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Jean-Claude Mbédé muss wegen einer Kurznachricht hinter Gitter (Bild: Amnesty International)

In Kamerun ist am Montag die dreijährige Haftstrafe von Roger Jean-Claude Mbédé bestätigt worden – sein Vergehen: Er hatte einem Mann in einer SMS-Nachricht seine Liebe gestanden.

Das Berufungsgericht in der Hauptstadt Yaoundé hat damit ein Urteil aus dem vergangenen Jahr aufrecht erhalten. Unter internationalen Protesten war Mbédé wegen "homosexueller Handlungen" verurteilt worden. In der Kurznachricht hatte er geschrieben: "Ich bin so verliebt in dich".

Rund 120.000 Menschen haben bereits in einer Online-Petition von AllOut.org die Freilassung von Mbédé gefordert. Auch Amnesty International hat das Land scharf kritisiert und erklärt, dass Kamerun mit seinem "Unzuchts"-Paragrafen vermehrt Jagd auf Homosexuelle mache. Schwulen und Lesben werden bis zu fünf Jahre Haft angedroht.

"Das ist nicht nur eine Tragödie für Roger, sondern peinlich für die Justiz von Kamerun", erklärte Michel Togué, einer der Anwälte Mbédés, nach der Entscheidung des Berufungsgerichts. Es gehe nicht an, dass ein Mann wegen einer harmlosen SMS-Nachricht für Jahre hinter Gitter geschickt werde. Er rief die Politik dazu auf, alle Gesetze gegen Homosexuelle abzuschaffen.

Während der Berufung war Mbédé auf Kaution frei, muss nun aber zurück ins Gefängnis. Sein Anwalt befürchtet Übergriffe auf seinen Mandanten. Auch Togué selbst hat bereits zahlreiche Morddrohungen per Post, Mail und SMS erhalten. Er will nun Einspruch gegen die Verurteilung beim Obersten Gerichtshof des Landes einlegen. (dk)



#1 FelixAnonym
  • 17.12.2012, 18:13h
  • Und die zivilisierteren Staaten sehen tatenlos zu, wie in diesem Barbarenstaat Menschenrechte mit Füßen getreten werden...
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#2 Thorsten1Profil
  • 17.12.2012, 18:23hBerlin
  • Kamerun ist eines der ganz wenigen frankophonen Staaten, in dem Homosexualität strafbar ist. Der Grund liegt darin, dass ein Teil des Landes früher britisch war, was zur Folge hat, dass dort britisch-victorianische Moralvorstellungen und Gesetze immer noch Geltung haben. Das Land hat zwei Amtssprachen: Französisch und Englisch.
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#3 Timm JohannesAnonym
  • 17.12.2012, 18:31h
  • Antwort auf #2 von Thorsten1
  • @Thorsten1

    Also sehr wenig Ahnung stelle ich bei dir fest.

    Kamerun war bis zum Ersten Weltkrieg DEUTSCHE Kolonie.

    Durch den Versailler Vertrag von 1919 ging Kamerun offiziell in den Besitz des Völkerbundes über, der wiederum ein Mandat zur Verwaltung an Großbritannien und Frankreich gab. Es kam zur Aufteilung, bei der Frankreich vier Fünftel erhielt.
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#4 Thorsten1Profil
#5 TheDadProfil
  • 17.12.2012, 20:38hHannover
  • Antwort auf #3 von Timm Johannes
  • Wikipedia sei Dank -lol-

    Vergessen zu erwähnen hast Du noch das der Größte Anteil der Menschen des von Christen dort dominierten Staates durch den französchischen Einfluß katholisch sind, obwohl genügend Einwohner auch noch an überlieferten Natur-Religionen festhalten..

    Und da haben wir ihn wieder, den schwarzen Peter..

    Schönen Gruß an unseren Entwicklungshilfeminister :

    Finanzielle Förderung des Staates sofort einfrieren..

    Und an den Innminister :
    Menschen aus Kamerun die unter rassistischer Verfolgung leiden geniessen Asylrecht in der BRD..
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#6 vulkansturmAnonym
  • 17.12.2012, 22:08h
  • Antwort auf #2 von Thorsten1
  • Naja, die französische Kolonialmacht hat genauso wie die Britten in ihren Kolonien Strafgesetze gegen Homosexualität hinterlassen, man denke nur an Marokko, Tunesien und Algerien. Auch fast alle schwarzafrikanischen Staaten haben Strafgesetze gegen Homsexualität, allesamt aus der Kolonialzeit, egal ob die Kolonialherren Britten oder Franzosen waren
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.12.2012, 00:10h
  • Die Aktion "Free Roger Now" auf AllOut hat gerade etwas über 120.000 Unterstützer und dazu gehöre jetzt auch ich, denn ich habe mich an der Aktion gerade eingetragen.
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#9 timmgeert1983Anonym
#10 Peter1Anonym