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  • 28.12.2012, Autor: Norbert Blech           6      Teilen:   |

Doku: Die jungen, mutigen Aktivisten des Ostens


Der Aktivist Sergey Yenin beim CSD in Minsk 2010, kurz vor seiner Verhaftung

Es gibt Dokumentationen, die so wichtig sind, dass man sie in Schulen, zumindest in schwulen und lesbischen Jugendzentren zeigen sollte. "East Bloc Love" gehört dazu, der Film des jungen Australiers Logan Mucha erzählt über die ebenfalls junge Schwulen- und Lesbenbewegung in verschiedenen osteuropäischen Staaten. Er ist derzeit im Rahmen eines Festivals in voller Länge und kostenlos online verfügbar, wenngleich auf Englisch und ohne Untertitel.


Regisseur Logan Mucha mit Kamera 2011 in Moskau

Wir schreiben das Jahr 2010. In Minsk beginnt ein Haufen junger, sehr junger Aktivisten, den ersten CSD in Weißrussland zu planen. Sie sind ängstlich. Einige waren ein Jahr zuvor beim "Slavic Pride" in Moskau dabei, und wissen, dass man in Russland mit Angriffen und kurzfristigen Verhaftungen rechnen muss. Nun sind die Aktivisten aus Moskau mit dabei beim "Slavic Pride" in Minsk, und keiner weiß, wie die letzte Diktatur in Europa reagieren wird. Härter? Alle sind ängstlich. Aber sie ziehen den CSD durch. Welchen Mut, welchen Antrieb das braucht, das spürt man erst in dieser Dokumentation.



Die ganze Doku (70 Minuten)

Auf dem langen Planungsweg zum CSD lauern Nationalisten, bei der Demonstration selbst dann die Staatsmacht. Die jungen Aktivisten werden brutal verhaftet und für zwei Tage festgehalten (s.a.: "Meine dramatischsten 48 Stunden"). Das letzte Wort, die letzten Bilder haben aber die Aktivisten, die zum Schluss Ballons in Regenbogenfarben in die Luft lassen. "Can the Pride of a brave few rise above a nation's Hate?" heißt der Untertitel der Doku.

Sie erzählt ansonsten aus Estland, Lettland, Rumänien und Polen. Alles endet mit dem Europride in Warschau, dem ersten europäischen CSD im ehemaligen Ostblock. Die junge Homo-Bewegung ist gekommen, um zu bleiben.

Was passierte nach der Doku, was wurde aus der Hauptfigur? Sergey Yenin flog wegen des CSD von der Uni. Er lebt und studiert inzwischen in Warschau. Ein Jahr später nahm er wieder am "CSD" in Minsk teil, aufgrund eines erneuten Verbots und zahlreicher Drohungen verzichteten die Aktivisten auf eine große Demo und trugen stattdessen einen Sarg durch die Gegend, der als Symbol für den Zustand der Demokratie im Land stand.




Auf dem Sarg: Ein CSD in Figuren, gebastelt von Sergey.

2011 nahm Sergey am CSD in Berlin teil, auch an einem Protest vor der russischen Botschaft, als stellvertretend wie mahnend Plakate mit den Aktivisten aus Moskau und Minsk vor der Botschaft hochgehalten wurden.



Sergey war somit gleich doppelt präsent. Man erinnert sich da an seine Worte aus dem Film: "Wenn du nicht sichtbar bist, bist du niemand."

Homepage von "East Bloc Love", Facebook-Seite
Fotos: Norbert Blech (Logan Mucha), Charles Meacham (alle anderen)

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Tags: east bloc love, minsk, weißrussland, sergey yenin
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Reaktionen zu "Doku: Die jungen, mutigen Aktivisten des Ostens"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
28.12.2012
12:01:02


(+7, 9 Votes)

Von Felix


Das sind wahre Helden!

Die Helden unserer Zeit!


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#2
28.12.2012
12:28:33


(+5, 7 Votes)
 
#3
28.12.2012
13:56:06


(-2, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Dann aber schnelll nachsynchronisieren und dann im Fernsehen zeigen!


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#4
29.12.2012
04:38:59


(-3, 5 Votes)

Von SlawenFelix
Antwort zu Kommentar #1 von Felix


Ich glaube mittlerweile nicht mehr dass Paraden veranstalten so ne gute Idee ist-in Weissrussland und Russland sicher nicht. Ich denke, man sollte hier sich etwas anpassen statt auf schrill und Regenbogen zu setzen. Ich kenne die Leute da-und viele,die eigentlich Sympathien hätten, werden so weggedrängt...


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#5
30.12.2012
11:27:24


(0, 2 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von FoXXXyness


Eine normale Synchro kostet 40- 50.000.
Für ne Doku mag es ein paar Euro billiger sein, aber das holt man unmöglich wieder rein bei solchen Nischenproduktionen die nie zum Geld verdienen gedacht waren.
Selbst bei schwulen Kauf-DVDs ist das Risiko offenbar meist zu groß.


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#6
02.01.2013
17:26:32


(+2, 2 Votes)

Von I Ramos Garcia


Revolution ist doch in diesen Laender schwierig, aber absolut notwendig


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