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Nach 47 Jahren im Showgeschäft

Jodie Foster outet sich


Jodie Foster bedankt sich für die Auszeichnung (Bild: NBC)

Im Alter von 50 Jahren hat Jodie Foster erstmals in der Öffentlichkeit über ihre sexuelle Orientierung gesprochen – live vor vielen Millionen Fernsehzuschauern.

Bei der Verleihung der Golden Globes in Los Angeles erhielt Schauspielerin Jodie Foster am Sonntag den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk und sprach in ihrer Dankesrede offen über ihre Homosexualität, die bislang ein offenes Geheimnis in Hollywood war. Scherzhaft sagte sie: "Ich brauche ihre Unterstützung. Ich bin (lange Pause) Single". Daraufhin erklärte die Kalifornierin: "Ich habe mein Coming-out bereits vor tausend Jahren gehabt, in der Steinzeit. In diesen Tagen vertraute sich ein zerbrechliches junges Mädchen Freunden, der Familie, Kollegen und – sehr langsam – jedem an, der sie kannte". Die Rede verfolgten im Live-Fernsehen gut 15 Millionen US-Amerikaner.

Foster erklärte, sie wollte mit ihrer Zurückhaltung in der Vergangenheit ihre Privatsphäre schützen: "Wenn ihr für ein Leben hättet kämpfen müssen, das sich real und ehrlich und trotz aller Hindernisse normal anfühlt, dann würdet ihr die Privatsphäre vielleicht ebenfalls als das Wichtigste ansehen." In ihrer Rede bedankte sich Foster bei ihrer langjährigen Lebenspartnerin Cydney Bernard, von der sie sich vor kurzem getrennt hatte.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten insbesondere Boulevardmedien über die sexuelle Orientierung der jetzt 50-Jährigen spekuliert. So feierten US-Medien bereits 2007 das angebliche Coming-out Fosters, als sie in einer Dankesrede "der wunderschönen Cydney" dankte (queer.de berichtete). Allerdings ging Foster danach auf diese Aussage öffentlich nicht weiter ein. Im selben Jahr brachte das US-Homomagazin "Out" einen kontroversen Artikel, in dem es bekannte schwule und lesbische Stars aufforderte, sich öffentlich zu ihrer Homosexualität zu bekennen, um für andere ein Vorbild zu sein. Auf der Titelseite wurde neben Foster auch der CNN-Moderator Anderson Cooper gezeigt. Cooper outetet sich bereits im Juli vergangenen Jahres (queer.de berichtete).

Youtube | Die Rede von Jodie Foster, die live im TV-Network NBC übertragen wurde

Lob von Kollegen

Mehrere von Fosters Schauspielerkollegen begrüßten das offizielle Coming-out via Twitter. So erklärte Jesse Tyler Ferguson von der Sitcom "Modern Family": "Jodie Foster, du bis perfekt. Ich liebe dich!". Der britische Schauspieler Alan Cumming schrieb: "Ich wäre gerne dein Freund". Auch die frühere "first daughter" Chelsea Clinton, die nach Medienberichten wie ihre Eltern eine politische Karriere anstrebt, lobte Foster für ihre Courage.

Jodie Foster steht seit ihrem dritten Lebensjahr vor der Kamera. Als 13-Jährige erhielt sie für ihre Darstellung einer Prostituierten in "Taxi Driver" ihre erste Oscar-Nominierung, später konnte sie für ihre Rolle in "Angeklagt" und "Das Schweigen der Lämmer" den Academy Award zwei Mal gewinnen. Zuletzt war sie im Roman-Polanski-Film "Der Gott des Gemetzels" in den Kinos zu sehen. (dk)



#1 SebiAnonym
  • 14.01.2013, 13:11h
  • Das wurde aber auch Zeit!

    Mit Versteckspielen und Selbstverleugnung schadet man sich nur selbst. Solch ein Schmierentheater geht an niemandem spurlos vorbei.

    Aber schön, dass sie es wenigstens jetzt gemacht hat und sich jetzt endlich befreit hat. Besser spät als nie! Wobei natürlich auch gilt: je früher, desto besser, denn jeder zusätzliche Tag Versteckspiel ist ein Tag zu viel und schadet letztendlich nur der Person selbst.
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#2 sacinemaAnonym
  • 14.01.2013, 13:33h
  • Großartige Dankesrede. Jede/r nimmt sich die Zeit und die Worte, die sie braucht.

