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Jeanne Manford unterstützte ihren Sohn bei den ersten CSDs in New York City (Bild: PFLAG)

Jeanne Manford ist tot. Nach einem Übergriff auf ihren schwulen Sohn hatte sie 1972 die US-Gruppe "Eltern, Familien und Freunde von Lesben und Schwulen" (PFLAG) gegründet.

Manford ist am Dienstag in ihrem Haus im kalifornischen Daly City nach längerer Krankheit verstorben, gab ihre Tochter Suzanne Swan bekannt. Die 1920 in New York geborene Grundschullehrerin initiierte die Bewegung der "Straight Allies" (heterosexuellen Unterstützer), nachdem ihr Sohn Morty bei einer Demonstration für Gleichbehandlung zusammengeschlagen worden war. Nach dem Übergriff schrieb sie einen Brief an die Boulevardzeitung "New York Post", der mit dem für die damalige Zeit ungewöhnlichen Bekenntnis begann: "Ich habe einen homosexuellen Sohn und ich hab ihn lieb." Damit löste sie eine Sympathiewelle aus.

Nach der Gründung von PFLAG ist Manford bei den ersten CSDs in New York City gemeinsam mit ihrem Sohn auf die Straße gegangen. Sie trug dabei ein Plakat mit der Aufschrift: "Die Eltern von Schwulen: Vereint euch, um eure Kinder zu unterstützen". Später musste sie den Tod ihres Sohnes verkraften: Morty verstarb bereits 1992 im Alter von 41 Jahren an den Folgen von Aids.


Jeanne Manford mit ihrem Sohn Morty (Bild: PFLAG)

"Tausende von Menschen kennen sie als die Mutter der 'Straight Ally'-Bewegung, aber für mich war sie einfach meine Mutter", erklärte Tochter Suzanne Swan in einer per E-Mail verbreiteten Erklärung. "Sie war ein Mensch, der immer das Richtige gemacht hat. Sie hat einfach alle Menschen unterstützt und das hat uns so viel bedeutet, als wir aufgewachsen sind."

PFLAG-Sprecherin Jody Hockaby würdigte Manford als eine der "leidenschaftlichsten Kämpferinnen im Kampf für Gleichbehandlung". Sie habe die erste Graswurzelbewegung zur Unterstützung von Schwulen und Lesben geschaffen: "Man kann sich kaum vorstellen, wie eine einfache Lehrerin vor gerade einmal 40 Jahren eine Bewegung für Angehörige und Unterstützer gestartet hat – und das in einer Zeit ohne Internet und ohne Handys. Sie hatte nur die tiefe Liebe zu ihrem Sohn." (dk)



#1 BBPZAnonym
  • 09.01.2013, 14:57h
  • Ich hoffe, dass ihre Arbeit weitergeführt wird. Sie hätte es definitiv so gewollt.
    Ich hoffe für sie, dass sie ein erfülltes Leben hatte.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 thorium222Profil
#4 FelixAnonym
  • 09.01.2013, 19:35h
  • Antwort auf #1 von BBPZ
  • Ich gehe sogar ganz sicher davon aus, dass ihr Lebenswerk weitergeführt wird. Denn es gibt bereits genug andere, sehr engagierte Mitglieder, die die Organisation seit langer Zeit tragen.
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#5 _Simpsons_
  • 10.01.2013, 21:51h
  • Eine bewegende Frau, die Mutter eines schwulen Mannes, die eine bedeutende Organisation ins Leben gerufen hat.
    Ebenso wie die Eltern, Familien, Freunde, Bekannte, Verwandte und an alle, die so eine Organisation unterstützen, können sich glücklich schätzen, einen Teil für die Menschenwürde beizutragen.

    Durch den Spielfilm "Prayers for Bobby" bin ich vor einigen Jahren auf diese Organisation gekommen.
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