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  • 19.12.2012           14      Teilen:   |

Trennung nach über 20 Jahren

Das Ende von Rosenstolz

Artikelbild
Peter Plate und AnNa R. gehen nun getrennte Wege

Das Berliner Pop-Duo Rosenstolz hat am Mittwoch auf Facebook seine Trennung bekanntgegeben.

"Wir waren lange sprachlos und haben uns nicht mehr gemeldet", schrieben Peter Plate und AnNa R. am Mittwoch auf Facebook. Mit diesen Worten leitete das Berliner Popduo die offizielle Ankündigung seiner Trennung ein.

"Wenn man zwanzig Jahre so intensiv gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen ist, kann es sein, dass irgendwann der Wunsch nach neuen Abenteuern immer lauter wird", heißt es weiter in der Nachricht, die viele Fans schockte. "Wir haben viel miteinander geredet, gelacht und geweint und wir haben festgestellt, dass uns so viel verbindet und wir zusammen so viel erlebt und erreicht haben, dass es jetzt der schönste Moment ist, einander Raum zu geben. Raum, diese Abenteuer einmal getrennt voneinander zu erleben. Um sich danach wieder zu treffen und einander die spannenden Geschichten und Erlebnisse zu erzählen, die man gemacht hat."

Peter Plate und AnNa R. bedankten sich bei ihren Fans für eine "wunderbare Zeit": "Ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen – Ihr seid in unseren Herzen!" Die beiden versicherten, künftig nicht vom Erdboden zu verschwinden: "Ihr werdet von uns hören, laut oder leise, hier oder da, denn ohne Musik geht es bei uns doch gar nicht!"

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Burnoutsyndrom und Bundesverdienstkreuz

Erst im vergangenen Jahr hatte Rosenstolz nach fast dreijähriger Pause mit "Wir sind am Leben" das zwölfte Studioalbum veröffentlicht. Der schwule Sänger Peter Plate hatte sich zuvor wegen eines Burnoutsyndroms behandeln lassen, nachdem er im Januar 2009 bei einem Konzert in Hamburg zusammengebrochen war. Ebenfalls im Herbst 2011 wurde das Duo im Auftrag des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet (queer.de berichtete). Damit wurde insbesondere der Einsatz der beiden Künstler gegen HIV und Aids gewürdigt.

Die 1991 gegründete Band Rosenstolz gehörte zu den umsatzstärksten deutschsprachigen Bands der letzten Jahre. Die Alben "Kassengift" (2000), "Herz" (2004), "Das große Leben" (2006) und "Die Suche geht weiter" (2008) erreichten alle den ersten Platz in den deutschen Charts. Verkaufsschlager ist "Das große Leben", das insgesamt mehr als eine Million Abnehmer fand.

Immer wieder bezog das Duo in seinen Songs auch politisch Stellung: So unterstützten Peter Plate und Anna R. 1999 die Einführung von eingetragenen Partnerschaften mit ihrem Song "Ja, ich will", den sie gemeinsam mit der Komikerin Hella von Sinnen aufgenommen haben. Zuletzt kritisierte Plate auch die Bambi-Verleihung an den homophoben Sänger Bushido (queer.de berichtete). (cw)

Links zum Thema:
» Homepage des Duos
» Rosenstolz-CDs auf Amazon
» Rosenstolz auf Facebook
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Tags: rosenstolz, trennung
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Reaktionen zu "Das Ende von Rosenstolz"


 14 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.12.2012
00:22:30


(+4, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Schade..
Und vielen Dank..


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#2
20.12.2012
08:37:02


(-4, 6 Votes)

Von XDAS


Nachdem sie mit Homohassern wie Bushido aufgetreten sind, statt den Preis abzulehnen, hatten die doch eh jede Glaubwürdigkeit verloren.

Die waren mal gut. Und vor allem aufrichtig.


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#3
20.12.2012
09:14:55


(+2, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Schade, daß sie sich trennen! Sie haben gute Musik gemacht und wären beinahe zum ESC gefahren. Ich wünsche Anna R. und Peter alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg und vielleicht gibt es ja nach ein paar Jahren ein Comeback!


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#4
20.12.2012
09:34:15


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


Sehr schade.
Trotzdem waren sie in den letzten Jahren nicht mehr DIE Rosenstolz, die ich mal liebte. Seit der heterosexuellen Kommerzialiserung, genauer gesagt seit der Entdeckung beim Grand-Prix Vorentscheid, ging es mit Rosenstolz musikalisch bergab. Das schwule, freche und schnodderige ging immer mehr verloren. Das war wohl der Preis für den Erfolg beim breiten Publikum. Es sei ihnen gegönnt!


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#5
20.12.2012
09:36:47


(+8, 8 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von XDAS


"Nachdem sie mit Homohassern wie Bushido aufgetreten sind, statt den Preis abzulehnen, hatten die doch eh jede Glaubwürdigkeit verloren."

Moment mal, Peter Plate war überhaupt der einzige, der sich während der Veranstaltung auf der Bühne gegen die Preisverleihung an Bushido ausgesprochen hat.


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#6
20.12.2012
10:23:45


(+1, 1 Vote)

Von Friedrich2


Pass auf, DIE kommt bestimmt bald solo.


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#7
20.12.2012
10:31:07


(-5, 5 Votes)

Von Waders
Aus Werne/Dortmund (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 08.05.2008


Na und, viele vor ihnen haben sich auch schon getrennt und trotzdem geht davon die Musikwelt nicht unter. Es kann nur ohne Sie besser werden.

Rosenstolz haben doch seid der Bambiverleihung jede Glaubwürdigkeit verloren. Erst grosse Klappe und dann brav den Bambi annehmen und sich artig bedanken. Selten sowas verlogendes gesehen.


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#8
20.12.2012
12:23:37


(+5, 5 Votes)

Von Tomm


Ich finde die alten Songs von ROSENSTOLZ immer noch klasse !! :-) Jedoch ab der "Sternenrakete" wars dann bloss noch "Mainstream" :-(

Ich kenne ROSENSTOLZ noch aus Zeiten, wo sie vor mehr als 20 Jahren im Renitenz Theater in Stuttgart vor 25 Leuten aufgetreten sind, und auch noch als sie sich nach jedem Konzert noch stundenlang unter ihre Fans gemischt haben.

Lang, lang ists her ... aber es war eine schöne Zeit !! :-)

DANKE Peter und AnNa R.


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#9
20.12.2012
12:27:40


(-1, 3 Votes)

Von massimo
Antwort zu Kommentar #4 von Hannibal


frech und schnodderig?

ich fande deren musik immer zu seicht.


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#10
20.12.2012
13:17:51


(-2, 4 Votes)

Von Aramis
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das wird mir jetzt eine Menge roter Kästchen bringen, aber ich sage trotzdem:

Endlich...

Nur weil Peter Plate schwul ist, wird die Musik auch nicht besser und weniger nervig...


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