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Debatte zu den BLSJ-Thesen

Schwule Stadtmagazine haben sich überlebt


Die schwulen Stadtmagazine haben ihre Zeit gehabt und können, sofern es dazu nicht schon zu spät ist, in Würde abtreten

Der Bund Lesbisch-Schwuler JournalistInnen (BLSJ) hat Anfang Dezember fünf Thesen zur Situation des Szene-Pressemarktes veröffentlicht. Nach den Antworten von queer.de-Redakteur Christian Scheuß und des ehemaligen Verlegers von "rik", Exit" und "gab" Christian Beese steigt nun Stefan Mielchen, der frühere Chefredakteur von "hinnerk", in die Debatte ein.

Von Stefan Mielchen

Schwule Stadtmagazine haben sich überlebt, und es wird sie, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, nicht mehr lange geben. Warum ist das so?

1. Den Magazinen geht eine auf Dauer tragfähige wirtschaftliche Basis verloren

Wer allein von Anzeigen lebt, muss überzeugende Argumente haben, um potenzielle Kunden zu gewinnen. Die schwulen Stadtmagazine haben sie nicht (mehr). Die angeblich so attraktive Zielgruppe schwuler Männer war schon immer mehr Wunschdenken der Verlage als eine Realität, die sich in einer nachhaltigen Buchungslage niedergeschlagen hätte und auf der sich ein dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg hätte aufbauen lassen. In Zeiten der Krise, die alle Printmedien trifft, gehören die Kleinen noch schneller zu den Verlierern. Wer bisher immer mit Mühe eine schwarze Null geschrieben oder einen kleinen Gewinn erzielt hat, hat es schon schwer genug und dürfte in absehbarer Zeit die Segel streichen oder ist bereits unter die Räder gekommen. Bei Blättern mit chronischer Unterdeckung geht's erheblich schneller. Dazu kommt, dass kostenlos verteilte Magazine eine erheblich geringere Wertigkeit besitzen. Das war und ist für die meisten Markenartikler ein Grund, hier nicht zu inserieren. Auflage und Verbreitung der Titel sind ein weiterer, denn ein wirklich schlagkräftiger Anzeigenverbund, sollte es ihn denn je gegeben haben, ist nicht in Sicht. Mit regionalem Einzelkämpfertum aber ist auf Dauer kein Blumentopf zu gewinnen, denn dafür sind die regionalen Anzeigenmärkte (mit Ausnahme von Berlin) zu klein. Anspruchsvoller Homo-Journalismus, den der BLSJ mit Recht einfordert, ist so vollkommen illusorisch.


Stefan Mielchen hat zwölf Jahre lang hauptberuflich für schwule Medien gearbeitet (Bild: privat)

2. Die Magazine haben sich grundsätzlich überlebt

Derweil schwindet auch die Legitimation innerhalb der Szene. In den 90er- und Nuller-Jahren waren schwule Stadtmagazine wichtig zur Vernetzung der Community, zur Identitätsstiftung ihrer Leser und zur kompetenten Themensetzung. Schwule fanden im medialen Mainstream kaum statt, die Berichterstattung zeichnete sich meist durch Klischees oder Unwissen aus. Das hat sich grundlegend gewandelt, woran Arbeit und Präsenz der schwulen Stadtmagazine durchaus ihren Anteil haben und worauf ihre Macher stolz sein dürfen. Während man es als Redaktion in der Vergangenheit mit schwulen Themen immer mal wieder in die "Bild"-Zeitung oder die "Süddeutsche" schaffte und dort zitiert wurde, berichten diese Blätter und ihre Online-Ableger mittlerweile eigenständig über Homo-Themen. Die großen Redaktionen können dies weit professioneller, aktueller und schneller (ob es dadurch immer auch besser geschieht, sei dahingestellt). Über Themen von hoher Relevanz (Homo-Ehe, Russland, Fußball) berichten mittlerweile alle – von der Lokalzeitung bis zur "FAZ", von der "Tagesschau" bis "Spiegel Online". Was ich wirklich wissen will und muss, erfahre ich hier oder über Blogs und soziale Netzwerke (und natürlich auf queer.de).