    Die Angaben sind leider falsch. Jodie Foster gewann zwar den BAFTA und den Donatello für Taxi Driver, ihren ersten Oscar aber erst 1989 für Angeklagt. 1992 folgte dann der 2. für Das Schweigen der Lämmer.
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#3 lionheartAnonym
  • 14.01.2013, 14:42h
  • Was mich interessieren würde, ist ob irgendjemand etwas über Mel Gibson weiß, der meines Wissens nach ultrakonservativ ist und sich in der Vergangenheit eher durch Homophobie, als durch Toleranz ausgezeichnet hat.
    Ich habe nämlich von einer Liberalisierung oder einem Linksruck seiner Person nichts mitbekommen.
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#4 chillandAnonym
  • 14.01.2013, 15:40h
  • Antwort auf #3 von lionheart
  • Interessiert Dich das wirklich? Ich muß es nicht wissen, den man muß Ihn nicht ernst nehmen. Das ist Alkoholiker mit gewalttätigen und antisemitischen Ausfällen. Und, wie Du schreibst offenbar auch homophob. Der Griff zur Fernbedienung ist das beste Mittel dagegen. Wäre er kein Alki und er gäbe Müll von sich, sehe das schon anders aus.
    Gratulation an J. Foster, tolle Frau.
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#5 lionheartAnonym
  • 14.01.2013, 17:08h
  • Antwort auf #4 von chilland
  • Ja, es interessiert mich.
    Für mich war Gibson immer das Paradebeispiel für einen amerikanischen Vulgärkonservativen. Gewaltbereit, ausländerfeindlich, fanatisch-religiös, stellenweise antisemitisch und das alles durch alkoholbedingte Ausfälle öfters publikumswirksam zelebriert.
    Nur scheint das Bild ja nicht ganz zu stimmen. Foster dankt ja auch ihm in ihrer Rede und er scheint mit ihr lange Zeit befreundet zu sein.
    Das passt halt nicht zu meinem Gibson-Bild. Und ich wollte halt wissen, ob er sich verändert hat, ob mein Bild falsch war, oder ob ich sonst irgendwas nicht mitbekommen habe.
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#6 TheDadProfil
  • 14.01.2013, 18:08hHannover
  • Antwort auf #5 von lionheart
  • Gibson wurde als sechstes von 10 leiblichen Kindern in eine irisch-römisch-katholische Familie von ""Sedisvakantisten"" hinein geboren, die die Rechtmäßigkeit aller bislang und derzeit amtierender Päpste ablehnt..

    Gibson selbst hat 7 eheliche Kinder und ein uneheliches Kind, und fällt durchaus häufig durch antisemitische, homophobe, oder als schlicht dumm zu klassifizierenden Äußerungen auf, die auf seinen Alkhol- und Drogenkonsum zurückzuführen sind..

    Was seine Freundschaft mit Jodie Foster jetzt damit zu tun hat, die sich im Übrigem bereits 2007 erstmals öffentlich geoutet hat, als sie sich zu ihrer Freundin bekannte, erschließt sich mir nicht..

    Höchstwahrscheinlich läuft es aber darauf hinaus das im nächstem Statement von ihm der Satz vorkommt : ""Ich bin ja selbst nicht schwul, habe aber viele gute schwule Freunde""..
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#7 MatziasAnonym
  • 14.01.2013, 18:15h
  • Tja Kinners, der Mensch an sich hat ja ein widersprüchliches Innenleben.

    Es gibt auch Schwule, die Schwarze nicht mögen, und es gibt ja wie wir wissen schwule Republikaner.

    Gibson hat mit Jodie Foster gedreht auch unter ihrer Regie.

    Ausserdem ist Lesbischsein nicht so schlimm wie Arschfickerei :D
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.01.2013, 20:10h
  • Besser spät als nie und Glückwunsch zum Golden Globe für das Lebenswerk! Auch Christoph Waltz bekam eine Trophäe und das verdient!
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#9 David JacobAnonym
#10 chillandAnonym
  • 15.01.2013, 09:54h
  • Antwort auf #8 von FoXXXyness
  • Besser spät als nie ? Die Frau ist 50, im besten Arbeitsalter. Viele bekommen Preise für Ihr Lebenswerk erst "post mortem", oder kurz davor, wenn nichts mehr zu retten ist.. Das schmählert natürlich nicht Ihre Leistung. Gratuliert habe ich ja schon. Aber etwas komisch ist das schon. Also, die Kategorie.
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