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  • 13.01.2013           16      Teilen:   |

Dein Sexperte, Teil 4

Dirty Talk für den täglichen Gebrauch

Artikelbild

Ich bin ein Pornokonsument! Und das ist gut so. Aber es gibt einen Aspekt der Pornographie, der in den allermeisten Fällen abturnt: Die Tonspur!

Mangels Handlung und Schauspieltalent ist der Audiokanal zwischen den Action-Szenen mit Nichtigkeiten spärlich gefüllt. Das ändert sich in der Regel, wenn die Sexdarsteller die unbekleidete Phase erreicht haben. Dann hebt das Stöhnen und das Schmatzen an. Laute der Lust, die gegen Ende und kurz vor dem Orgasmus an Intensität und Volumen zunehmen. Wenn das Pornogegrunze beginnt, drehe ich in der Regel den Ton sehr leise oder sogar ganz weg. Es ist ungeil, einem halbstündigen Geröhre und Gejaule zuzuhören, das sehr unecht klingt, sehr übertrieben ist und im Kontrast zu dem steht, was man gerade vorgeführt bekommt. Auch Kommentare wie "I fuck you, you nasty bitch" erzeugen eher Fremdscham als Geilheit.

Warum klingt das dreckige Sprechen so schrecklich? Weil man sich der Künstlichkeit der Sexszene dadurch erst richtig bewusst wird. Da wird oft genug Geilheit nur simuliert. Dass die Darsteller nach stundenlangem Gerammel nicht mehr wirklich geil sind, kann man ihnen nicht verübeln. Aber in der Stimme schlägt sich das ebenfalls nieder. Schlechte Pornofilmer fordern das übertriebene Gestöhne auch noch ein. Meine Theorie: Die Tonspur der Pornos hat viele in ihrem eigenen Sexleben zum Verstummen gebracht, weil man nicht peinlich sein will.

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Dirty Talk Reloaded

Mr. Mojo, dein persönlicher Sexperte
Mr. Mojo, dein persönlicher Sexperte

Also löschen wir erst einmal die Sounds aus den Filmen, und lernen wir den Dirty Talk von Grund auf neu. Es ist nicht so schwierig, man braucht eigentlich nur der eigenen Geilheit zu folgen. Ist die da, öffnet sich das eigene schmutzige Wörterbuch. "Dirty" bedeutet nicht, dass man möglichst Obszönes von sich geben muss. Es können auch gesprochene Liebkosungen sein, die Kosenamen, die man sich gegeben hat. "Hasi" sagt dann dem "Bello", das ihn sein Geruch total geil macht. Und fragt ihn, ob er es mag, wenn er seine Zunge in dessen Ohr versenkt. Dirty Talk in seiner leisen erotischen Komponente dient dem sich vergewissern, dass man es richtig macht und dem Betonen der empfundenen Nähe. Es soll auch den anderen steuern, ihm mitteilen, was man gerade gern hätte: "Blas, mich, leck mich, fick mich…" in gestöhnter Form sind prima.

Steigt die Lust, steigt das Tempo, kann der Dirty Talk deftiger und heftiger werden. Die Hemmungen sind überwunden, jetzt will man sich anfeuern, antreiben, aufgeilen, hin zum früher oder später kommenden Höhepunkt. Da ist dann alles an Worten erlaubt, solange es gefällt und Spaß macht. Das kann auch mal in Gelächter münden, wenn man übertreibt, aber die dreckigen Worte sind nur ein Teil des geilen Spiels, entsprechend locker kann man es nehmen.

Schüchternen Naturen sei ein bisschen Alkohol empfohlen, der enthemmt auf jeden Fall in der richtigen Dosierung. Bitte nicht komplett zudröhnen, dann fällt das Sprechen wieder schwer und mit der Erektion könnte es auch Probleme geben. Ein schönes Spiel mit einem Menschen anderer Nationalität: Dirty Talk Sex-Sprachunterricht. Es gibt verdammt viele schöne schmutzige Worte jenseits des deutschen und englischen, die anturnen.

  Mr. Mojo*
Ursprünglich eine Sammlung magischer Zauberrituale. Heute ist es englischer Slang, der für Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Sex Appeal steht.
Wochen-Umfrage: Ist Dirty Talk deine Sprache beim Sex? (Ergebnis)

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Tags: mr. mojo, sexratgeber, sextipps, versaut, geil
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Reaktionen zu "Dirty Talk für den täglichen Gebrauch"


 16 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
13.01.2013
13:02:36


(-2, 10 Votes)

Von argentum
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Danke,

mit diesem Artikel und den Ansichten spricht mir einer wirklich aus der Seele.

Wenn ich mir soetwas überhaupt mal ansehe, dann ist das völlig sinnlose und unrealistische Gestöhne ein sicherer Weg mir jegliche Lust abzustellen.

Lustig ist dabei daß es sogar viele Versuche gibt das Gestöhne zu synchronisieren, als ob beim Ficken die Sprache das Entscheidende wäre.

Die meisten Pornos sind ohnehin sowas von lustlos, abgedroschen und einfältig daß ich lieber meine Phantasie (.. oder auch meine Erinnerungen) bemühe und mir die wenigen Klicks zu den online-Erbärmlichkeiten gleich vorneweg spare.

Auch wenn es unpopulär erscheinen mag - so mancher Hetero-Porno ist weitaus kreativer und vor allem ansehnlicher - trotz der Frauen.