3. Den Magazinen fehlt es an Relevanz

Anzeigenfinanzierter Journalismus stand noch nie im Verdacht, den Henri-Nannen-Preis zu ergattern. Das gilt auch für die schwulen Stadtmagazine. Der Grat zwischen redaktioneller Unabhängigkeit und PR-Berichterstattung war immer schmal. Doch während einzelne Blätter lange Zeit versucht haben, hier ein vertretbares Maß zu finden, ist die Verlagspolitik mittlerweile fast durchweg eine andere. Es gibt Herausgeber, für die jeder Artikel grundsätzlich verkaufbar sein muss, Berichterstattung findet häufig nur noch gegen Cash statt. Das schlägt sich längst auch in jenen Heften nieder, die lange versucht haben, einen gewissen redaktionellen Standard zu halten und weitgehend unabhängig zu berichten. Anders als durch verkaufte Redaktion, Advertorials usw. lassen sich die Magazine heute nicht mehr dauerhaft finanzieren. Das ist Selbstmord aus Angst vor dem Tod. Mit dieser journalistischen Bankrotterklärung machen sich die Magazine überflüssig. Man sollte sich nicht täuschen: Leser haben ein sehr feines Gespür für diese Dinge und merken, wo sie inhaltlich schlecht bedient werden. Ein Magazin, das nicht mehr abgegriffen und gelesen wird, ist auch für Anzeigenkunden uninteressant. Das Argument, die Leser wollten nur noch "Lifestyle-Themen" lesen, lasse ich hier nicht gelten. Es wird immer dann von den Herausgebern angeführt, wenn verkaufte Redaktion gerechtfertigt werden soll. Das ist eine billige Ausrede, zumal mir noch niemand hinreichend hat erklären können, was am Abdruck von Produktfotos (und mehr ist es in der Regel nicht) "lifestylig" sein soll. Den schwulen Lifestyle gibt es angesichts einer sehr ausdifferenzierten Szene (und damit auch Zielgruppe) ohnehin nicht. Das, was schwule Stadtmagazine in diesem Bereich leisten können, ist im Vergleich zu Hochglanztiteln lächerlich bis peinlich. Und es ist auch wirtschaftlich nicht erfolgreich.


Nur in Berlin ist der Markt groß genug, um ein anzeigenfinanziertes queeres Stadtmagazin erfolgreich zu betreiben

4. Das Internet gibt den Magazinen den Rest

Vielleicht hat auch die "Eurogay"-Pleite zu Beginn des Jahrtausends zu sehr abgeschreckt. Doch die Verlage haben es vor allem mangels ausreichenden Kapitals versäumt, eine tragfähige Internetplattform zu entwickeln. Die vorhandenen Webseiten werden so stiefmütterlich behandelt, dass es sich nicht lohnt, sie anzuklicken. Abgesehen davon, dass im Netz ohnehin schwer Geld zu verdienen ist, haben die Verlage hier eine große Chance vertan. Doch Papier ist nicht länger geduldig! Gedruckte Terminkalender von Monatsmagazinen sind vollkommen antiquiert, Partyfotos wollen und können die User sofort online sehen usw. usf. Man muss nicht mehr in die Szene gehen und die entsprechenden Blätter abgreifen, die über die Szene informieren (sollten). Wirklich Relevantes erfährt man darin ohnehin kaum noch. Titel wie "hinnerk", "rik" oder "gab" wollten immer alles auf einmal sein und sind letztlich auch daran gescheitert: schwules Lokalblatt und politisches Magazin, Lifestyle-Heft und Partypostille. Das braucht und will heute so kein Mensch mehr, zumal es im Netz schnellere (nicht unbedingt fundiertere) Informationen gibt. Versuche wie in Köln, so etwas wie eine schwule Lokalzeitung zu etablieren, sind im Ansatz zwar nicht dumm, denn auch schwule Leser interessiert, was vor ihrer Haustüre passiert. Dass sie dauerhaft erfolgreich sein können, ohne auf die Selbstausbeutung ihrer Macher zu setzen, bezweifle ich. Und auch hier ist fraglich, wie lange Papier als Trägermedium noch funktioniert.

