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  • 12.12.2012           29      Teilen:   |

Uruguay: Parlament stimmt für Ehe-Öffnung

Im Repräsentantenhaus in Montevideo votierten über 90 Prozent der Abgeordneten für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben
Im Repräsentantenhaus in Montevideo votierten über 90 Prozent der Abgeordneten für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben

Uruguay will als zweites südamerikanisches Land die Ehe für Schwule und Lesben öffnen: Das Repräsentantenhaus votierte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit 81 zu sechs Stimmen für die Gleichstellung.

Die Abstimmung fand nach einer mehrstündigen Debatte um ein Uhr morgens (Ortszeit) statt. Der Abgeordnete Julio Bango vom regierenden linksgerichteten Parteienbündnis "Frente Amplio" (Breite Front) erklärte, das Gesetz sei der "letzte Schliff" für die Reformen, die die Bürgerrechte im Land stärken sollen. Neben der Ehe-Öffnung schließe das Gesetzesinitiativen zur Liberalisierung von Abtreibung und die Legalisierung von Cannabis ein.

Das Gesetz muss nun nich im Senat beraten werden, in dem auch eine deutliche Mehrheit erwartet wird. Präsident José Mujica hat bereits angekündigt, das Gesetz Anfang nächsten Jahres unterschreiben zu wollen. Nach Argentinien wäre Uruguay der zweite Staat auf dem Teilkontient, der Schwule und Lesben landesweit im Eherecht gleichstellt – weltweit wäre es das zwölfte Land.

Bei der Debatte wurde insbesondere darum gerungen, ob Kinder das Recht haben sollen, zu erfahren, wer ihr biologischer Vater ist. Am Ende einigten sich die Parlamentarier auf einen Kompromiss: Adoptierte Kinder hätten das Recht, über Identität ihrer biologischen Eltern zu aufgeklärt zu werden. Bei künstlicher Befruchtung hätten sie es aber nicht, um die Anonymität der Samenspender zu schützen.

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Seit 2007 eingetragene Partnerschaften in Uruguay

Die gesellschaftliche Debatte über die Gleichbehandlung von Homosexuellen ist in Uruguay bereits weit fortgeschritten: 2007 führte die rund 3,5 Millionen Einwohner zählende Republik eingetragene Partnerschaften ein – als erstes Land in Südamerika (queer.de berichtete). Seither hat sich die Debatte um LGBT-Rechte entspannt. Selbst viele konservative Abgeordnete votierten im Repräsentantenhaus für die Ehe-Öffnung.

Bereits jetzt besitzen Homo-Paare in Uruguay praktisch die gleichen Rechte und Pflichten wie Heterosexuelle, einschließlich des Adoptionsrechtes – sie dürfen ihre Beziehung nur nicht als Ehe bezeichnen. Mächtigster Gegner der Gleichstellung ist die katholische Kirche, die aber im säkularen Land nur wenig politischen Einfluss hat. (dk)

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Tags: uruguay, homo-ehe
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Reaktionen zu "Uruguay: Parlament stimmt für Ehe-Öffnung"


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
12.12.2012
13:45:53


(+5, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


81 zu Sechs Stimmen..

Hochgerechnet auf die Abgeordnetenzahl im deutschen Bundestag und Bundesrat bezweifle ich ein Zustandekommen eines solchen Abstimmungsergebnisses für die Ehe-Öffnung in der BRD schon jetzt..

Selbst bei Namentlicher Abstimmung, die es durchzuführen gilt, will Mann die Abgeordneten identifizieren die immer noch dagegen sind, und bei "freigabe" des Fraktioneszwanges wird es ein so hohes Ergebnis nicht geben..

Da sieht Mann mal wie weit in anderen, zugegebenermassen kleinen Ländern, die Diskussion fortgeschritten sein kann..

Auch hier hätte es längst dazu kommen müssen..
Selbst die regierenden konservativen Torries in Großbritanien haben ja die Ehe-Öffnung für (zwar erst im Wahljahr) 2014 angekündigt..

