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  • 10.01.2013           106      Teilen:   |

Fundamentalismus

Evangelische Allianz kämpft gegen "Schule ohne Homophobie"

Artikelbild
Hartmut Steeb hält sexuelle Vielfalt für eine Ideologie und will, dass Schulen die Vorteile der heterosexuellen Ehe anpreisen (Bild: GemeindeFerienFestival SPRING / flickr / cc by 2.0)

Die Schule solle sich für eine "Stärkung des Leitbildes von Ehe und Familie" einsetzen, nicht Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung bekämpfen, empfiehlt die Evangelische Allianz.

Hartmut Steeb, der Generalsekretär der Allianz, kritisierte die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen für das Projekt "Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt", die im Dezember bekannt gegeben wurde (queer.de berichtete). Dem christlichen Magazin "pro" sagte Steeb, er halte allein die Verwendung des Wortes Homophobie für "völlig fehl am Platz". Er lehne zwar Gewalt und Diskriminierung ab, halte aber Projekte für nicht hilfreich, "die ein Randthema zu einem Hauptthema machen und sich nicht generell mit dem Thema Gewalt und Diskriminierung auseinandersetzen".

Für die evangelische Allianz ist die Förderung des Projektes diskriminierend für Heterosexuelle: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch das gilt für alle Menschen und nicht nur für Homosexuelle", so Steeb. Er fordert in Schulen "die Stärkung des Leitbildes von Ehe und Familie". Grund: Gerade junge Menschen müssten darin bestärkt werden, "sich an der geschlechtlichen Dualität von Mann und Frau und ihrer Einswerdung in der Ehe zu orientieren. Ich wäre sehr dafür, an den Schulen genau dafür, nicht aber für den Irrweg einer ideologisch programmierten sexuellen Vielfalt, zu werben."

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Das Projekt "Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt" wurde bereits vor vier Jahren auf Initiative mehrerer Homo-Gruppen ins Leben gerufen. Sechs Schulen nehmen derzeit an der Kampagne teil. Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) begründete den Einsatz des Landes mit den Worten: "Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft ist es von großer Bedeutung, dass gerade in den Schulen Vielfalt und Verschiedenheit gelebt und wertgeschätzt wird".

Die Evangelische Allianz ist ein Zusammenschluss evangelikaler Christen und spricht eigenen Angaben zufolge für 1,3 Millionen Menschen. Bundesweit gibt es 1.100 Ortsgruppen. Im Bundestag ist die Allianz als Lobbygruppe registriert. Zu den politische Hauptthemen gehört der Kampf gegen Muslime und Homosexuelle. (dk)

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Tags: schule, evangelische allianz, hartmut steeb, evangelische kirche
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Reaktionen zu "Evangelische Allianz kämpft gegen "Schule ohne Homophobie""


 106 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
10.01.2013
14:07:07


(+11, 13 Votes)

Von goddamn liberal


Die sind keine Randgruppe, sondern mit der obersten CDU-Spitze eng vernetzt:

"Bundeskanzlerin grüßt Teilnehmer der Allianzkonferenz

Kauder und seine Frau Elisabeth hatten bereits am Vormittag am Gottesdienst in der Konferenzhalle teilgenommen. Dort grüßte er die knapp 2.500 Besucher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Sie sagte mir gestern am Telefon: Grüß die Christen in Bad Blankenburg und danke ihnen, dass sie in Deutschland ihr Bekenntnis ablegen und sagen, was sie trägt. Kauder dankte den Konferenzteilnehmern auch für die Begleitung im Gebet. Er sei dankbar für jeden, der Politiker nicht wie sonst oft üblich sofort mit beißender Kritik überfalle, sondern sage: Ich bete für sie. (Website der Evang. Allianz)

Die sind weit gefährlicher als kreuz.net u. Co.


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#2
10.01.2013
14:14:32


(+6, 8 Votes)

Von Lisa Hübner


Ich finde, dass alle Schulen daran teilnehmen MÜSSTEN. Jedes Kind sollte tolerant erzogen werden und solche Programme machen es doch noch möglich, dass wir alle mit mehr Respekt einander gegenüber treten. Sei es homosexuell, bisexuell, transsexuell, heterosexuell. Liebe ist Liebe und wer das weiß, akzeptiert jeden egal was für eine Sexualität er hat. Ich finde diese Aktion klasse, denn wenn die Kids schon im jungen Alter lernen damit umzugehen, dass es auch Menschen gibt, die anders sind, dann ist es sehr gut. Vor allem aber auch gibt es unter den Schülern sicher den ein oder anderen versteckten, der einfach Angst hat und solch eine Aktion kann diesen Schüler dazu ermutigen, er selbst zu sein. Wenn ich dann lese, was die "Evagelische Allianz" davon hält, da wird einem schlecht. Ehe kann auch zwischen gleichgeschlechtlichen sein, genau wie die Liebe. Und in der Bibel steht nichts gegen homosexuelle. Gott liebt uns alle.


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#3
10.01.2013
14:25:37


(+12, 12 Votes)

Von fred


Es geht denen doch nicht um Homophobie. Eine Phobie ist eine Krankheit, die heilbar ist. Was er möchte, ist Intoleranz und Homohass - dass ist eine Einstellung und ein Geisteszustand!


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#4
10.01.2013
14:43:19


(+6, 10 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Man sollte diesem Evangelikalen die Anerkennung als Lobbygruppe entziehen! Hartmut Steeb erzählt absoluten Müll und sollte sich aus der Politik mal gepflegt heraushalten!


