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Der Milliardär Silvio Berlusconi hat in den letzten Jahrzehnten die italienische Politik bestimmt: Er war von 1994-1995, 2001-2006 und 2008-2011 Ministerpräsident.
Bild: Alessio85 / flickr / cc by 2.0

Silvio Berlusconi bereitet sich mit einem homophoben Kommentar auf den Wahlkampf vor: In einem Radiointerview erklärte der 76-Jährige, dass ihm nie vorgeworfen worden sei, schwul zu sein.

Im Sender Radio Capital sagte der frühere Ministerpräsident: "Die Linke hat mir alles vorgeworfen, außer schwul zu sein und Geld von den Italienern zu stehlen", so Berlusconi. Als der Interviewer fragte, ob Berlusconi Homosexualität als Vorwurf auffassen wollte, gab der Politiker die Standardantwort: "Ich habe viele schwule Freunde. Sie sind freundlich und lustig."

Berlusconi hat bereits wiederholt seine Heterosexualität betont: So sagte er 2010, als er noch italienischer Ministerpräsident war: "Es ist besser, leidenschaftlich über schöne Mädchen zu sein, als schwul" (queer.de berichtete).

Berlusconi gegen Homo-Rechte

Die Gleichbehandlung von Homo-Paaren hat Berlusconi stets abgelehnt. So sagte er kurz vor seinem Rücktritt als Ministerpräsident im Jahr 2011, dass gleichgeschlechtliche Paare "nie auf einer Stufe mit traditionellen Familien stehen" würden. Es gebe "nur eine Art der Familie", nämlich die heterosexuelle, sagte er (queer.de berichtete).

Derzeit muss sich Berlusconi gegen mehrere Anklagen wehren: So wurde er im Oktober 2012 wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe verurteilt. Er hat allerdings Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Außerdem ermitteln die Behörden, weil er Sex mit einer minderjährigen Prostituierten gehabt haben soll.

In den letzten Wochen machte er zudem mit seiner Scheidung von sich reden: Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, muss der Milliardär seiner früheren Frau drei Millionen Euro pro Monat an Unterhalt zahlen. Er hat sich inzwischen schon wieder verlobt, mit dem rund 50 Jahre jüngeren früheren Showgirl Francesca Pascale.

Italien ist im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern bei Homo-Rechten rückständig: So erkennt das 60 Millionen Einwohner zählende Land keine Homo-Partnerschaften an und hat nur einen begrenzten Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben – Homosexuelle dürfen etwa anders als in Deutschland beim Zugang zu Dienstleistungen wegen ihrer Sexualität benachteiligt werden. Homo-Aktivisten hoffen, dass es zu Verbesserungen nach der Parlamentswahl kommt, die voraussichtlich im April stattfinden wird. Derzeit liegt Berlusconis konservative Partei "Volk der Freiheit" Umfragen zufolge klar hinter den Linksparteien. (dk)



#1 Thorsten1Profil
  • 02.01.2013, 11:44hBerlin
  • Italien ist das einzige west-europäische Land, in dem man mit Homo-Haß Wählerstimmen gewinnen kann.
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#2 FoxieAnonym
#3 goddamn liberalAnonym
#5 reiserobbyEhemaliges Profil
#6 finkAnonym
#7 FelixAnonym
  • 02.01.2013, 13:28h
  • Dieser Lustgreis sollte lieber weiterhin Nutten für seine peinlichen Bunga-Bunga-Partys mieten und damit rumprahlen, statt seine miserable, antidemokratische Politik zu machen.

    Und so jemand wagt es auch noch, sich über Schwule und Lesben zu äußern.
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#8 folgerichtigAnonym
#9 ReiseführerAnonym
#10 RobinAnonym
  • 02.01.2013, 13:57h
  • Dass Konservative sich immer auf Kosten von Minderheiten profilieren müssen und immer nur mit dem Schüren von Hass und Vorurteilen ihre Anhänger mobilisieren können...
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