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  • 30.12.2012           6      Teilen:   |

Ungarn

Budapests historische Bäder

Artikelbild
Das Rudas-Bad gilt als das schönste der noch von den Türken erbauten Bäder Budapests
Foto: Ungarisches Tourismusamt

Die historischen Thermalbäder der ungarischen Hauptstadt waren schon immer ein Treffpunkt schwuler Männer – der Besuch ist für Touristen ein Muss.

Die historischen Budapester Thermalbäder sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Budapest ist dabei nicht nur das einzige Kurbad, das zugleich Hauptstadt ist, sondern auch die größte Kurstadt des Kontinents. Aus über 120 heißen Quellen sprudeln täglich über 30.000 Kubikmeter mineralstoffreiches Wasser in 21 Bäder, von denen zehn Heilbäder sind.

Gerade zur kalten Jahreszeit ist ein Thermenbesuch ein belebendes und gesundheitsförderndes Erlebnis: Ein beliebter Treff für Jung und Alt ist beispielsweise das Király-Bad in zentraler Lage der Stadt. Anders als andere Bäder ist es nicht auf eigenen, natürlichen Warmwasserquellen errichtet, sondern wird von den Quellen am Lukács-Bad gespeist. Sinn dieser Maßnahme durch die Türken war es, ein Bad innerhalb des Festungsringes zu haben, um auch im Fall einer Belagerung ein wohltuendes Bad zu sich nehmen zu können. Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg, wurde es renoviert und 1950 wiedereröffnet. Zur Therapie der Erkrankung der Bewegungsorgane werden heute das Bewegungsbad im Heilwasserbecken, das Wannenbad mit Heilwasser, die Unterwasserstrahlmassage und die medizinische Heilmassage angeboten.

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Getrennte Bäder für Männer und Frauen

Das berühmteste Bad der Donaumetropole: Gellért - Quelle: budapestinfo.hu
Das berühmteste Bad der Donaumetropole: Gellért (Bild: budapestinfo.hu)

Entspannungssuchende kommen auch im Gellért-Bad, am Ufer der Donau, voll auf ihre Kosten. Das im Sezessionsstil gebaute historische Bad ist das berühmteste der Donaumetropole. Die Quellen des Gellértberges liefern das gesundheitsfördernde Wasser in das Bad, das 1918 eröffnet wurde. Das von verspielt geformten und mosaikbestückten Mauern umrahmte Außenbecken wurde 1927 eröffnet und war damit das erste Wellenbad weltweit. 1934 folgte ein Sprudelbad. Das Dach des inneren Hauptbeckens wird bei gutem Wetter geöffnet. Zusätzlich zu den gemischten Schwimmbecken gibt es getrennte Thermal- und Dampfbäder für Männer und Frauen. Neben der opulenten Ausstattung mit drei Außen- und zehn Innenbecken (26 bis 38°C) lässt das große Angebot an therapeutischen Maßnahmen keine Wünsche offen.

Der unmittelbar an der Donau, zu Füßen des Gellért-Berges gelegende Gebäudekomplex des Rudas-Bades wurde um 1550 mit einem Thermalbad begründet und ist mehrfach erweitert worden. Die bedeutendsten Erweiterungen waren 1883 die Errichtung des Dampfbades, 1986 die Errichtung eines Hallenschwimmbades sowie die Ergänzung um eine Physiotherapieabteilung. Der Kern des historischen Bades, das Thermalbad, wurde 1566 unter Herrschaft des Sokollu Mustafa Pascha umgebaut, ist aber seither jedoch kaum verändert worden. Es befindet sich somit heute noch annähernd im fast 450 Jahre alten Originalzustand – damit ist es das älteste und gilt als das schönste der noch von Türken erbauten Bäder Budapests. Der Zutritt zum Thermalbad war traditionell Männern vorbehalten und galt als Treffpunkt für Journalisten und Politiker. Mittlerweile wurden auch "Damentage" eingeführt. An den Wochenenden steht das Bad beiden Geschlechtern zur Verfügung.

