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So präsentiert sich der Leverkusener Rene Trötschel (24) den Usern beim Voting.

Ein Kölner Telekommunikations-Anbieter fährt eine Werbekampagne mit Menschen mitten aus dem Leben. Unter den Bewerbern für das kommende Motiv sind viele Schwule. Heißester Kandidat: Rene. Er kämpft um jede Stimme.

Von Christian Scheuß

Wer in den Metropolen des Rheinlandes einen Telefon- oder Internetanschluss bestellt, der hat seit einigen Jahren eine lokale Alternative zu den nationalen Anbietern. In der Vergangenheit hat sich das Kölner Telekommunikations-Unternehmen eher typisch volkstümlich präsentiert. Doch nun versucht man sich einen etwas hipperen Anstrich zu geben, und hat einen Model-Wettbewerb ins Leben gerufen, bei dem es ein Fotoshooting samt Ruhm, Ehre und 5.000 Euro zu gewinnen gibt. Beworben wird die Aktion, die über die Firmen-Website und die sozialen Netze promotet wird, so: "Wir kommen von hier – deshalb suchen wir Menschen von hier. Menschen wie Du und ich. Egal, ob dick oder dünn, jung oder alt – jeder kann mitmachen." Oder auf gut Kölsch formuliert: "Jeder Jeck ist anders".

Wer sich in der Galerie bei den männlichen Kandidaten umschaut, der könnte glatt glauben, er sei heimlich zu Gayromeo umgeleitet worden, nur dass dabei das typische Blau der Datingsite verloren gegangen ist. Wir treffen dort auf zum Beispiel auf Marcel. Auf dem selbst geschossenen Foto trägt er in der oberen Hälfte seines Gesichts Make-Up, während er die untere Hälfte mit einem pinken Nassrasierer bearbeitet. Ralf hat als Beruf "Künstler", als Hobby "Travestie" angegeben. Sein Motto unter seiner Bewerbungs-Karte: "Ich bin halt eine schräge Nudel". Bei vielen weiteren Bewerbern springt ebenfalls sofort das "Gaydar" an. Und dann ist da auch noch Rene. Ein 24-jähriger Postbote aus Leverkusen in Modelpose.

Virales Marketing knallhart: 50 Profile bei Gayromeo anlegen


Schlagersänger "Bürgermeister" thront auf Platz Eins, Rene hofft noch aufholen zu können (Bild: Screenshot)

Rene Trötschel ist ein heißer Anwärter für die Endrunde, bei der sich die fünf Bewerberinnen und Bewerber mit den meisten Votes einer Jury stellen werden. Für die derzeit rund 630 Stimmen, die er einsammeln konnte, hat der Briefträger knallhart virales Marketing betreiben müssen. "Ich konnte bei Facebook 2.000 Freunde zusammenbringen. Bei Gayromeo habe ich über 50 Profile angelegt, die aber alle schnell wieder gelöscht wurden. Das war ganz schön anstrengend." Alle, die bei seinem Profil vorbeischauen, bittet er inständig um Unterstützung.

Mit 18 hatte der Leverkusener sein erstes Fotoshooting. Nach einer längeren Pause ist die Bewerbung als "Plakat-Model" sein Wiedereinstieg in ein Metier, das ihm sehr viel mehr am Herzen liegt als Post in Briefkästen zu werfen. Auch wenn er selbst skeptisch ist, ob er aus seinem Hobby tatsächlich eine berufliche Karriere bauen kann, die ihn auch ernährt, tut er beinahe alles dafür.

Implantate – "Silikontitten" – gibt es ebenfalls für den Hintern


Rene bei einem seiner ersten Shootings, noch mit Original-Hintern (Bild: Mirko Furrherr)

"Nach Karneval werde ich mir Silikonkissen in die Pobacken einsetzen lassen, damit er exakt so aussieht, wie ich ihn haben will." Die Schönheits-OP wird ihn nicht nur wochenlang daran hindern, auf seinen vier Buchstaben sitzen, geschweige denn normal laufen zu können. Er hat für den Eingriff sogar einen Kredit über 10.000 Euro aufgenommen.

Neben dem Spaß, den es Rene nach eigener Aussage bereiten wird, sollte er tatsächlich ab Sommer für das Kölner Unternehmen von den Plakatwänden lächeln, hat er damit auch ein ganz handfestes Motiv, kräftig die Werbetrommel für sich zu rühren: "Eine Seite von der Arsch-OP wäre dann bereits abbezahlt", grinst er.

Abstimmen?

Bis zum 8. Januar kann noch online abgestimmt werden. Wer Rene seine Stimme geben möchte, klicke hier. Alle weiteren Infos und Kandidaten hier.


#1 DrLoveAnonym
  • 01.01.2013, 21:42h

  • Auf zwei der Fotos sieht er wirklich wie ein hübscher Junge aus, auf den anderen aber wie eine gekünstelte Vogelscheuche.

    Krass wie unterschiedlich man auf Fotos aussehen kann.
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#2 Tim HAnonym
  • 01.01.2013, 22:38h
  • Habt Ihr ein Date mit dem Typen in Aussicht oder warum müssen wir sowas hier lesen?
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#3 HannibalEhemaliges Profil
#4 wanderer LEAnonym
  • 02.01.2013, 07:42h
  • Silikon für den Arsch - ist das der Silvesterscherz von Queer? Auf was für Ideen die Leute kommen, man sollte es nicht für möglich halten.
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#5 FOX NewsAnonym
  • 02.01.2013, 09:10h

  • Ich wuerde wg dem Model nicht den Telefonanschluss wechseln ... was will ich bei "Huschen-Com" ... sorry der geht gar nicht.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 FOX NewsAnonym
#8 FOX-NewsAnonym
#9 saltgay
  • 02.01.2013, 12:44h
  • Da darf ich wohl nur noch die Redaktion fragen: "Essen regelmäßig - Stuhlgang schmeckt?" Wie tief soll das Niveau denn noch sinken? Das ist ja wie bei RTL2.

    Von mir aus kann sich dieser Postbote eine Webcam mit Mikrofon und Sender in seinen Hintern einpflanzen lassen, damit der Community auch kein feuchter Furz in Ton und Bild entgeht. Das ist sein Privatvergnügen.

    Ich finde es aber ätzend offenkundig voyeuristische Neigungen, die eher einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung entprechen hier öffentlich zur Schau zu stellen. Das sollte den Privatsendern vorbehalten bleiben, die mit dieser Art von Volksverdummung und -verhetzung einen Reibach machen.

    Was mich persönlich ärgert, ist die Tatsache, dass hier offenkundig die neoliberale Schiene gefahren wird: "Bildung ist überflüssig, der Markt wird es schon richten, Geld stinkt nicht und Hauptsache man vermarktet sich gut."

    Damit verkommt der Mensch zur Ware - in diesem Falle zu stilisiertem Frischfleisch. Aber man sieht ja an den Kommentaren, dass es anscheinend genügend Unbedarfte gibt, die nach solchen Meldungen lechzen. Queer betreibt so Klientelpolitik - wie das Vorbild die FDP.
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#10 leuchtgebieteAnonym