Aber die Bundes-Merkel und ihr versteinerter Haufen pseudo-konservativer Lemminge sieht ja "momentan keinen Handlungsbedarf für weitere Gleichstellungen" und bricht damit offen den laufenden Koalitionsvertrag mit der FDP und die Verfassung..

Also werden wir wohl auf die Steinbrück-Truppe und die Urteile der Gerichte warten müssen..

Für ein demokratisches Land in der Mitte der EU beschämend..


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#2
12.12.2012
13:53:07


(+6, 8 Votes)

Von -hw-


Hach, wie er sich auf twitter freut:

Julio Bango Alvarez @JulioBangoA

Qué manera de empezar a festejar los 102 años del Partido Socialista uruguayo: votando matrimonio igualitario!


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#3
12.12.2012
13:58:34


(+12, 14 Votes)

Von Coco Lorez


"Präsident José Mujica hat bereits angekündigt, das Gesetz Anfang nächsten Jahres unterschreiben zu wollen."

Wegen seiner Tätigkeit in der Guerillabewegung kam er ins Gefängnis und verbrachte dort insgesamt 14 Jahre seines Lebens, überwiegend in Einzelhaft. Zweimal konnte er fliehen.

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Mujica


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#4
12.12.2012
14:03:01


(+9, 11 Votes)

Von Kerouacly


Selbst viele Konservative in Uruguay stimmen für die Homo-Ehe, während die FDP in Deutschland immer dagegen stimmt, obwohl sie im Wahlkampf etwas anderes forderte.


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#5
12.12.2012
14:19:34


(+12, 14 Votes)

Von Yuuki83
Aus Altdorf (Bayern)
Mitglied seit 01.07.2011


2045: Nachdem Saudi Arabien als vorletztes Land der Welt die Ehe für alle Geschlechterkombinatonen geöffnet hat, beteuerte der/die CDU-Kanzler/in, dass man keinen Handlungsbedarf bezüglich einer Eheöffnung erkennen könne.


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#6
12.12.2012
14:32:56


(+9, 11 Votes)

Von marcog
Aus Offenburg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 11.10.2012
Antwort zu Kommentar #5 von Yuuki83


...laut Hompage des Bundesverfassungsgerichtes haben nur 2 Prozent aller Verfahren eine Dauer von über 4 Jahren. Das Ehegattensplittingverfahren ist meines Wissens seit 2006 (!!!) anhängig. Inhaltlich gab's doch bestimmt schon schwierigere Fragestellungen... Selbst das verwundert mich...


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#7
12.12.2012
14:39:34


(+7, 9 Votes)

Von Platz zwei
Antwort zu Kommentar #5 von Yuuki83


"2045"
"der/die CDU-Kanzler/in"

wahrscheinlich noch mit merkel, zum x. mal als kanzlerin wiedergewählt

Link zu www.n24.de


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#8
12.12.2012
14:43:13


(-2, 14 Votes)

Von Timm Johannes


Wunderbar !
Das freut mich für Uruguay.


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#9
12.12.2012
15:06:54


(+11, 11 Votes)

Von gatopardo
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von Coco Lorez


Wir Europäer verwechseln ja gerne mal unsere neoliberalen Sozialdemokratien mit dem Sozialismus, wie er uns von Menschen wie José Mujica schon an dessen Lebensweise vorgeführt wird.


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#10
12.12.2012
17:17:15


(-2, 12 Votes)

Von Timm Johannes


Platz 1. Niederlande (2001)
Platz 2. Belgien (2003)
Platz 3. Spanien (2005)
Platz 4. Kanada (2005)
Platz 5. Südafrika (2006)
Platz 6. Norwegen (2009)
Platz 7. Schweden (2009)
Platz 8 Portugal (2010)
Platz 9 Island (2010)
Platz 10 Argentinien (2010)
Platz 11 Dänemark (2012)

Platz 12 Uruguay (2013)
...
Platz 13 -17: Frankreich, Luxemburg, Neuseeland, Kolumbien und Vereinigtes Königreich

Ob es Deutschland noch unter die ersten 20 Plätze der Länder mit Eheöffnung schaffen wird, wird mittlerweile "knapp" werden.


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