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Michael Douglas als Liberace, Matt Damon als sein junger Lover Scott Thorson. (Bild: HBO)

Würde Wladziu Valentino Liberace noch leben, er hätte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um diesen Film zu verhindern. Er, der talentierte Pianist und Entertainer, der ein Vermögen durch seine Shows in Las Vegas machte schwul? No way!

Von Christian Scheuß

Das durfte niemand von ihm behaupten. Jeder, der es dennoch wagte, derartige Gerüchte zu veröffentlichen, den zog er vor den Kadi. Und er gewann alle Prozesse. Dafür ging er sogar so weit, vor einem Gericht unter Eid zu schwören, nicht homosexuell zu sein. Der 1919 geborene Künstler hatte eine Heidenangst vor einem möglichen Karriere-Aus, sollte er sich zur Männerliebe bekennen.

Er hätte dem US-Kabelsender HBO untersagt, sein Leben zu verfilmen, wie es im vergangenen Jahr geschehen ist. "Behind the Candelabra" zeigt einen Mann, der sich in einem ziemlich luxuriös eingerichteten Wandschrank eingerichtet hat. Eine "Schrankschwester", die sich wie jeder andere Mensch auch nach Liebe sehnte und sie mit dem jungen Scott Thorson auch fand.

Michael Douglas spielt die Lady Gaga der Fünfziger


Dieser Mann schwul? Auf gar keinen Fall, unmöglich! Liberace in einer seiner 13 Villen. (Bild: Wiki Commons / Allan warren / CC-BY-SA-3.0)

"Behind the Candelabra" ist eine TV-Produktion, die sich mit einer Starbesetzung ebenfalls eine Menge Luxus leistete. Ausgerechnet der sonst als Frauenverführer auftretende Michael Douglas spielt den Exzentriker, der von Spiegel Online den Titel "Lady Gaga der Fünfziger" verliehen bekam. Den jugendlichen Lover verkörpert Actionstar Matt Damon, der dadurch neue Facetten der Schauspielerei kennenlernen konnte, wie er dem Magazin "Playboy" im Dezember erzählte. So trat er nackt vor die Kamera, und er weiß er jetzt, wie gut Michael Douglas knutschen kann: "Er küsst wunderbar!"

Damon, der nach seiner Rolle in "Good Will Hunting" immer wieder gefragt wurde, ob er schwul ist, stand unter Druck: "Michael und ich haben viele schwule Freunde, wir wollten diese Rollen auf gar keinen Fall irgendwie verhunzen. Das ging uns nicht ganz so leicht von der Hand." Für die besagte Kuss-Szene hätten sie einen regelrechten Strategieplan entwickelt, wie beim Fußball. Damon erinnerte sich auch an ein Gespräch mit Heath Ledger, von dem er wissen wollte, wie es ihm gelungen sei, völlig in die wilde Kuss- und Sexszene mit seinem Filmpartner Jake Gyllenhaal in "Brokeback Mountain" einzutauchen. Heath habe mit vollem Ernst erwidert: "Ich habe vorher einen halben Kasten Bier in meiner Garderobe geleert."

Was von der Liebe übrig blieb? Zwei Pudel...

Matt Damon lobt im "Playboy"-Interview auch die Regiearbeit von Steven Sonderbergh, er habe eine aufregende Geschichte erzählt. "Diese beiden Männer waren schwer ineinander verliebt. Sie waren wie ein Ehepaar lang bevor es die Homoehe gab. Es hat sich für mich angefühlt, als ob ich Zeuge von etwas sehr Intimen wurde, das man sonst nur zwischen Mann und Frau zu sehen bekommt."

Vorlage für den Film war das gleichnamige Buch, dass Scott Thorson 1988 – kurz nach dem Tod seines ehemaligen Partners – veröffentlicht hatte. Thorson, Jahrgang 1958, war von 1976 bis 1982 mit dem 30 Jahre älteren Liberace zusammen. Die Liebe des jungen Mannes ging sogar so weit, dass er sich mehreren Schönheits-OPs unterzog, nur um seinem Partner ähnlicher zu werden. Als die Liebe erkaltet war, gab es einen kurzen Rosenkrieg vor Gericht. Scott Thorsen verlangte rund 100 Millionen Dollar an Unterhaltszahlungen. Am Ende bekam er einen fünfstelligen Betrag und zwei Pudel.

Youtube | Liberace-Auftritt in der US-Version von "Was bin ich", irgendwann in den Fünfzigern


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.01.2013, 19:02h
  • Michael Douglas in einer Schwulenrolle - das hätte ich dem Schauspieler nie zugetraut!
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#2 smallAnonym
#3 Heath_Ledger_FanAnonym
  • 04.01.2013, 11:36h
  • Was Heath Ledger danach sagte:

    "I remember asking Heath Ledger after 'Brokeback Mountain', 'How'd you do that scene with Jake?' - meaning the scene where they start ferociously kissing. He said, 'Well, mate, I drank a half case of beer in my trailer'," Playboy magazine quoted Damon as saying.

    "I started laughing and he goes, 'No, I'm serious. I needed to just go for it. If you can't do that, you're not making the movie'," he added.
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#4 MichaelTh
#5 Aus Bad HomburgAnonym
  • 04.01.2013, 13:52h
  • Zu gleicher Zeit, in der Vater (Douglas) einen Schwulen im Hollywood-Film spielt, wird sein Sohn im Knast von Insassen gef...t. Wenn das nicht das beste, diesmal ein ironisches, 'Lebensszenario' ist.
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#6 TheDadProfil
  • 04.01.2013, 23:04hHannover
  • Antwort auf #5 von Aus Bad Homburg
  • Was hat das Elend des schwer drogenabhängigen Sohnes von Michael Douglas im Knast mit der Schauspielerei seines Vaters in diesem Film zu tun ?

    Nichts..

    Und schon gar nichts was Mann mit Häme belegen müsste..
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#7 TheDadProfil
#8 I Ramos GarciaAnonym
  • 08.01.2013, 11:03h
  • & warum solch Aufheben wegen sein privates Leben? Die ganze Welt wusste ja, dass er schwul sei. Warum nicht einfach leben & lieben & seine Sexualitaet geniessen?
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