Fazit: Die schwulen Stadtmagazine haben ihre Zeit gehabt und können, sofern es dazu nicht schon zu spät ist, in Würde abtreten. Als jemand, der zehn Jahre lang bei einem solchen Magazin gearbeitet hat, sage ich das ohne Häme und ohne Verbitterung. Denn mit dem, was einzelne Titel in der Vergangenheit geleistet haben, müssen sie sich nicht verstecken. Doch das, was sie heute noch leisten bzw. leisten können, ist in den meisten Fällen zu wenig, um sie journalistisch ernst zu nehmen. Wozu soviel Energie vergeuden?

Zur Person

Stefan Mielchen (47) hat zwölf Jahre lang hauptberuflich für schwule Medien gearbeitet. Bis Ende 2011 war er Chefredakteur des Hamburger Stadtmagazins "hinnerk", zuvor hat er Aufstieg und Fall des Internetportals "Eurogay" aus der Nähe erlebt. Heute arbeitet er als Redakteur bei einem Hamburger Fachverlag.
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    Ergebnis der Umfrage vom 17.12.2012 bis 24.12.2012


#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 14.12.2012, 08:11h
  • Was mich an den BLSJ-Thesen stört, ist lediglich der Umstand, dass sie isoliert dem LGBT-Printangebot zugeordnet worden sind. Aber ohne Online- ist auch Print nicht mehr als Gratis-Produkt denkbar. Anders als mein BLSJ-Vorstand bin ich zudem der festen Überzeugung, das ein werbefinanziertes Angebot durchaus sauberen Journalismus bieten kann und auch tut. Wobei es auch gar kein Problem darstellt, die mit Kunden abgesprochene Inhalte als Werbung- , Anzeige- oder Produktinfo etc. zu kennzeichnen. Selbst Werbung, die als "Advetorials" daherkommt, kann zumindest unterhaltend und informierend aufgemacht sein, so, dass es der Leserschaft gar nicht als unangenehm, aber durchaus als Sponsoring aus der Privatwirtschaft auffällt. Bis auf die queeren Siegessäule, L-Mag, Du & Ich und Queer.de fällt mir momentan keins der lesbisch-schwulen deutschen Medien ein, das hier kreativ und nicht plump daherkommt. Leider wird selbst bei schwulen Magazinen, die gar nicht mal billig am Bahnhof zu kaufen sind, der Trennung von Anzeigen und Redaktion nicht besonders viel Aufmerksam gewidmet. Schlimmer noch, die redaktionellen Teile dürfen dem Anzeigenkunden nicht missfallen. Von daher halte ich den Passus innerhalb der BLSJ-Thesen für überflüssig, der besagt, dass die Verleger über neue Bezahlmodelle nachdenken sollten. Wichtiger, und das sollte deutlich hervorgehoben werden, ist die Frage, ob sie gewissen moralischen Ansprüchen, die ein Verleger meiner Meinung nach folgen muss, gerecht werden. Dass es im schwul-lesbischen Segment schwieriger ist, Qualitätsjournalismus konstant zu liefern, ist natürlich klar. Denn der Markt ist nicht nur kleiner als der "Mainstream", der ja auch noch zusätzlich von LGBTs mitgetragen wird, sondern auch nach wie vor härteren Bedingungen ausgesetzt. Viele Kunden schalten noch immer nicht in Gay-Blättern, oder machen lieber eigene Werbe-Produkte, wo sich dann durch die ganze Reise-Postille hinweg, die am Traumstrand gezeigten Homodarsteller nicht einmal "berühren" (!!!) dürfen. Gern wird da tunlichst das L-Wort vermieden. Ist doch ekelig, oder nicht? Dann vielleicht doch lieber mal die Blu durchblättern - find ich!
    Was es bedarf ist, wie etwa bei der von Lesern unterstützten tageszeitung (taz), ein starke Solidarisierung der LGBT-Mediennutzern mit den Verlegern, die sich für diese zumeist undankbare "Community" trotzdem den Arsch aufreißen, um nicht auf den Guten Willen der Großen angewiesen zu sein. Von daher stimmt selbst Beeses Schlussfolgerung ein wenig, dass es besser ist, als Artikel getarnte Anzeigen zu schlucken als den "Familien- und christlichen Werten" verpflichtenden Massenmedien um ausgewogene Berichterstattung anzuwinseln.
    Ausgedient haben LGBT-Medien aber noch lange nicht. Im Gegenteil: Sie sind notwendig!
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#2 NicoAnonym
  • 14.12.2012, 08:28h
  • Typischer Fall einer selbsterfüllenden Prophezeiung:
    wenn die Magazine schon selbst behaupten, sie hätten sich überlebt, dann glauben das die Leser natürlich. Und in der Folge haben sie sich dann tatsächlich überlebt.

