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  • 11.12.2012           13      Teilen:   |

Recht auf Diskriminierung

US-Uni muss Homo-Hasserin 75.000 Dollar zahlen

Psychologiestudentin Julea Ward will keine Schwulen behandeln, weil sie sexuelle Minderheiten für unchristlich hält - Quelle: Alliance Defense Fund
Psychologiestudentin Julea Ward will keine Schwulen behandeln, weil sie sexuelle Minderheiten für unchristlich hält (Bild: Alliance Defense Fund)

Psychologiestudentin Julea Ward wollte keine Schwulen behandeln und ist deshalb aus der Eastern Michigan University geworfen worden – jetzt erhält sie in einem Vergleich für ihren Rauswurf 75.000 Dollar (58.000 Euro).

Die staatliche Hochschule in der Kleinstadt Ypsilanti hat die Zahlung am Montag bekannt gegeben. "Diese Entscheidung ist im Interesse der Studenten und Steuerzahler gefallen, da wir so ein kostspieliges Verfahren vermeiden können", erklärte Uni-Sprecher Walter Kraft. Die Studentin, die sich als "orthodoxe Christin" bezeichnet, ist im Jahr 2009 exmatrikuliert worden, weil sie sich in einem Praktikum geweigert hatte, einen Mann in einer schwulen Beziehung zu behandeln. Ihrer religiösen Überzeugung nach verstoße das gegen die Gebote Gottes, begründete sie damals. Die Uni entfernte sie daraufhin aus dem Kurs, da psychologische Berater "mit Themen wie Familienplanung, Sex, Drogengebrauch oder Abtreibung umgehen müssen, auch wenn sie persönlichen Ansichten entgegenlaufen."

In einer erstinstanzlichen Entscheidung hatte ein Bundesgericht zwar den Ausschluss Wards für rechtens befunden (queer.de berichtete), allerdings ging die Studentin in Berufung. Als ein Gericht eine weitere Beweisaufnahme beginnen wollte, hat die Universität mit Ward Verhandlungen begonnen, um das teure Gerichtsverfahren zu umgehen. Die Hochschule fürchtete, dass sie bei einer Verhandlung mit leichter beeinflussbaren Geschworenen verlieren könnte. Ward wurde von der millionenschweren christlichen Lobbygruppe Alliance Defending Freedom (früher: Alliance Defense Fund) unterstützt, die sich insbesondere im Kampf gegen die Ehe-Öffnung, gegen Antidiskriminierungsgesetze und Sexualkundeunterricht an staatlichen Schulen engagiert.

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Wards Anwalt Jeremy Tedesco begrüßte den Vergleich: "Öffentliche Universitäten sollten ihre Studenten nicht zwingen, ihre religiösen Überzeugungen über Bord zu werfen", sagte Tedesco gegenüber der "Free Press". Statt dessen hätte ein anderer Psychologe den Schwulen behandeln können. Der Jurist erklärte weiter, dass die Aufrechterhaltung des Urteils dazu geführt hätte, dass Christen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung verlieren würden.

Der Fall hatte insbesondere unter Konservativen für Aufregung gesorgt, weil sie die Relgionsfreiheit gefährdet sahen. Das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus von Michigan hat daher im Sommer mit 59 zu 50 Stimmen das "Julea-Ward-Gesetz für Gewissensfreiheit" beschlossen. Damit soll es Gläubigen in Sozialarbeits- und Psychologiekursen erlaubt werden, Patienten abzulehnen, wenn diese ihre religiösen Gefühle verletzten. Der Senat hat sich dieses Gesetzes bislang noch nicht angenommen. (dk)

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Tags: psychologie, alliance defending freedom, michigan
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Reaktionen zu "US-Uni muss Homo-Hasserin 75.000 Dollar zahlen"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
11.12.2012
18:29:43


(+3, 7 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Ich hätte dieser Ische keinen Cent gezahlt!


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#2
11.12.2012
18:32:40


(+6, 6 Votes)

Von knatzgil
Aus ettelbruck (Luxemburg)
Mitglied seit 15.12.2008


Anstatt einen Eid auf Hippokrates abzulegen ,hat diese Ische einen Eid auf Hypokrit geschworen.Im Hades soll sie schmoren:-)


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#3
11.12.2012
18:55:08


(+4, 6 Votes)

Von -hw-


Hat sie denn einen Führerschein?

$220,000 Rear-end motor vehicle collision
$70,000 Bicyclist struck by a motor vehicle

Link zu www.olylaw.com


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#4
11.12.2012
19:30:59


(+8, 8 Votes)

Von Sveni-Maus


Was für ein Schwachsinn!
Jetzt wird diesen Menschnverachtern auch noch mehr Geld hinterher geworfen. Man hätte da ganz klar sagen sollen: Psychologe = neutral, Priester = Gedanken-Faschist
Die Frau kann ja schließlich als Ordensschwester Menschen quälen, aber von Wissenschaftlern MUSS man Wissenschaftlichkeit erwarten können, die war sie aber nicht bereit zu zeigen.
Für mich ein eindeutiger Verstoß gegen die Regeln jeglicher Wissenschaft!


