« zurück  1234567  vor »

Die ersten:   
#1
09.12.2012
18:42:25


(-1, 19 Votes)

Von olikujzht


Dann versprich (dich) mal Herr Steinbrück.

Die so genannte "SPD" ist seit schröder nichts weiter als eine zweite CDU! Daher unwählbar...

Die SPD hat all das zu verantworten was heute in diesem Lande falsch läuft..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
09.12.2012
18:45:45


(-4, 14 Votes)

Von Kerouacly


Ich werde kurz vor der Wahl entscheiden, ob ich SPD, Grüne oder Linkspartei wählen werde.

SPD, wenn Rot-Grün wahrscheinlich ist.
Grüne, wenn eine GroKo unausweichlich ist.
Linke, wenn SPD und Grüne mit der Union liebäugeln.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
09.12.2012
18:50:41


(+8, 10 Votes)

Von doubledildo
Antwort zu Kommentar #1 von olikujzht


gott wie finster. man kann sich über die queeronie des ficksaals doch auch mal freuen.

ficksaal

Bild-Link:
0,,16439985_401,00.jpg


freuen

Bild-Link:
0,,16439807_401,00.jpg


Link zu www.spiegel.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
09.12.2012
18:55:40


(0, 12 Votes)

Von Lich King


Leere Worte um Stimmvieh zu gewinnen, mehr nicht !

Bild-Link:
A9rOHeECcAA0hWH.jpg:large


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
09.12.2012
19:04:54


(+1, 9 Votes)

Von carolo


Und wieder fehlt ganz eindeutig ein Emotikon für einen Stinkefinger.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
09.12.2012
19:11:37


(+5, 9 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von Lich King


Soviel Stimmvieh sind wir auch wieder nicht. Und die Christenpartei versucht gerade ihr klerikales Stimmvieh GEGEN uns zusammenzutreiben.

Link zu www.l-iz.de

Youtube-Video:


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
09.12.2012
19:15:28


(+1, 11 Votes)

Von Foxie


Der Weihnachtsmann heisst Peer Steinbrück.

Da war von Energiewandel, Lebenspartnerschaft, Mindestlohn bis zu sozialer Gerechtigkeit für jeden was dabei.
Alles neu, alles besser, alles schöner?

ALso, seid alle schön brav und macht die Kreuzchen an den richtigen Stellen.
Glaubt hier etwa jemand an den Weihnachtsmann?

Was hat ihre Rede gekostet, Herr Steinbrück?

(Graffiti aus den frühen 90ern in Halle:
"Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten!")


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
09.12.2012
19:26:46


(+6, 8 Votes)

Von stephan
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Kerouacly


Ich bin zwar seit meinem 16. Lj. Sozi, werde aber nach ähnlichen Entscheidungskriterien wie Du verfahren.

Mal schauen, was da im Wahlkampf noch kommt.

Meine Stimme bekommt nur, wer wirklich glaubhaft macht, unsere Gleichstellung in jedem Fall und sehr zeitnah umzusetzen, wenn die Partei an der Regierung beteiligt ist und uns nicht auf dem Koalitionsaltar zu opfern. - Ausgenommen natürlich die FDP, die kann versprechen, was sie will. Da klaffen Wahlkampfreden und Handeln so weit auseinander, dass ihre Bekundungen völlig gleichgültig sind!

Und die Union hat ja 'dankenswerterweise' die Entscheidung schon jedem/r LGBT, der/die Rückgrat besitzt, abgenommen.

(Ob die LSU-Leute wohl wirklich noch Union wählen? So verbiegen kann man sich (mit Rückgrat) eigentlich nicht! Aber es soll ja in viel brauneren Soßen rosa Einsprengsel gegeben haben! - Ja, ich weiß: Farben kann man genauso wenig steigern, wie die Intoleranz und Dummheit der Union!)

GLEICHE PFLICHTEN - GLEICHE RECHTE ... SOFORT! ALLES ANDERE IST TIEF BRAUNE POLITIK!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
09.12.2012
19:35:26


(+6, 10 Votes)
 
#10
09.12.2012
19:38:14
Via Handy


(0, 14 Votes)

Von SPD wählen


Unter Merkel ist großer Teil der Szene: Disco, Saunas, Kneipen in München auch in Hamburg pleite gegangen. Dass es auch Krisen europaweit sind und Sparpolitik ist auch unter Merkel. Also SPD wählen.
Merkel wird nichts für Schwule machen. Seiet nicht naiv. Ihre Politik
ist nur Ignoranz.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234567  vor »


 POLITIK - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Clubkid verliebt sich in russischen Stricher Tom Ford: Jeder Mann sollte mal passiven Analverkehr haben Malta verbietet Homo-"Heilung" Video: Schwuler Heiratsantrag vor dem Dom
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt