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  • 17.12.2012, Autor: Micha Schulze           19      Teilen:   |

Lob und Anzeige von Katholiken



Der Chefredakteur der deutschsprachigen Abteilung von "Radio Vatikan" würdigt den Journalismus von queer.de, während Pater Rolf Hermann Lingen wegen "Verleumdung, Volksverhetzung etc." Strafanzeige stellt.

Huch, haben wir etwas falsch gemacht? Es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass queer.de mitten aus dem Vatikan gelobt wird…

Doch von vorn: P. Bernd Hagenkord, der Chefredakteur der deutschsprachigen Abteilung von "Radio Vatikan", hat am Sonntag in seinem Blog scharfe Kritik an der Medienberichterstattung über die homophobe Botschaft von Papst Benedikt zum Weltfriedenstag geübt – und dabei das Nachrichtenportal queer.de explizit ausgenommen:

Wenn selbst katholische Medien wie etwa katholisch.de erst einmal diesen Konflikt um Aussagen des Papstes schildern, bevor sie dann zum Inhalt kommen, dann wird es wirr. Da ist selbst die Webseite queer.de besser, die stellt wenigstens erst einmal den gesamten Gedankengang des Papstes vor, bevor sie kritisiert, und nicht umgekehrt.



Auch das Kirchenportal kath.net berichtete über das (natürlich vergiftete) Lob für den Artikel, sogar unter der zitierenden Überschrift "Da ist selbst die Webseite queer.de besser (als katholisch.de)".

Anderswo im katholischen Milieu ist die Welt gottseidank noch in Ordnung. So kündigte der berühmt-berüchtigte Pater Rolf Hermann Lingen (Foto oben) ebenfalls am Sonntag eine Strafanzeige wegen "Verleumdung, Volksverhetzung etc." gegen unseren Redakteur Norbert Blech an – wegen seines Artikels Deutscher "Priester" fordert Verbot der Homosexualität vom 30. November 2012. Der Sektenprediger aus Dorsten hat dafür sogar extra ein süßes, kleines Video in seinem Schlafzimmer aufgenommen, das wir Euch nicht vorenthalten wollen:



Jesusmariaundjosef, diesen dritten Advent werden wir so schnell nicht vergessen!

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Tags: rolf hermann lingen, p. bernd hagenkord
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Reaktionen zu "Lob und Anzeige von Katholiken"


 19 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
17.12.2012
11:59:37
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von Zentur


Ein Streit Homos vs Homos.

Was Homophobie in der Seele anrichtet sieht man mal wieder.


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#2
17.12.2012
12:01:49


(+6, 10 Votes)

Von Sebi


Ich glaube, Ihr habt da was falsch verstanden:

"Da ist selbst die Webseite queer.de besser"

Dieses "selbst" ist ein Zeichen dafür, dass man queer.de schon als unterste Schublade ansieht, aber halt andere sogar noch schlechter berichten.

Das ist kein Lob für queer.de, sondern eher eine Tirade gegen die anderen Seiten, die sogar noch schlechter sind als das eh schon inakzeptable queer.de.

Beim Vatikan muss man immer sehr gut auf jedes Wort achten und auch zwischen den Zeilen lesen. Nur so versteht man, was die wirklich meinen. Und das wirklich Gesagte ist das genaue Gegenteil eines Lobs.


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#3
17.12.2012
13:02:13


(+5, 5 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


Das interessante an der Sache ist, das Mann die Seite im Vatikan anscheinend tatsächlich liest..

Nun könnte Mann mutmassen, natürlich, denn der Tenor einiger Kommentatoren mutet mnchmal an, er käme direkt aus der Weltzentrale des Bösen..

Auch hübsch das sich katholische Webseiten an der Kritik der Rede, oder besser, der Hetzbotschaft des Pontifex Maximus beteiligen..

Ich vermutete schon von denen nur mehr reinen Applaus, wie er zuletzt immer aufbrandete wenn Ratze-Fatz nur die Hand zm Gruße hob..

Der Klage vom durchgeknalltem Ex-Pastor Lingen wegen "Volksverhetzung" kann Mann gelassen entgegen sehen..
Meiner Meinung nach kann das nur, bei guter argumentativer Vorbereitung, nach hinten für ihn losgehen..