    Hier werden medial Fakten geschaffen, die es sonst gar nicht gäbe.

    Wenn die verschwinden, dann ist das zu 99,9% selbst verschuldet. Da brauchen die gar keine anderen Schuldigen zu suchen.
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 A x e lAnonym
  • 14.12.2012, 10:36h
  • Die Medienwelt ist generell stark im Wandel begriffen (eine Wertung, ob es zum Besseren oder zum Schlechteren gehen wird, erspare ich mir) und die schwierige wirtschaftliche Situation von Printmedien ist wohl innerhalb der Branche DAS Thema von Gegenwart und Zukunft.

    Dass alles eine Zeit hat und man die nicht zurückdrehen kann ..., eine Binse.

    Wenn ich mit sehr subjektivem Blick (wie anders kann ein Einzelner die Situation auch beurteilen?) in die "schwul-lesbische Szene" schaue, komme ich zu folgender Einschätzung:

    1.) Schwul-lesbische Zentren (gemeinnützig strukturiert, durch unbezahlte ehrenamtlich tätige Mitarbeiter/innen am Leben gehalten) haben sich überlebt. Nicht nur finden sich kaum noch Ehrenamtler, die bereit und in der Lage sind ggf. neben ihrem Fulltime-Job, sich mehrmals pro Woche die Abende und Nächte um die Ohren zu hauen, um ein Angebot für Schwule und Lesben zu bieten, das als nichtkommerzielles Gegengewicht zur marktwirtschaftlich orientierten Club-, Saunen- und Kneipen-Szene, angenommen würde.

    2.) Vor der wirklichen Akzeptanz und flächendeckenden Verbreitung des Internets, hatten die schwul-lesbischen Stadtmagazine ihre Berechtigung und Funktion (Identifikationsmöglichkeiten, Information über Themen, die in den Mainstreammedien nicht oder nur am Rande behandelt wurden, Veranstaltungshinweise - auch über nichtkommerzielle Events - usw.). Diese Zeit ging zuende, als das Internet nicht nur den Tages- und Wochenzeitungen die Leser/innen abspenstig machte, sondern auch den Szene-Magazinen und werbefinanzierten Kostenlos-Blättchen.

    3.) Wer heute noch, über den kommerziellen Aspekt hinaus, Ambitionen hat für Schwule und Lesben Ínformationen und Szene-Interna anbieten zu wollen, "muss" das im Internet machen (sie sind dort nicht nur aktueller und schneller verfügbar), es ist wohl bald auch das einzige Medium, dass überhaupt noch gelesen wird.

