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Kaum ein Team ist so weiß wie Zenit St. Petersburg.
Bild: Wiki Commons / Viatcheslav Evdokimov / CC-BY-SA-3.0GFDL

Schwulenfeindlichkeit und Rassismus vereinigt die Anhänger von Zenit St. Petersburg: Der größte Fanclub des russischen Fußballmeisters fordert, dass nur weiße und heterosexuelle Profis für den Verein spielen sollten.

Der Fanclub "Landscrona" hat am Montag das "Manifest für einen traditionellen Fußball" veröffentlicht, in dem der Verein aufgefordert wird, keine dunkelhäutigen oder schwulen Fußballer zu engagieren. In dem Schreiben heißt es, dass nicht-weiße Spieler "dem Verein aufgezwungen werden" und der Club dadurch seine Identität verliere. Schwule Spieler seien außerdem "dieser großartigen Stadt unwürdig".

Als Lösungsvorschlag erklärten die Fans, dass zunächst slawische Spieler verpflichtet werden sollten. Nur im Notfall sollte man auf Europäer oder Südamerikaner zurückgreifen. Das Manifest fordert Zenit auch auf, Spielern das Rauchen und Trinken zu verbieten.

Rassismus und Homophobie in St. Petersburg allgegenwärtig

Auslöser für den Streit war offenbar die erste Verpflichtung eines dunkelhäutigen Spielers im September: Der brasilianischen Star-Stürmer Hulk (bürgerlich Givanildo Vieira de Souza) wechselte für 50 Millionen Euro vom FC Porto in die zweitgrößte Stadt Russlands. Daraufhin beschwerte sich der russische Nationalspieler Igor Denisow, dass Ausländer mehr verdienten als einheimische Profis. Wegen der rassistischen Atmosphäre lehnte es ein dunkelhäutiger französischer Mittelfeldspieler bereits im August ab, nach St. Petersburg zu wechseln. Er hatte Todesdrohungen erhalten. In russischen Fußballstadien sind rassistische Beschimpfungen an der Tagesordnung und werden kaum geahndet. Das Land soll trotzdem 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft austragen.

Der Fußballverein Zenit, der vom russischen Megakonzern Gasprom finanziert wird, versuchte sich sofort von dem Schreiben der Fans zu distanzieren. Der Verein habe Fans unterschiedlichster Nationalitäten und Religionen, teilte der Club mit. Man lehne daher "arachaische Ansichten" ab. Der aus Italien stammende Trainer Luciano Spalletti erklärte auf der Zenit-Website, dass das Team danach strebe, sich "in die Welt-Fußball-Gemeinschaft zu integrieren".

St. Petersburg ist Anfang des Jahres in die Schlagzeilen geraten, weil die Stadtverwaltung ein Gesetz gegen "Homo-Propaganda" beschlossen hat. Es untersagt jegliche positive Diskussion über Homosexualität in der Öffentlichkeit. Anfang April gab es bereits erste Verhaftungen aufgrund des Gesetzes (queer.de berichtete). (dk)



#1 StretchingmasterProfil
  • 18.12.2012, 12:58hEssen / Holsterhausen
  • Die Spieler haben alle zu oft den Ball vor den Kopf bekommen und die Fans sind durch den Vodka-Konsum schon längst nicht mehr Zurechnungsfähig.

    Baut einfach eine ganz hohe Mauer um euer Land. Dann habt ihr es wieder so schön wie früher.

    Schönen Tag noch
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#2 zaungastAnonym
  • 18.12.2012, 14:09h
  • Antwort auf #1 von Stretchingmaster
  • Es werden Zäune sein! Keine Mauern. Zäune!

    www.br.de/fernsehen/br-alpha/sendungen/alpha-forum/christoph
    -suess-sendung-100.html


    "Schmid:

    Und die Schere zwischen Arm und Reich geht auch immer weiter auseinander.

    Süß:

    Ja, diese Schere geht weiter auseinander. Wir haben da gerade sehr unschöne Entwicklungen:

    Ich denke z. B. momentan sehr intensiv über
    Zäune nach. Denn derzeit werden ja überall Zäune gebaut. Man weiß von diesem Zaun zwischen Mexiko und den USA; die Inder wollen einen Zaun gegenüber Bangladesh bauen; die Griechen wollen einen Zaun an der Grenze zur Türkei usw. Überall gibt es Zäune, Zäune, Zäune.

    Im 20. Jahrhundert war es "die Mauer" und heute sind das Zäune. So schrecklich
    die Mauer, dieser Eiserne Vorhang auch gewesen ist, aber sie hatte ganz andere Konsequenzen als ein Zaun.

    Der Eiserne Vorhang war furchtbar
    und bäh aber er war "ehrlich". So ein Zaun hingegen ist auf eine andere Art eine ganz schlimme Angelegenheit und keineswegs was Nettes.

