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Der Kampf um die Homo-Ehe ist auch eine Materialschlacht.
Bild: Philip Taylor PT / flickr / cc by-sa 2.0

Die US-Republikaner profilieren sich als sparsame Haushaltspolitiker, die gegen Steuerverschwendung zu Felde ziehen – nur beim Kampf gegen die Homo-Ehe schöpfen sie aus den Vollen.

Das republikanisch kontrollierte Repräsentantenhaus hat insgesamt zwei Millionen Dollar für die Verteidigung des "Defense of Marriage Act" (DOMA) freigegeben, das die Ehe als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau definiert. Mit dem Geld sollen Anwälte bezahlt werden, die sich vor Gericht für DOMA einsetzen sollen.

Das 1996 von Präsident Bill Clinton unterzeichnete Gesetz wird derzeit vom obersten Gerichtshof, dem Supreme Court, auf seine Verfassungsmäßigkeit überprüft (queer.de berichtete). Homo-Aktivisten argumentieren, dass es gegen den in der US-Verfassung verankerten Diskriminierungsschutz verstößt. Im Oktober hatten die Republikaner noch eine Obergrenze von 1,5 Millionen Dollar festgelegt, die aber bereits erreicht wurde (queer.de berichtete).

Republikaner werden kleinlauter

Anders als in der Vergangenheit halten sich die republikanischen Abgeordneten jedoch bedeckt über ihren Kampf gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. Homo-Aktivisten erklären das damit, dass sich inzwischen in allen Umfragen eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für die Öffnung der Ehe ausspricht.

Mehrere Lobbygruppen, die sich für die Diskriminierung von Homo-Paaren im Eherecht aussprechen, haben inzwischen die Republikaner für ihre Zurückhaltung kritisiert. So erklärte Maggie Gallagher von der "National Organization for Marriage": "Ich danke Parlamentspräsident John Boehner persönlich für seine Bereitschaft, das Gesetz zu verteidigen, allerdings wird deutlich, dass die Elite der Republikaner nicht darüber sprechen will". Tom McClusky vom "Family Research Council" beklagte die "Funkstille" in der Parteiführung.

Der Supreme Court wird voraussichtlich Mitte nächsten Jahres entscheiden, ob DOMA gegen die US-Verfassung verstößt. Sollte das Gericht das bejahen, müssten gleichgeschlechtlichen Eheleuten die gleichen Steuererleichterungen, beispielsweise bei der Erbschaftssteuer, gewährt werden wie heterosexuellen Ehepaaren. Ausländische Ehe-Partner von Schwulen oder Lesben könnten bei einer positiven Entscheidung auch eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung erhalten, wie es bereits bei verschiedengeschlechtlichen Eheleuten üblich ist. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.12.2012, 15:40h
  • Ich freue mich schon auf die dummen Fratzen der Republikaner, wenn der Supreme Court bald die Abschaffung des "DOMA" beschließt! Da können noch nicht einmal die Anwälte etwas dagegen unternehmen!
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 17.12.2012, 15:44h
  • Kleine Randbemerkung: "Verschiedengeschlechtlich" klingt unschön, netter wirkt gemischtgeschlechtlich...
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#3 abtreibungAnonym
#4 TheDadProfil
  • 17.12.2012, 16:01hHannover
  • Die Ami´s sollten das Geld mal lieber in ein Forschungsprojekt stecken und untersuchen warum die Zahl der Todeskandidaten überwiegend Farbige und vor allem Männer, warum die meisten Serienmörder Weisse und Männer, und warum die meisten Amokläufer Weisse und Männer (bislang noch nie(?) eine Frau) sind..

    Warum sich konservative Abgeordnete, die sich genauso auf die Amerikanische Verfassung berufen wie die progressiven und demokratischen Kräfte des Landes, einbilden sie könnten mit diesem Geld das dem Volk gehört, Gesetze schützen die dazu beitragen Minderheiten zu diskriminieren, wird sich mir wohl nie erschliessen..

    Wenn diese Herren(?) an ihr "Recht" glauben, dann sollen sie die Prozesskosten gefälligst auch aus der eigenen Tasche zahlen..
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#6 milchmädchenAnonym
  • 17.12.2012, 16:39h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Da lobe ich mir die politischen und wirtschaftlichen Eliten Deutschlands, denen es gelungen ist nachhaltig die Umsetzung traditioneller Familienleitbilder zu verhindern.

    Grundsätzlich bekommen Frauen in Deutschland ca. 20% weniger Lohn für die gleiche Leistung, die Männer -bei schwindenden Reallöhnen- bekommen.

    Vielleicht reicht irgendwann, der um 20% höhere Leitlohn eines Mannes mit zwei bis drei Frauenlöhnen wieder, um auch den LGBT-Anteil in der Gesellschaft zu reproduzieren. In einer Ehe- oder Partnerschaftsform freier Wahl.
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#7 Aus Bad HomburgAnonym
  • 17.12.2012, 16:47h
  • eine nette erinnerung an alle hier in Deutschland, die Frau Dr. Angela Merkel oder den symphatischen David aus Hannover, ja sogar unseren Jens als 'homophob' bezeichnen wagen - bitte, seid vorsichtig mit ihren Anschuldigungen: das hilft absolut nichts und macht das gesamte politische Klima in der Tat schwulenfeindlich, ganz besonders hinter den Gardinen, wo die Politik in der Tat gemacht und nicht nur inszeniert - wie im Plenarsaal - wird...
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#8 Trivial PursuitAnonym
#9 BerniAnonym
  • 17.12.2012, 17:05h
  • Antwort auf #4 von TheDad
  • Gute Fragen

    "untersuchen warum die Zahl der Todeskandidaten überwiegend Farbige...sind"

    Vermutlich aus dem gleichen Grund aus dem in deutschen Gefängnissen überproportional häufig Ausländer und Migranten sind.

    www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/10/461578/das-teu
    flische-dreieck-fuer-migranten-bildungsferne-armut-arbeitslo
    sigkeit/


    "warum die meisten Serienmörder Weisse und Männer...sind"

    Ja das ist auffällig. Weiss, männlich, relativ jung und attraktiv kommt häufig vor.
    Viele von ihnen sind schwer psychotisch und mehr als die Hälfte der Serienmörder wurde als Kind missbraucht ( was natürlich keine Entschuldigung ist).

    "warum die meisten Amokläufer Weisse und Männer (bislang noch nie(?) eine Frau) sind"

    Die meisten ja, aber nicht alle.
    Der erste Amoklauf an einer Schule wurde sogar von einer Frau begangen

    de.wikipedia.org/wiki/I_Don%E2%80%99t_Like_Mondays

    Im Gegensatz zu Serienmördern gelten Amokläufe als "erweiterter Suizid".
    Eine Ursache kann jahrelanges Mobbing sein.

    Während Serienmörder in ihrer Grundstruktur als unveränderlich gelten und wie zwanghaft ihre Taten begehen, sind Amokläufer stark durch äußere Faktoren beeinflusst und könnten in einigen Fällen durch frühzeitige Hilfsangebote und Anti- Mobbing Strategien verhindert werden.
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#10 floralesAnonym