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#4
17.12.2012
13:03:09


(+6, 6 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


Seh ich auch so: eine giftige Spitze. Man kann Hagenkords Bemühen um Eindeutigkeit des Tadels am verdoppelten 'selbst' ablesen.


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#5
17.12.2012
13:04:40


(0, 4 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Das größte Hobby dieses "Paters" ist es, Strafanzeigen gegen alle möglichen Leute zu erstatten. Von daher emfiehlt es sich, bei Kommentaren zu seinen Tätigkeiten auf die Wortwahl zu achten.


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#6
17.12.2012
14:38:16


(+7, 7 Votes)

Von Lars3110
Profil nur für angemeldete User sichtbar


@"Pater" Rolf Lingen:
Ich habe mir das youtube-Video angesehen, in dem er diese Strafanzeige vorliest.
Das ist ja wirklich beängstigend, wie weit diese Person von der Realität abgewandt ist.
Er bezeichnet das, was in der Bibel steht als Wahrheit und Homosexualität ist kein Menschenrecht, weil es dem "Naturrecht" (Benedettas Lieblinsgwort) widerspricht.
An sich bewegt sich der Herr Lingen damit schon am verfassungsfeindlichen Ende.
Ich hoffe, dass diese Anzeige als Beweisstück für seine Unzurechnungsfähigkeit anerkannt wird, ansonsten landet er nicht in der Psychiatrie, sondern im Knast.


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#7
17.12.2012
15:36:59


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mit der Anzeige hat sich der feine Herr ein reines Eigentor geschossen!


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#8
17.12.2012
15:58:49


(-1, 5 Votes)

Von Timm Johannes


Achja was soll man noch zu unserer schwulen Klemmschwester Benedikta schreiben.

Es wurde bereits alles gesagt und das Urteil über Ratzinger ist vernichtend.

Ratzinger hat es nunmal wie eine ganze Reihe seiner Altersgenossen nicht geschafft, seine sexuelle Orientierung anzunehmen und hat diesen Teil seiner Persönlichkeit bekämpft.

Grosse Teile der katholischen Kleriker waren in der Vergangenheit seit Einführung des Zölibates im Jahre 1022 homosexuell. Sie waren ein wesentlicher Mitgrund für den Erfolg des Vatikans in früheren Jahrhunderten.

Erst mit den Erfolgen der Lesben- und Schwulenbewegung ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundertes gingen immer mehr schwule Menschen einen anderen Lebensweg und entschieden sich gegen ein Leben ohne Sex und gegen die Keuschheit.

Heute suchen schwule Männer lieber nach einem Partner für das Leben oder erfreuen sich als Singles eines regen Sexuallebens.

Dadurch versiegt der Zustrom homosexueller Männer in die Klöster und in das Priesteramt. Zwar gehen auch heute noch einige schwule Männer diesen Lebensweg, aber prozentual gesehen sind es viel viel weniger homosexuelle Menschen als vor noch 50 Jahren.

Ratzinger und Vatikanleitung wissen um diese Hintergründe und daher kämpfen sie verbissen gegen die Anerkennung homosexueller Paarbeziehungen an, da sie lieber wollen, dass diese schwulen Männer in das Kloster oder Priesteramt strömen.

Der Vatikan verliert aber diesen Kampf, da die partnerschaftliche LIEBE zweier Menschen zueinander nunmal die stärkste Kraft in der Menschheit ist.


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#9
17.12.2012
17:02:34


(+6, 6 Votes)

Von tobias
Aus bremerhaven (Bremen)
Mitglied seit 25.03.2012


...was für ne moppelkotze!!!!

kann der nicht klartext reden???
da krieg ich ja nen knoten im hirn vom zuhören!!!

ich kann diese "scheisse" nicht mehr ertragen!!!
...als gläubiger christ bin ich sicher irgendwann vor gott zu stehen und mein leben zu "erklären".
...und das mit gutem gewissen!!!!!!!


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#10
17.12.2012
18:08:37


(+4, 4 Votes)

Von Felix
Antwort zu Kommentar #2 von Sebi


Volle Zustimmung!

Mit dem "selbst" hat man klar gemacht, dass man queer.de verachtet, aber die anderen Seiten noch schlechter berichtet haben.


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