    Denn was passiert da eigentlich? Man sagt, man will damit die Flüchtlinge zurückhalten. Aber es kommen trotzdem immer wieder welche durch, denn man könne halt so eine lange Grenze nicht komplett sicher machen.

    Das ist Unsinn!

    Während des Kalten Kriegs konnte man quer durch ganz Europa eine Grenze machen, durch die überhaupt niemand durchkam. Man kann
    also eine Grenze sehr wohl undurchlässig machen. Aber das will in Wirklichkeit keiner.

    Viele schaffen es einfach nicht, so einen Zaun zu
    überwinden und etliche sterben auch bei diesem Versuch. Was passiert aber mit den Leuten, die durch so einen Zaun durchkommen?

    Sie sind durch diesen Zaun rechtlos geworden! Das sind jetzt Sklaven! Und genau die braucht man.

    Das heißt, man will selbstverständlich, dass immer wieder welche durchkommen, um sie danach als Sklaven für niedrige Dienste und
    ganz kleinen Lohn bei sich anzustellen. Das ist widerwärtig"
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#3 TheDad
  • 18.12.2012, 14:20h
  • Antwort auf #1 von Stretchingmaster
  • Eine Mauer ist keine Lösung, wie die in unserem Land, und vor Urzeiten, die von Jericho zeigt..

    Aber ein Anfang -lol-

    Noch besser :
    AUSSCHLIESSEN..

    Die gesamte russische Liga von allen internatinalen Wettbewerben ausschließen, so lange diese rassistischen Gesetze und Ideen dort grassieren, und die Vergbabe des Födreations-Cup 2017 und der Weltmeisterschaft 2018 zurücknehmen..

    So ein Verein "verdient" mit jedem Spiel in der Europa-Ligue wenigstens 1 Million durch Prämien, plus die Eintrittsgekder und Werbeeinnahmen..
    Die fließenden Gelder für die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft sind X-mal so hoch..

    Die Sprache des Geldes ist die einzige die solche Rassisten verstehen, und Homophobie IST Rassismus pur..

    Theo Zwanziger als Botschaffter der Initiative
    "Respekt ! Kein Platz für Rassismus"
    und Mitglied des Exekutivkommitee´s der FIFA sollte dieses Anliegen dem Internationalem Verband vortragen und auf den zu erwartenden Image-Verlust des Verbandes hinweisen, sollte sich dieser weigern entsprechende Schritte gegen die Vereine der russischen Liga und des russischen Liga-Verbandes einzuleiten..
  • Antworten » | Direktlink »
#4 -hw-Anonym
  • 18.12.2012, 14:37h
  • "Weiterhin übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung durch unsere zahlreichen Aktivitäten und langjährigen Partnerschaften in den Bereichen Kunst und Kultur, Gesundheit und Soziales, Jugend und Bildung sowie Sport, denn es ist uns sehr wichtig den gesellschaftlichen und interkulturellen Dialog aktiv zu unterstützen."

    www.gazprom-germania.de/unternehmen/unternehmensphilosophie.
    html


    Auf welcher Ebene kann man Gerhard Schröders und Henning Voscheraus Geschäftsfreunde befragen, wie sie zur Unkultur der staatlichen Feindlichkeit gegen homosexuelle Menschen stehen?

    Wie groß ist der politische Druck auf Forschende und Lehrende, die sich weigern Dinge zu verkünden, die man nur noch als wissenschaftliche Umnachtung bezeichnen kann?

    Welche Gelder fließen in welcher Höhe in diesen "kulturellen" und "wissenschaftlichen" Austausch?
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#5 lentilAnonym
  • 18.12.2012, 14:45h
  • "Als Lösungsvorschlag erklärten die Fans, dass zunächst slawische Spieler verpflichtet werden sollten. Nur im Notfall sollte man auf Europäer oder Südamerikaner zurückgreifen. Das Manifest fordert Zenit auch auf, Spielern das Rauchen und Trinken zu verbieten. "

    Wie wiederlich ist das denn?

    Wenn ihre Manschaft nicht besser spielen kann, dann lassen sie sich gerne helfen, aber sonst rasistisch und schwulenfeindlich bleiben.
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#6 Gleiche RechteAnonym
  • 18.12.2012, 14:47h
  • Ich fühle mich bei diesen rassistischen und homophoben Äußerungen, als hätten in Russland derzeit sämtliche Idioten Ausgang ...

    Offenbar gehört "das ganze sittlich verrottete Land" dringend in Therapie.
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#7 schwarzkopfAnonym
#8 kiss inAnonym
#9 good stuffAnonym
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.12.2012, 15:57h
  • Rassismus und Homophobie in seiner reinsten und widerwärtigsten Form! Die Mitglieder des Fanclubs "Landscrona" sind übelster Abschaum, anders kann man es nicht beschreiben!
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