Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18174

Das sieht nach "Vulkan" aus: Skulptur "Abspritzen" der österreichischen Künstlerin Karin Frank

Nicht alle männlichen Orgasmen sind gleich. Sie unterscheiden sich in Intensität, Länge und Wirkung. Eine kleine Typenkunde zum heutigen "Global Orgasm Day".

Von Carsten Weidemann

Der Vulkan
Der männlichste aller Orgasmen ist der Vulkan: Unter der Hülle baut sich langsam der Druck auf. Er wird stärker und stärker, bis er nicht mehr zu halten ist. Dann spritzt die heiße Lava unter lautem Gebrüll aus dem Berg. Man windet sich schweißgebadet, schießt weiter, stöhnt noch mehr, bis der Vulkan schließlich nach gefühlten zwei Stunden erloschen ist. Danach ist erst mal Ruhe – und zwar eine lange Zeit. Man fühlt sich ausgelaugt, glücklich und ist mit der Welt einfach nur zufrieden. Wenn jetzt der Atomschlag allem ein Ende setzt – scheißegal! Diese Orgasmus-Form tritt besonders dann auf, wenn man tagelang, manchmal sogar länger als eine Woche, weder Sex gehabt noch selbst Hand angelegt hat. Das Sperma ist dabei besonders farbenfroh, und dein bestes Stück zeichnet sich durch echte Weitschüsse aus. So mancher Sexpartner, der nichts von diesem Druck wusste, ist dabei schon abgeschossen worden. Und nicht wenige haben einen Schuss ins Auge bekommen, was entsetzlich brennt. So ein Vulkan ist eben nicht harmlos. Am besten danach einfach einschlafen – oder schöne Musik hören, denn die ausgestoßenen Endorphine sorgen für ein langes Glücksgefühl – und das ganz ohne illegale Drogen und ohne böse Nebenwirkungen.

Die Welle
"Wir müssen los / irgendwas schiebt uns, zieht uns / uns umgibt der Glanz der Sonne / Lass uns Wellenreiten geh'n! / Heute fall'n wir / hundert Pro nicht vom Brett. " Die Musik-Band Sportfreunde Stiller redet in ihrem Lied wohl wirklich von einem heißen Wellenreiter an der kalifornischen Pazifikküste. Mit der Welle ist allerdings kein tsunamiartiger Sturm gemeint: Eine sanfte "perfekte Welle", die über das Meer gleitet und einen langsam zum Höhepunkt bringt, bevor sie bricht – das ist das Bild für diesen Orgasmus. Man treibt dahin, bis das Abspritzen einen sanft dahingleiten lässt. Diese Form ist weit weniger leidenschaftlich als der Vulkan – wohl eher das vertraute Liebesspiel einer langen, glücklichen Beziehung. Er ist aber keinesfalls langweilig: Ein langes Vorspiel, zärtliche Berührungen – vielen ist das lieber als die nackte Leidenschaft, nach der man doch nur schmerzende Brustwarzen vom zu langen Tittentrimm und aufgeschürfte Knie vom harten Fick auf dem Küchenboden hat.

Der Sturm
Man spricht von einem reinigenden Gewitter – genau das ist der Sturm. Danach sieht alles anders aus: Auch beim Sex ist er die vielleicht am deutlichsten spürbare, aber am Ende doch friedlichste Form. Leidenschaftlich betört sich das Paar, das eine gewisse Vertrautheit braucht. Man kennt sich gegenseitig, man weiß, was zu tun ist, um eine Orkan-Böe zu erzeugen, aber man weiß auch, bevor man aufhören muss, um böse Schäden zu vermeiden. Besonders sexerfahrene Experten – die mit asiatischen Lehren vertraut sind – erleben den Orgasmus als Sturm: Experten, die die Kunst des multiplen Orgasmus gemeistert haben. Man kann das Wetter kontrollieren, ist aber dennoch von der Naturgewalt Wind hin- und hergerissen. Der Sturm bricht aus jeder Öffnung und jeder Pore des eigenen Körpers hervor. Die Meister, die über die Techniken multipler Orgasmen verfügen, können diesen Sturm über Stunden aufrechterhalten. Daher das alte erotische Bild von Sex im strömenden Regen. Wer den Sturm gefühlt hat, dieses Auf und Ab und die Höhepunkte der donnernden Blitze – wird nie wieder etwas anderes erleben wollen.

Die Achterbahn
Vor allem Jugendliche mögen die gute alte Achterbahn auf den großen Volksfesten. Und vor allem Jungspunde erleben den Sex als Achterbahn. Es ist etwas, das man nicht kontrollieren kann, das in festen Bahnen verläuft. Es geht bergauf, das Sperma spritzt aus allen Poren beim Weg ins Tal. Dann setzt der jugendliche Körper zum nächsten Höhenflug an. Die Achterbahn ist die archaischste Form des Orgasmus: Sie wird seit dem Beginn der Menschheit betrieben. Wer potent ist und einen Schwanz hat, wird schon auf der Achterbahn gefahren sein. Vom Homo erectus bis zum 17-jährigen Bäckergesellen, der bislang noch kleine Brötchen bäckt – diese aber umso mehr genießt. Irgendwann wird dieses starre Rein und Raus (oder Rauf und Runter) jedoch langweilig. Und auch biologisch wird es schwerer und schwerer, einfach nur drauflos zu poppen, ohne zu denken. Aber im Laufe des Lebens erinnert sich jeder gern an den Beginn seiner Orgasmus-Karriere – und an die damit verbundenen waghalsigen Fahrten.



Abgespritzt

Ein neuer Bildband aus dem Bruno Gmünder Verlag rund ums Thema Sperma: "cum".
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 daVinci6667
  • 22.12.2012, 18:34h

  • Ziemlich phantasievoll und nicht ganz ernst zunehmender Artikel.

    Eines ist aber falsch, einen Schuss ins Auge zu bekommen ist zwar unangenehm, aber manchmal nicht zu vermeiden. Wirklich entsetzlich gebrannt hats mich aber bisher nie, noch hat einer wegen meinem verschossenem Saft je aufgeschrien. Sperma ist doch keine giftige Chemikalie, lieber Autor!

    Oder esse ich vielleicht zuwenig Salz oder Chili, lach?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Audi5000Anonym
  • 23.12.2012, 14:05h

  • Mmm also wenn ich Wixxe hab ich wohl auch den Vulkan, wenn's mir ein anderer macht eher den Sturm! Und meist könnt ich dann schon wieder. Wie geht es euch?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 parkAnonym
#5 daVinci6667
  • 23.12.2012, 17:06h
  • Antwort auf #4 von park

  • Wer Angst vor plötzlich auftauchenden Feinden hat, sollte dann aber schon mal anfangen zu wichsen um jederzeit parat zum abspritzen zu sein! Sicher ist Sicher, Vorsorge muss sein!

    So einen "Kampf" möchte ich zu gerne mal sehen! Gibts davon auch ganze Massenschlachten.....
  • Antworten » | Direktlink »
#6 David77Anonym
#7 alexander