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Hamburg Eine Bundesratsinitiative zur teilweisen Besserstellung Verpartnerter ist am Freitag in der Länderkammer gescheitert. "Dem Hamburger Senat ist es nicht gelungen, genügend Unions-Ministerpräsidenten von der Notwendigkeit der Initiative zu überzeugen", kommentierte Manfred Bruns vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) nach der Entscheidung. "Der LSVD fordert die politischen Kräfte in der Länderkammer, die das Lebenspartnerschaftsrecht ausbauen wollen, auf, nun nach vorne zu schauen, konstruktiv zusammenzuarbeiten und weiter für Verbesserungen zu werben", so Bruns, der diese Forderung speziell an die FDP richtete. "Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich, wenn das derzeit im Bundestag beratene Gesetz zur Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsrechts in den Bundesrat kommt", so Bruns. (nb/pm)



#1 RohrkrepiererAnonym
#2 MarstophProfil
  • 16.10.2004, 17:15hBerlin
  • Die Hamburg-Initiative war nur Stückwerk und hätte weitere Ungerechtigkeiten zementiert. Besser so!
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#3 SvenAnonym
  • 16.10.2004, 19:19h
  • Ich bin für die Anerkennung der Ehe als Lebenspartnerschaft!

    Wenn endlich vor dem Gesetz die Ehe wie jede andere Lebenspartnerschaft behandelt werden würde, dann würden sich sehr schnell viele Probleme wie von selbst lösen.
    Von mir aus kann dann auch die Katholische Kirche "ihre Ehe" behalten.
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#4 gerdAnonym
  • 17.10.2004, 12:01h
  • Die Initiative aus Hamburg war sehr gut und richtig; erstmals zeigte dies mehr als deutlich, dass auch in der CDU viele konservative Politiker das Lebenspartnerschaftsgesetz nicht mehr in Frage stellen Es wird sogar klar, dass diese weitere, bisher fehlende Rechte für homosexuelle Paare befürworten.

    Damit ist die Diskussion, die bereits erfolgreich in den Parteien PDS, Grüne, SPD und FDP verlaufen ist, im Herzen der CDU angekommen; man kann genau beobachten, welche Politiker in der CDU/CSU die Lebenspartnerschaft akzeptieren und mit homosexuellen Paaren "keine Probleme" haben.

    Im Hintergrund hängt dies mit der Haltung der EKD zusammen, die in den Schriftsätzen "Mit Spannungen leben" von 1996 und "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken" von 2000 gelebte Homosexualität als ethisch verantwortbar erklärt hat.

    Mit den Entscheidungen von mittlerweile 11 Landeskirchen der EKD, die in einem weiteren Schritt gottesdienstliche Segnungen/Segnungandachten homosexueller Paare befürwortet haben, sind diese Landeskirchen sogar einen zweiten Schritt in der Anerkennung homosexueller Paare gegangen.

    Für evangelische CDU-Politiker gilt damit, dass Ihre Kirche halt nicht gelebte Homosexualität als Sünde ansieht, während dies in der katholischen Kirchenleitung in Rom leider anders aussieht.

    Daher ging es letztlich nicht darum, inwieweit das Gesetz aus Hamburg in der Sache wirklich gut ist, sondern der Erfolg "liegt" darin, dass die Initiative aus den Reihen der CDU, dem evangelischen Norden der Republik, kommt.
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