Small Talk im Dampf des Heilwassers

Kommunikativ: Schachspieler im Széchenyi-Bad
Kommunikativ: Schachspieler im Széchenyi-Bad (Bild: budapestinfo.hu)

Der heimliche gesellschaftliche Mittelpunkt Budapests ist das Széchenyi-Bad, das auch gleichzeitig das bei schwulen Männern beliebteste Heilbad ist. Mehr als Flirten und Kennenlernen passiert hier natürlich nicht!

Im Széchenyi-Bad treffen sich Menschen aus allen unterschiedlichen Schichten. Politische Debatten, stilvolle Unterhaltungen oder leichter Small Talk – im Dampf des Heilwassers und in Angesicht des bis heute größten Badekomplexes Europas erfahren Urlauber mehr über die Ereignisse des öffentlichen Leben Ungarns als aus den Tageszeitungen. Durch die gemeinsame Entspannung entstehen interessante Gespräche und eine kameradschaftliche Stimmung.

Das historische Bad öffnet bereits um sechs Uhr in der Früh und eignet sich damit hervorragend für einen besonderen Start in den Tag. Gäste erfreuen sich darüber hinaus an der weitläufigen und spektakulären Anlage, die über drei Außen- und zwölf Innenbecken mit unterschiedlichen Temperaturen verfügt. (cw/pm)

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Tags: budapest, thermalbäder
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Reaktionen zu "Budapests historische Bäder"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
30.12.2012
12:04:15


(-3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Leider wurde eines dieser historischen Bäder von einer bumsfidelen Versicherung mal für zügellose Heterosexorgien mißbraucht! Trotzdem sind die Locations eine Reise wert!


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#2
30.12.2012
12:29:22
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von gutt


Jedenfalls sind die jungen Männer dort lieber als manche Osteuropäer in deutschen Bädern und Saunen, in denen sie sich als dreiste Stricher verdienen.


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#3
30.12.2012
12:53:42


(+4, 6 Votes)

Von lacimaci


Es passiert inzwischen in keinem Bad mehr als Flirten, die waren mal schön, interessant und wild...vorbei, vorbei! Wirklich schade, die Bäder waren mal eine echte, exotische Attraktion.


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#4
30.12.2012
13:04:23


(+3, 3 Votes)

Von lacimaci
Antwort zu Kommentar #3 von lacimaci


@gutt

Die Bäder waren voll von rumänischen, ukrainischen und anderen Strichern. Aber eben nicht nur, zwischen Uralten und Strichern gab es auch ganz leckere, nicht kommerzielle Exemplare.


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#5
30.12.2012
15:39:27
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von Audi5000


Ich war schon im Szechenyi und im Gellert! Also Architektonisch echt schön, aber bei der Hygiene Mangelt es schon etwas. Beim Gellert läuft man z.B. mit Straßenschuhen durch das Bad zum Saunabereich! Die sind auch Heute noch nach Geschlechtern Getrennt. Drum Verstehe ich nicht warum es dort wohl Üblich ist mit Handtuch um oder sogar, mit Lendenschurz (lach) in die Sauna zu gehen?


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#6
11.03.2013
19:18:26


(-1, 1 Vote)

Von Timm Johannes


*
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*
Link zu www.zeit.de

-------

Also zwar hat bereits eine sozialdemokratische Regierungen vor einigen Jahren ein Lebenspartnerschaftsinstitut eingeführt, aber nach den letzten Parlamentswahlen konnten konservative und rechtsorientierte Parteien eine 2/3 Mehrheit in Budapest erreichen.

Nun wird in Ungarn an der Verfassung herummanipuliert, unter anderem wird der Familienschutz auf Mann und Frau umformuliert, so dass künftig eine Eheöffnung in Ungarn sehr sehr schwierig sein wird.

Die Entwicklungen in Ungarn sind sowieso sehr kritisch zu bewerten, das die Regierung dem Verfassungsgericht die Inhaltskontrolle über Verfassungsänderungen entziehen will und es zudem sehr willkürlich ein Recht haben will, wonach bestimmte Verfahren einem von der Regierung jeweils genehmen Gericht zugewiesen wird.

Darüber sollte die Queer-Redaktion einen Artikel schreiben ("oder ihr habt es vielleicht schon und ich kann ihn nur nicht finden").


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