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  • 09.01.2013           13      Teilen:   |

Washington National Cathedral

USA: Eheschließung im "Nationalen Haus des Gebets" möglich

Artikelbild
Die Washington National Cathedral wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und ist die zweitgrößte Kirche der Vereinigten Staaten.

In der Washington National Cathedral, der sechstgrößten Kathedrale der Welt, können in Kürze auch gleichgeschlechtliche Paare ihre Eheschließung im kirchlichen Rahmen feiern.

Die anglikanische Kirche in den USA hat bereits im vergangenen Jahr einen Ritus für gleichgeschlechtliche Eheschließungen zugelassen. Die National Cathedral, die vom US-Kongress den Titel "Nationales Haus des Gebetes" verliehen bekommen hat, heißt in Kürze heiratswillige Schwule und Lesben willkommen, berichtete die "Washington Post" am Mittwoch. Die US-Hauptstadt Washington, D.C. hat bereits 2009 die Ehe für Homo-Paare geöffnet (queer.de berichtete).

Die National Cathedral gehört zu den bedeutendsten Kirchen der Vereinigten Staaten. Dort wird etwa in gut einer Woche das offizielle Gebet anlässlich der zweiten Amtseinführung von Präsident Barack Obama stattfinden. Mehrere Präsidenten haben in den vergangenen Jahrzehnten in dieser Kirche ihre Amtszeit begonnen. Außerdem wurden hier die Gottesdienste nach dem Tod von Präsidenten abgehalten, etwa für Ronald Reagan und Gerald Ford.

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Pfarrer: Gleichgeschlechtliche Eheschließung auch gut für Heteros

Der Hausherr der Kathedrale, Pfarrer Gary Hall, ist davon überzeugt, dass die Eheschließungen den Segen von ganz oben erhalten werden: "Ich lese die Bibel mit dem gleichen Ernst wie Fundamentalisten. Wenn ich die Bibel lese, will ich diesen Schritt tun, weil ich denke, dass es genau diese Gemeinschaft ist, die Jesus wollte", so Hall. Als öffentliche Kirche wolle seine Gemeinde etwas dafür tun, dass sich "die Gleichbehandlung im Eherecht in der Nation und in der Gesellschaft" durchsetzt. Der Pfarrer glaubt zudem, dass die gleichgeschlechtlichen Eheschließungen positive Auswirkungen auf die heterosexuelle Ehe habe, da der traditionelle Ritus noch immer an "Überbleibseln des Patriarchats" festhalte.

Die Episkopalkirche, wie sich die US-Anglikaner nennen, ist eine der fortschrittlichsten christlichen Gemeinschaften. Mit Gene Robinson hat sie vor einem Jahrzehnt den ersten schwulen Bischof gewählt, 2010 kam mit Mary Glasspool die erste lesbsiche Bischöfin hinzu. Die liberale Einstellung gegenüber Frauen und Homosexuellen ist in der anglikanischen Weltkirche, der 80 Millionen Mitglieder angehören, umstritten. Insbesondere afrikanische Anglikaner kritisieren Homosexualität als Sünde, selbst in England dürfen Frauen nicht Bischöfin werden. Immerhin hat die Church of England kürzlich zugelassen, dass schwule Männer in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft das Bischofsamt übernehmen dürfen – allerdings nur, wenn sie keinen Sex mit ihrem Partner haben (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: homo-ehe, washington, anglikaner
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 Homo-Ehe in den USA
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Reaktionen zu "USA: Eheschließung im "Nationalen Haus des Gebets" möglich"


 13 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
09.01.2013
19:10:07


(+3, 7 Votes)

Von I Ramos Garcia


diese Kathedrale ist wie Lincoln´s Dom sehr aehnlich


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#2
09.01.2013
19:34:30


(+2, 6 Votes)

Von Felix


"Gleichgeschlechtliche Eheschließung auch gut für Heteros"

Ja, das wollen manche Ewiggestrige aber nicht wahrhaben.

Schön, dass es auch noch vernünftigere Menschen gibt...


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#3
09.01.2013
20:10:32


(+1, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Sehr gute Neuigkeiten! Davon können sich mal die Katholiban ein Beispiel nehmen!


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#4
10.01.2013
09:45:07


(+5, 9 Votes)

Von goddamn liberal


Einen repräsentativeren Rahmen kann man sich für ein Paar, das da in Würde gewürdigt wird, kaum vorstellen.

Gut so.

Und vor allen Dingen ist der Ärger gut, den Ratzinger verspüren wird, wenn er von der mutigen Entscheidung erfahren sollte.


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#5
10.01.2013
11:56:23


(+5, 7 Votes)

Von -hw-
Antwort zu Kommentar #4 von goddamn liberal


Dann auch hier noch zwei Cuban Americans aus konservativ katholischem Milieu kommend, quasi aus der Glut des kalten Krieges:

Richard Blanco named Obama's 2013 inaugural poet

Link zu www.latimes.com

Ist Cuba Taking the Lead auf LGBT Equality in Lateinamerika?

Link zu www.huffingtonpost.com

Ärgerlich?


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#6
10.01.2013
12:42:48


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #5 von -hw-


Gutes ist dem Bösen immer ein Ärgernis.

Wie wäre es denn mit einem neogotischen Hochzeitspalast bzw. Standesamt in Havanna?

'Und fehlt der Pfaffensegen dabei, die Ehe ist gültig nicht minder'


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#7
10.01.2013
13:29:21


(+3, 7 Votes)
 
#8
10.01.2013
14:14:39


(+3, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #7 von rtzguhiopükjhg


Jaaa....

Die Kirchen mit dem großen 'K'.

Über solche Bilder kann man lange filosofieren...

Am besten mit Gramsci unterm Arm...

PS Mein nick ist nicht zufällig gewählt.


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#9
10.01.2013
15:02:18


(+4, 6 Votes)

Von Aufklärung
Antwort zu Kommentar #8 von goddamn liberal


"Für die Partei des sozialistischen Proletariats ist die Religion keine Privatsache. Unsere Partei ist ein Bund klassenbewusster, fortgeschrittener Kämpfer für die Befreiung der Arbeiterklasse. Ein solcher Bund kann und darf sich nicht gleichgültig verhalten zu Unaufgeklärtheit, zu Unwissenheit oder zu Dunkelmännertum in Form von religiösem Glauben. Wir fordern die völlige Trennung der Kirche vom Staat, um gegen den religiösen Nebel mit rein geistigen und nur geistigen Waffen, mit unserer Presse, unserem Wort zu kämpfen.

Aber wir haben unseren Bund, die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands, unter anderem gerade für einen solchen Kampf gegen jede religiöse Verdummung der Arbeiter gegründet. Für uns ist der ideologische Kampf keine Privatsache, sondern eine Angelegenheit der ganzen Partei, des gesamten Proletariats."

Link zu www.marxists.org


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#10
10.01.2013
15:42:15


(+3, 5 Votes)

Von Juncker
Antwort zu Kommentar #9 von Aufklärung


Dezember 1905?

Auf Luxemburgisch:

De Premier huet e bësse prophéitesch gewarnt, d'Joer 2013 kéint e Virkrisejoer ginn wéi d'Joer 1913, wou all Mënsch u Fridde gegleeft huet, ier de Krich koum.

Übersetzung auf Deutsch:

Der Premier - ein wenig prophetisch- warnt, das Jahr 2013 könnte ein Vorkriegsjahr werden wie das Jahr 1913, wo alle Menschen an Frieden glaubten, bevor der Krieg kam.

Link:
news.rtl.lu/news/national/374419.html


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