    4.) Problem: Finanzierung. Ich habe dafür keine tragfähigen Vorschläge oder Ideen beizusteuern, denn das Problem, dass hochgezogene Paywalls (wie demnächst bei diversen Tageszeitungen) dazu führen, dass die Angebote dann überhaupt nicht mehr angeklickt und gelesen werden, sehe ich durchaus. Aber ..., ich bin auch weder Herausgeber, noch Journalist, vielleicht muss ich daher gar keine Lösung anbieten können?
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#6 A x e lAnonym
  • 14.12.2012, 10:48h
  • Nachtrag: Im ersten Absatz meines Kommentars, ging der 2. Teil verloren

    Es muss heißen '... Nicht nur ..., die Zielgruppe nimmt diese nichtkommerziellen Angebot auch immer seltener an.'
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#7 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 14.12.2012, 11:13h
  • Plattform ist von Nöten, Solidarität mit LGBT-Mags ist gefragt, ich habe keinen Bock, den Mainstream um ausgewogenen und kritische Berichterstattung anzuwinseln. Nun müssen die LGBT-Verleger es auch leisten. Wer nur auf Kohle schielt, sollte gemieden, die anderen gefördert werden.
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#8 seb1983
  • 14.12.2012, 13:37h
  • Antwort auf #7 von reiserobby
  • Geld muss jeder verdienen. Selbst wenn am Ende Überschüsse an die "Community" gespendet würden (lol) muss das Geld erstmal reinkommen.

    Nun haben wir nicht mehr 1960, sowohl Medienlandschaft als auch Schwule haben sich verändert.
    Die Szene wie auch die schwulen Magazine dagegen kaum. Szeneclubs machen zu, Zeitschriften werden eingestellt. Manches kommt da von außen, vieles von innen.
    So kann ich als Schwuler heute in der Regel auch locker im Hetero Club weggeben und finde schwule Themen in FAZ, Spiegel und Co, gleichzeitig nerven schwule Clubs und Zeitschriften mit unterirdischer Qualität zu überirdischen Preisen. Das machen viele Junge nicht mit die die harten 60er nicht mehr kennen.

    Wer kennt es nicht dass man eine schwule Zeitschrift in der Hand hält und mal wieder denkt: Oh man wie schlecht ist das denn, und dann zu dem Preis, wenn da nicht schwul drauf stünde hätte ich es nie gekauft.

    Früher konnte man Schwulen eben fast alles andrehen, man hat "spezielle" Angebote für sich dankbar aufgesaugt.
    "Die Schwuppen kommen schon von selbst, sonst gibts ja nichts." Die Zeiten sind vorbei.
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#9 chillandAnonym
  • 14.12.2012, 14:32h
  • Antwort auf #7 von reiserobby
  • Kritische Berichterstattung, in schwulen Print-Medien, wohl kaum. Dazu gab es, in den letzten Jahren, immer mehr Werbung. Und die Zeitungen waren uninteressant. Das Verhältnis Info-Werbung passte nicht mehr. Party-Fotos haben mich absolut nicht interessiert und aktuelle Themen standen erst in der folgenden Ausgabe. Das schlimmste Blatt ist "Blu". Langweilige schöne Menschen, von der ersten bis zur letzten Seite. Kritisches gabs kaum. Aber so ist nun mal die Entwicklung. Alle Print-Medien haben es schwer. "Frankfurter Rundschau" , "Financial Times", insolvent. Bei "taz-online" erscheint ein schwarzer Balken, mit der Aufforderung doch bitte zu zahlen. "welt-online" hat auch so etwas angekündigt. Und das sind keine Printmedien. So ist nun mal die Entwicklung. Und Nischen-Produkte triffts zuerst, die noch dazu frei waren. Ich bedauere das nicht. Was mich interessiert, suche ich mir eben jetzt selber. Das einzigste was ich bedaure, das Arbeitsplätzte verloren gehen.
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#10 alexander
  • 14.12.2012, 21:11h
  • [Nur in Berlin ist der Markt groß genug, um ein anzeigenfinanziertes queeres Stadtmagazin erfolgreich zu betreiben]
    DAS WUNDERT MICH JETZT ABER DOCH ?
    angeblich ist doch köln die schwulenmetropole ?
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