Aber natürlich: jedem das Seine


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#2
13.01.2013
14:02:08


(+8, 8 Votes)

Von Mister_Jackpot
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Komisch...für mich ist es genau umgekehrt! Je obszöner Dirty Talk während des Akts ist, desto geiler werd ich. Pornofilme ohne Ton kann ich nicht schauen...da werd ich nicht geil. Es kann meiner Meinung auch so richtig tierisch niveaulos werden! Ich gebs zu..ich steh total drauf wenn jemand verbal runtergemacht wird...dann noch ne feine Ohrfeige oder en bisschen Gespucke und perfekt ises. Also dieser Tip im Artikel mit den "erotischen" Begriffen wie "Hasi mir gefällt dein Geruch"...sorry da werd ich nicht geil. Wenn mir aber jemand in der richtigen Tonlage sagt: Ich reiss dir die Fotze auf Alter!...bück dich Schlampe/Nutte etc...da geh ich total ab und sowas will ich auch in Pornofilmen sehen. Blümchensex Pornos find ich total langweilig...es muss schon gut zur Sache gehen..und wie gesagt auch verbal unter der Gürtellinie. Aber jedem das Seine...ist halt Geschmackssache. Und wer in Pornos gute Dialoge erwartet..naja dem ist echt nicht mehr zu helfen!


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#3
13.01.2013
16:26:49


(+3, 7 Votes)

Von Mink


oah oah ooooaaah, shit, shit, oohaaaaa, shit!

Ich hasse dieses "shit". Wenn ich das mal live höre....der fliegt sofort raus, in echt!


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#4
13.01.2013
17:47:48


(+2, 6 Votes)

Von HonestAbe
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 24.06.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Mink


Da muss ich Dir vollkommen recht geben. Dieses ständige "oh shit" hasse ich auch.


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#5
13.01.2013
17:59:32


(+5, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Was nutzt aber der beste Dirty Talk, wenn der Sex grottenschlecht ist?


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#6
13.01.2013
18:08:47


(+6, 6 Votes)

Von alex76
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Pornos ohne Dirty Talk machen mich überhaupt nicht an. Ganz schlimm finde ich alle Cazzo-Filme, weil dort überhaupt nicht gesprochen wird. Anstatt sich wenigstens auf deutsch anzugeilen, müssen die Darsteller so ziemlich stumm bleiben, um die Filme auch international verwerten zu können. Und überhaupt kenne ich keinen einzigen Kerle-Film, in dem deutsch gesprochen wird. Ist das nicht längst mal überfällig?

Dafür wird in vielen US-Pornos einfach übertrieben. Wenn sich zwei geklonte Typen ständig "oh yeah" und "fuck me" um die Ohren ballern, wirkt das meistens nur noch dämlich. Richtig geil ist Dirty Talk immer dann, wenn die Rollen klar aufgeteilt sind und die Mimik auch entsprechend stimmt.Soll heißen, wenn einer die Hosen anhat und den anderen mal gefälligst zur Bitch macht.


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#7
13.01.2013
19:09:36


(+5, 5 Votes)

Von dragan
Aus Dresden (Sachsen)
Mitglied seit 25.06.2010


willscht verkehr?

cazzo! schwäbisch!

kommet se guad ens neschd


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#8
13.01.2013
20:03:52


(+3, 5 Votes)

Von chilland
Antwort zu Kommentar #6 von alex76


Na und in den tschechischen Filmen, Bel Ami und so ein Krampf, ist die Erotik im Arsch (), wenn die , eh schon zu aalglatten Typen, immer yo..yo...yo....stöhnen. Total unerotisch. Ich liebe neuerdings so selbstgemachte Webcam Filme, von Amateuren. Oder überhaupt Amateur-Filme. Die können ganz schön dreckig sein, auch wenn das Bild schlecht ist. OK meist BB, aber zum Anschauen ganz nett.
Aber das war auch schon bei Jeff Stryker so. Der hat beim Ficken meist gelangweilt in die Luft geschaut und irgendwas von der Wand abgelesen, so sah das meist aus.


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#9
13.01.2013
20:14:53
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von Naja
Antwort zu Kommentar #1 von argentum


Und was findest du ( trotz der Frauen) an einem Hetenporno ansehnlicher?
In hetenpornos sind nunmal Frauenkörper im Fokus und wenn man nicht auf Vaginas und Busen steht, kann ich mir nicht vorstellen was einen Schwulen daran mehr interessiert als ein Schwulenporno.

Okay es sind Schwänze zu sehen, aber der Fokus bleibt oft beim Frauenkörper, beim Gayporno sind Schwänze UND Männerkörper zu sehen.
Und man hat auch keine nervigen Lesbenszenen.

Ich kann nicht nachvollziehen wie man als Schwuler sagen kann das Hetenpornos angeblich besser wären.
Du hörst sich an wie ein Hetero, die finden bekanntlich auch Hetenpornos geil und ansehnlicher als die angeblich ekligeren Gaypornos...traurig das man sowas ähnliches auch hier lesen muss.


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#10
13.01.2013
21:14:52


(0, 6 Votes)

Von KathiGr
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Wenn das Pornogegrunze beginnt, drehe ich in der Regel den Ton sehr leise oder sogar ganz weg."

Wie schön, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht. Ich stelle den Ton immer komplett aus. Die Frauen in solchen Filmen stöhnen ja schon bei der kleinsten Berührung wild drauf los. Das ist sowas von unnatürlich und abtörnend, dass man da nur mit dem Kopf schütteln kann. Männer, die sich solche Szenen ansehen und für realistisch halten, werfen ihrer Freundin dann mitunter vor, dass mit ihr was nicht stimmt und sie frigide ist, bloß weil sie nicht sofort losstöhnt.


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