Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18230
  • 31. Dezember 2012, noch kein Kommentar

Weniger Muskelschmalz, mehr Kopf-Muckis sind gefragt bei den neuen "Themenwerkstätten". Foto: 7tenths / flickr / cc by 2.0

"Keine Atempause, Geschichte wird gemacht…" Der Fehlfarben-Hit von 1982 gilt wieder ab 2013. In den neuen "Themenwerkstätten" für Menschen mit HIV wird gemeinsam an neuen gesellschaftspolitischen Ideen geschraubt.

Von Christian Scheuß

Die "Themenwerkstätten" sind ein neues Angebot für Menschen mit HIV, "die gemeinsam an gleichen Inhalten arbeiten, Ziele definieren, aktiv ihre eigenen Interessen vertreten und gesellschaftliche Veränderungen anstoßen wollen". So definiert die Deutsche Aids-Hilfe (DAH) das brandneue Angebot, dass mit der Jahres-Programmübersicht im Dezember erstmals vorgestellt wurde. Dass großes Interesse besteht, sich über die wichtigen sozialen und politischen Fragen im Zusammenhang mit der eigenen Erkrankung Gedanken zu machen, war auf der letzten Selbsthilfekonferenz "Positive Begegnungen 2012" in Wolfsburg klar geworden.

Fleißig wie bei den sieben Zwergen will man 2013 nun an insgesamt sieben Themen werkeln und basteln. Was bei den Themenwerkstätten roh gezimmert und geformt wird, soll bei den kommenden bundesweiten Positiventreffen in Arbeitsgruppen sowie auf einer neuen Internet-Kommunikationsplattform den nötigen Feinschliff bekommen.

Damit der "Workflow" von Anfang an läuft wie geschmiert, will man sich während der ersten Werkstatt erst einmal überlegen, mit welchen Werkzeugen, Arbeitsformen, Methoden und Kommunikationsformen gearbeitet werden soll. Das Internet mit seinen vielen Möglichkeiten wird hier ein zentraler Pfeiler für diese Struktur sein.

Keine Atempause, es geht voran...

Ist die Werkstatt eingerichtet, geht es ans Eingemachte. Beim zweiten Treffen dreht sich alles um eine bislang noch kaum beachtete Frage: Wie soll eigentlich die HIV/Aids-Geschichte archiviert und erforscht werden? Archive, Verbände, und Projekte haben alle ihre eigenen Sammlungen und Dokumente um Erlebnisse und das Wissen mit HIV lebender Menschen. Es macht Sinn, dies zusammenzutragen, zu ordnen und anschaulich darzustellen, um es für jüngere Generationen erfahrbar zu machen und so das Miteinander innerhalb der Positiven-Community zu stärken.

Die folgenden Themenwerkstätten werden sich befassen mit "HIV und Arbeit", "Abbau von Diskriminierung im Medizin- und Gesundheitssystem sowie in Sportvereinen", "Versorgung von Menschen im Alter und bei Pflegebedarf", "Kollektiver Umgang mit (verinnerlichter) Stigmatisierung, Schuld und Verantwortung, sowie der Kriminalisierung von Menschen mit HIV. Und zuletzt die Frage, wie Safer Sex neu definiert werden kann im Lichte der medizinischen Erfolge (Stichworte: Viruslastmethode, EKAF, Nichtinfektiosität unter Therapie).

Wann finden die Themenwerkstätten statt?

Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben. Wer mitwerkeln will, erhält weitere Informationen bei Heike Gronski, Tel. 030 / 69 00 87 50, heike.gronski@dah.aidshilfe.de

Disclaimer

Dieser Artikel wurde inhaltlich frei von einem queer.de-Autoren verfasst. Der Themenkanal "Gesundheit HIV+" wird durch Unterstützung von "GILEAD Sciences GmbH" ermöglicht.