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#5
10.01.2013
15:46:24


(+9, 11 Votes)

Von Marek


"Für die evangelische Allianz ist die Förderung des Projektes diskriminierend für Heterosexuelle: 'Die Würde des Menschen ist unantastbar. Doch das gilt für alle Menschen und nicht nur für Homosexuelle', so Steeb."

Ja, für Heteros gilt die Menschenwürde genauso. Aber Heteros werden auch nicht wegen ihrer Liebe diskriminiert.

In der Realität ist es nun mal so, dass Schwule und Lesben diskriminiert werden und nicht Heteros. Und deshalb muss man in Schulen über diese Art der Diskriminierung genauso aufklären, wie über andere Diskriminierungen (Hautfarbe, Geschlecht, Behinderung, etc.).

Aber das Ziel ist natürlich ein ganz anderes:
diese Homohasser wollen sich immer als besonders tolerant geben um sich nicht angreifbar zu machen. Aber jedes ihrer scheinheiligen Argumente sprüht dann doch vor Homophobie. Auch wenn sie jedes mal aus taktischen Gründen voranschicken "Ich habe ja nichts gegen Schwule und Lesben, aber...".


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#6
10.01.2013
15:48:19


(+8, 8 Votes)

Von Kerouacly


Selten so viel Menschenverachtung und Asozialität gesehen!


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#7
10.01.2013
16:02:17


(+10, 10 Votes)

Von Felix


Schule sollte sehr wohl über demokratische Grundrechte und über Diskriminierung von Minderheiten aufklären! Schule sollte auch Kinder und Jugendliche zu weltoffenen, toleranten Menschen erziehen, die ohne Frust und Hass auf andere Menschen leben können.

Was Schule aber vor allem sollte, ist die Vermittlung von Bildung (und dazu gehören nun mal auch solche Themen) statt religiösem Hass und fundamentalistischem Fanatismus.

Glaube gehört in die Kirche und Wissen in die Schule!

Die wollen nicht, dass Lehrer und Wissenschaftler in Kirchen unterrichten, also sollten die sich auch aus Schule raushalten.


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#8
10.01.2013
16:17:25


(+10, 10 Votes)

Von kuesschen11
Aus Darmstadt (Hessen)
Mitglied seit 26.08.2012


An dieser Einstellung, die diese Evangelikalen haben, ist deutlich herauszulesen, dass diese absolut kein Interesse haben an Integration von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen in ihrer Glaubensgemeinschaft. Sie wollen mit ihrer absoluten Meinung Einfluss nehmen auf die Politik in Schulen und in gewisser Weise Homosexualität wieder bekämpfen. Das ist Menschenverachtung von vorgestern.

Solche Gruppen sind die Hauptverantwortlichen für Diskriminierung, homophobe Gewalt und sogar Suizid von Jugendlichen.

Wir brauchen heute und zukünftig einen aufklärenden Schulunterricht, der die Schüler zu mehr zwischenmenschlichem Respekt führt und niemanden wegen seiner sexuellen Orientierung ausgrenzt.

Übrigens, Herr Steeb, zu fördern sind alle Lebenspartnerschaften, die sich lieben und ihr Leben zusammen teilen.

Gleichberechtigung bedeutet mit gleichen Rechten und Pflichten friedlich nebeneinander leben und mit den verschiedenen Möglichkeiten als Ganzes integriert zu sein.


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#9
10.01.2013
16:24:44


(+4, 8 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Harmut Steeb ist katholischer als der Papst..
Und das als evangele..

Da fragt sich warum dieser Mann nicht konvertiert ?

Das von ihm als "Randthema" postulierte System Gewalt und Diskriminierung gegen LGBT´s fußt auf Gesetzen und vorenthaltenen Grundrechten, also von den Landes- und Bundesregierungen verantworteter Verfassungsbruch, den Menschen seiner Couleur unbeirrt befördern indem sie dazu auffordern verfassungsbrechendes Recht beizubehalten..

Dem Vater von 10 Kindern, bei dem rein statistisch wenigstens eine lesbische Tochter oder ein schwuler Sohn aufwachsen, sollte sich dringend noch vor dem Couming Out seines Kindes die Frage stellen und beantworten, wieso dieses eine Kind in der Gesellschaft anders behandelt wird als die anderen, und ob er als Vater seine Kinder wirklich gleich behandelt wissen will !?..

Alleine die Behauptung der Empfindung, ein Projekt "Schule ohne Homophobie Schule der Vielfalt" sei für Heterosexuelle diskriminierend stellt eine Beleidigung aller LGBT-Menschen dar die unter Diskriminierung zu leiden haben, und zeigt das er den Satz : ""Die Würde des Menschen ist unantastbar."" im Kern nicht begriffen hat..

Die Forderung nach ""Stärkung des Leitbildes von Ehe und Familie"" ist einerseits eine unangemessene, bevorzugende Werbung eines Lebensstiles den zwar viele leben, aber nicht alle leben dürfen, weil ihnen die derzeitige Regierung das Recht dazu verwehrt, andererseits die verquaste Verbalisierung althergebrachter Begründung für die Diskriminierung Anders-lebender..


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#10
10.01.2013
17:41:46


(+5, 7 Votes)

Von Mariposa
Antwort zu Kommentar #1 von goddamn liberal


Da frage ich mich dann, wo der Protest unseres ach so tollen schwulen Außenminister bleibt, wenn seine Busenfreundin Angie bei den Homohassern anbandelt.... Einfach nur ätzend


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