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#5
11.12.2012
19:42:26


(+8, 8 Votes)

Von Felix


Na toll:
da bekommt diese Faschistin auch noch Geld, damit sie meint, sie wäre im Recht und noch stärker gegen uns hetzen kann...

Was für eine Werteverschiebung und eine Perversion demokratischer Grundrechte.

Wir müssen diesen konservativen Rollback mit aller Macht bekämpfen!


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#6
11.12.2012
20:10:27


(+6, 6 Votes)

Von Verrückte Welt


Damit müsste es allerdings logischer- und fairerweise auch Nichtgläubigen, deren Gerechtigkeitsempfinden und Gefühl für Menschenrechte und vernünftiges Denken durch religiöse Wahnideen verletzt werden, gestattet sein, die Behandlung von Gläubigen zu verweigern.

Und man könnte sicher eine Million Gründe finden, warum praktisch jeder Sozialarbeiter o. ä. irgendwem irgendwas verweigern kann. Das ist völlig bekloppt.

Es hat jedoch im Prinzip jeder Glück, dem eine "Behandlung" durch solche Leute wie die erspart bleibt - da kann eigentlich nichts Sinnvolles dabei rauskommen.


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#7
11.12.2012
20:31:01


(+6, 6 Votes)

Von stephan
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Es ist schon schlimm, dass eine Angehörige einer ethnischen Minderheit andere Minderheiten so behandelt. Vielleicht sollte man für diese Frau einen Tag einmal wieder die Gesetze einführen, die früher für Nicht-Weiße galten. Es wäre wohl lehrreicher für die Frau als ihr ganzes Studium!

Es zeigt sich wieder einmal, dass Toleranz und Akzeptanz zu weit gehen, wenn man Intoleranz und Diskriminierung akzeptiert - insbesondere dann, wenn eine Person sich in wissenschaftlichem Zusammenhang auf göttliche Gebote beruft.

Vielleicht hätte die Universität argumentieren können, dass der Psychologin offenbar wesentliche Voraussetzungen für wissenschaftliches Arbeiten und im Bezug auf die Diskriminierung ethische Grundlagen für das Studium fehlen.

Eine Universität sollte vielleicht auch Professoren nicht zwingen, Nicht-Weiße zu unterrichten. Entspricht ja vielleicht auch deren religiöser Weltsicht nicht???


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#8
11.12.2012
22:30:36


(+5, 5 Votes)

Von TheDad
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"Wards Anwalt Jeremy Tedesco begrüßte den Vergleich: "Öffentliche Universitäten sollten ihre Studenten nicht zwingen, ihre religiösen Überzeugungen über Bord zu werfen"..

Universitäten dürfen nicht gezwungen werden den Studenten nur das beizubringen was sie hören wollen..

Ein Psychologiestudium ist für einen solchen Menschen allerdings sowieso rausgeworfenens Geld..

Wer als Student seine "religiöse Gefühle" über das Studienziel stellt, hat den Sinn des Ganzen eh nicht erfasst, und sollte sich den Agrarwissenschaften zuwenden, oder ähnliches..

Das ein Repräsentantenhaus eines Staates daraufhin einen solchen Gesetztesentwurf einreicht zeigt zudem wieviel Dummheit in deisem Staat herscht..

Da kann Mann die Uni auch gleich schließen wenn die Inhalte von der "Gewissensfreiheit" der Studenten diktiert werden..


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#9
12.12.2012
01:03:31


(+5, 5 Votes)

Von Jadughar
Aus Hamburg
Mitglied seit 19.04.2011


Also orthodoxe Christin! Nein, mosaisch - also Möchtegern-Jude! Sie richtet sich nach einen widersprüchlichen, goldgierigen Massenmörder, der Hexenwahn und Schwulenverfolgung in die Welt gesetzt hat, damit die Israeliten zivilisiert werden. Die Religösen in den USA brauchen eine Aufklärung, so wie es die in Europa gab. Leider hat sie nicht gleich sofort beigetragen, daß die Kirche entmachtet wurde und der Terror gegenüber Schwulen sofort beendet wurde.


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#10
12.12.2012
13:35:13


(+5, 5 Votes)

Von Sven


Wirklich erstaunlich finde ich, dass religiöse Fanatiker jeglicher Richtung, die sich für besonders gläubig halten, öfters durch besonders negatives, in diesem Fall unchristliches, Verhalten auffallen.
Das erlebe ich als Christ leider auch immerwieder im Alltag. Das trifft nicht nur uns Schwule.
Vor Gott sind halt alle Menschen sind gleich, nur manche sind gleicher als Andere.


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