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London Die Anglikanische Kirche in den USA soll sich für die Wahl des schwulen Gene Robinson zum Bischof von New Hampshire entschuldigen. Die verantwortlichen US-Bischöfe sollen sich aus "repräsentativen Ämtern" innerhalb der Kirche zurückziehen, fordert die sogenannte Lambeth-Kommission, die mit ihrem am Montag veröffentlichten Report den Streit zwischen den einzelnen Flügeln der Kirche schlichten soll. Die Autoren des Berichts verlangten ferner eine Aufschiebung weiterer angekündigter Weihen homosexueller Priester und Bischöfe, bis die "erbitterten Auseinandersetzungen zu diesem Thema bereinigt" seien. Zugleich wird von dem kanadischen Kirchenableger gefordert, die Praxis der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare einzustellen. Die 38 Teilkirchen werden ermahnt, eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie sich zu den aktuellen Lehren der Anglikaner bekennen. Dies gelte auch für die Geistlichen, die sich wegen des Streits um Bischof Robinson von der Episkopalkirche losgesagt und vier unabhängige Gemeinden gegründet hätten. Sie werden aufgefordert, umgehend in den Schoß der Mutterkirche zurückzukehren. Die Kommission wurde im letzten Jahr nach der Weihe Robinsons vom Oberhaupt der Anglikaner, Erzbischof Rowan Williams von Canterbury, eingesetzt, um eine Spaltung der Kirche mit ihren 77 Millionen Mitgliedern weltweit zu verhindern. Vor allem konservative Bischöfe aus Afrika, Lateinamerika und Asien drohten aus Protest gegen die Weihe mit einer Spaltung der weltweiten anglikanischen Gemeinschaft. Erst 1998 hatten sich die Teilkirchen der Anglikanischen Gemeinschaft, der die Episkopalkirche angehört, mit großer Mehrheit gegen die Weihung von Homosexuellen ausgesprochen. Die Episkopalkirche hätte sich darüber im Klaren sein müssen, dass sie mit ihrem gegenteiligen Beschluss gegen den Willen der meisten Anglikaner handele, heißt es in dem Kommissionsbericht. (nb/pm)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Schwuler Bischof: Gebet bei Obamas Amtseinführung

Der offen schwule anglikanische Bischof Gene Robinson wird beim Auftakt der Feierlichkeiten für Barack Obamas Amtseinführung als 44. US-Präsident am Sonntag das Gebet am Lincoln-Denkmal sprechen.
#1 JakobAnonym
  • 18.10.2004, 14:09h
  • Werde ich es noch erleben, dass Lesben und Schwule in den Kirchen gleichberechtigt vorkommen dürfen?

    Oder werde ich noch eine Gesellschaft ohne Kirchen erleben (müssen)?
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#2 wilhelm jonathan althoffAnonym
  • 18.10.2004, 22:41h
  • ich hoffe wir erleben eine kirche, die sich wieder so verhält, wie schon bis ins 4.Jh. - nämlich das sie gleichgeschlechtliche paare segnen darf und sich daran erinnert, daß jesus nie etwas zur/gegen die homosexualität, sondern nur etwas zur art und weise der beziehungsgestaltung gesagt hat. also nehme ich mal an, daß wir keine kirchenlose gesellschaft erleben müssen. ist jedenfalls wünschenswert :-)!
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#3 FandelAnonym
  • 19.10.2004, 11:45h
  • Im Grunde ist es egal ob ein Prister homo oder Hetro oder was auch immer ist, da er sowieso im Zölibat lebt und kein Sex habe sollte. Es ist lächerlich wie wir uns darüber aufregen. Warten wir es ab, die Kirche geht einfach unter, nur was dann danach kommt würde mir mehr angst machen.
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#4 charly522003Anonym
  • 19.10.2004, 14:19h
  • Man könnte ja drüber lachen...............
    Unsereins will einfach nur akzeptiert werden und die Kirchen kloppen sich um ihren Machterhalt. Und wenn sie dann in vielleicht 500 Jahren wachgeworden sind..........
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#5 KatjaAnonym
  • 20.10.2004, 04:13h
  • Priester/innen in manchen anglikanischen Kirchen dürfen heiraten und Kinder kriegen. Das gilt auch für die Episcopal Church in den USA. Die Proteste gegen Gene Robinson sind nicht entstanden, weil er schwul ist, sondern weil er in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt (nachdem er lange verheiratet war und Kinder hatte). Ich studiere übrigens gerade an einem Seminar der Episcopal Church in den USA, an dem gut die Hälfte der angehenden Priesteramtskandidaten/-kandidatinnen (problemlos) offen schwul oder lesbisch ist. Wir werden also wohl nicht bis zum Sanktnimmerleinstag auf offene Kirchen warten müssen - die gibt es schon längst in allen "westlichen" Ländern. Bloß bis ALLE Kirchen eingesehen haben, dass das der richtige Weg ist, könnte es wohl noch ein Weilchen dauern ...
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