Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 02.01.2013           30      Teilen:   |

Italien

Homo-Feind Berlusconi in Hochform

Artikelbild
Der Milliardär Silvio Berlusconi hat in den letzten Jahrzehnten die italienische Politik bestimmt: Er war von 1994-1995, 2001-2006 und 2008-2011 Ministerpräsident.
Bild: Alessio85 / flickr / cc by 2.0

Silvio Berlusconi bereitet sich mit einem homophoben Kommentar auf den Wahlkampf vor: In einem Radiointerview erklärte der 76-Jährige, dass ihm nie vorgeworfen worden sei, schwul zu sein.

Im Sender Radio Capital sagte der frühere Ministerpräsident: "Die Linke hat mir alles vorgeworfen, außer schwul zu sein und Geld von den Italienern zu stehlen", so Berlusconi. Als der Interviewer fragte, ob Berlusconi Homosexualität als Vorwurf auffassen wollte, gab der Politiker die Standardantwort: "Ich habe viele schwule Freunde. Sie sind freundlich und lustig."

Berlusconi hat bereits wiederholt seine Heterosexualität betont: So sagte er 2010, als er noch italienischer Ministerpräsident war: "Es ist besser, leidenschaftlich über schöne Mädchen zu sein, als schwul" (queer.de berichtete).

Fortsetzung nach Anzeige


Berlusconi gegen Homo-Rechte

Die Gleichbehandlung von Homo-Paaren hat Berlusconi stets abgelehnt. So sagte er kurz vor seinem Rücktritt als Ministerpräsident im Jahr 2011, dass gleichgeschlechtliche Paare "nie auf einer Stufe mit traditionellen Familien stehen" würden. Es gebe "nur eine Art der Familie", nämlich die heterosexuelle, sagte er (queer.de berichtete).

Derzeit muss sich Berlusconi gegen mehrere Anklagen wehren: So wurde er im Oktober 2012 wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe verurteilt. Er hat allerdings Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Außerdem ermitteln die Behörden, weil er Sex mit einer minderjährigen Prostituierten gehabt haben soll.

In den letzten Wochen machte er zudem mit seiner Scheidung von sich reden: Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, muss der Milliardär seiner früheren Frau drei Millionen Euro pro Monat an Unterhalt zahlen. Er hat sich inzwischen schon wieder verlobt, mit dem rund 50 Jahre jüngeren früheren Showgirl Francesca Pascale.

Italien ist im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern bei Homo-Rechten rückständig: So erkennt das 60 Millionen Einwohner zählende Land keine Homo-Partnerschaften an und hat nur einen begrenzten Diskriminierungsschutz für Schwule und Lesben – Homosexuelle dürfen etwa anders als in Deutschland beim Zugang zu Dienstleistungen wegen ihrer Sexualität benachteiligt werden. Homo-Aktivisten hoffen, dass es zu Verbesserungen nach der Parlamentswahl kommt, die voraussichtlich im April stattfinden wird. Derzeit liegt Berlusconis konservative Partei "Volk der Freiheit" Umfragen zufolge klar hinter den Linksparteien. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 30 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 59             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: italien, silvio berlusconi
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Homo-Feind Berlusconi in Hochform"


 30 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
02.01.2013
11:44:35


(-4, 8 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Italien ist das einzige west-europäische Land, in dem man mit Homo-Haß Wählerstimmen gewinnen kann.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
02.01.2013
12:53:24
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Foxie


Reicht schon, dass der für die Hetenwelt eine Peinlichkeit ist!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
02.01.2013
12:59:46


(+7, 9 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #1 von Thorsten1


Das einzige?

Und weshalb nähert sich die CDU nach dem homophoben Parteitagsbeschluss der 40%-Marke?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
02.01.2013
13:04:57


(+6, 8 Votes)
 
#5
02.01.2013
13:13:51


(+6, 6 Votes)

Von ehemaligem User reiserobby
Antwort zu Kommentar #1 von Thorsten1


Europa endet nicht an der Oder oder Adria...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
02.01.2013
13:27:07


(+4, 6 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #1 von Thorsten1


es muss schön sein auf deinem planeten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
02.01.2013
13:28:41


(+4, 6 Votes)

Von Felix


Dieser Lustgreis sollte lieber weiterhin Nutten für seine peinlichen Bunga-Bunga-Partys mieten und damit rumprahlen, statt seine miserable, antidemokratische Politik zu machen.

Und so jemand wagt es auch noch, sich über Schwule und Lesben zu äußern.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
02.01.2013
13:34:42


(+5, 7 Votes)

Von folgerichtig
Antwort zu Kommentar #4 von Fast richtig


"Offenbar ändern höhere Bildungsabschlüsse und ein besseres Bildungsniveau an dieser Gesamtsituation wenig. Auch mit noch mehr Bildung, mit Abitur, Bachelor und Magister in der Tasche, wird der soziale Aufstieg nur noch wenigen gelingen, etwa Software-Spezialisten und anderen Ingenieuren."

Link zu www.heise.de

Wiener Teutonia übernimmt den Vorsitz

Link zu www.spiegel.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
02.01.2013
13:52:41


(+4, 6 Votes)

Von Reiseführer
Antwort zu Kommentar #5 von reiserobby


Und auch nicht am Rhein.

Link zu www.queer.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
02.01.2013
13:57:55


(+6, 6 Votes)

Von Robin


Dass Konservative sich immer auf Kosten von Minderheiten profilieren müssen und immer nur mit dem Schüren von Hass und Vorurteilen ihre Anhänger mobilisieren können...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  123  vor »


 Ort: Rom


 POLITIK - EUROPA

Top-Links (Werbung)

 POLITIK



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Trans* Jugendliche fordern Vorbilder in den Medien Ehe für alle jetzt auch in der Cherokee Nation Volker Beck bedauert "schreckliche Sätze" aus den Achtzigern Schwulen Flüchtling verprügelt: Zehn Monate auf Bewährung
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt