Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 14.01.2013           3      Teilen:   |

Motto

CSD Stuttgart kämpft 2013 für "tiefenToleranz"

Dieses Plakat soll im Sommer in Stuttgart allgegenwärtig sein
Dieses Plakat soll im Sommer in Stuttgart allgegenwärtig sein

Die Stuttgarter CSD-Organisatoren wollen mit ihrem neuen Motto "tiefenToleranz" 2013 dafür werben, dass Schwule und Lesben in der Gesellschaft nicht nur geduldet, sondern integriert werden.

Der diesjährige CSD solle die Lebenswirklichkeit von Lesben und Schwulen "sichtbarer, greifbarer und verständlicher" machen, sagten die Veranstalter des größten baden-württembergischen CSDs bei der Vorstellung des neuen Mottos am Sonntag. Die rechtliche Situation von Homosexuellen habe sich zwar in den letzten Jahrzehnten verbessert, aber nach wie vor sei "die aktuelle Lebenssituation, von Rechtslage bis Alltag, nicht selten geprägt von Unwissen und Vorurteilen", so CSD-Gesamtleiter Christoph Michl.

Dabei erinnerten die Organisatoren an einen Satz von Johann Wolfgang von Goethe, der bereits Anfang des 19. Jahrhunderts erklärte: "Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen."

Auf Plakatmotiven werden im Rahmen des CSDs zwei Motive, jeweils ein schwules und ein lesbischen Paar gezeigt. Der Betrachter soll dabei für sich beantworten, wie er es mit der Toleranz in Bezug auf andere Lebensentwürfe hält. So könne "oberflächliche Toleranz" zu "ehrlicher, tiefer verwurzelter Akzeptanz" werden. Die Plakate sollen im Sommer überall in der Landeshauptstadt zu sehen sein. In einem Wettbewerb wollen die Organisatoren ferner "Kreative aus allen Bereichen" aufrufen, das Motto "tiefenToleranz" künstlerisch darzustellen.

Bereits im letzten Jahr hatte der Südwest-CSD mit "Gleichbeschäftigt" ein Kunstwort zu seinem Motto gemacht (queer.de berichtete). Damals wollten die Organisatoren auf Diskriminierung am Arbeitsplatz aufmerksam machen. Allerdings zeigten sich die Hürden der Anerkennung im Südwesten: So konnten die CSD-Organisatoren keinen Schirmherr oder keine Schirmfrau aus der schwäbischen Wirtschaft finden, sondern mussten auf einen Unternehmer aus Berlin zurückgreifen (queer.de berichtete). (dk)

Links zum Thema:
» CSD Stuttgart
Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 3 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 18                  
Service: | pdf | mailen
Tags: csd, stuttgart, motto
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "CSD Stuttgart kämpft 2013 für "tiefenToleranz""


 3 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
14.01.2013
23:56:26


(0, 2 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Das Motto ist gut und ein Schirmherr für den CSD in diesem Jahr sollte doch endlich mal zu finden sein, vielleicht ja der neue Stuttgarter OB von den Grünen, Fritz Kuhn?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
16.01.2013
13:39:43


(0, 2 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""tiefenToleranz"" klingt für mich eher nach "Bitte-Bitte-Kultur" als nach echter Forderung zur Gleichstellung, und dafür ist der Begriff meiner Meinung nach falsch gewählt, zumal Mann sich ja gar an Gothe orientierte..

Warum dann nicht Akzeptanz statt Toleranz ?

Wir wollen keine Duldung..

Die Menschen müssen begreifen das erst dann alle Bürger alle Menschenrechte genießen, wenn sie auch allen Bürgern uneingeschränkt zugestanden werden..
Da darf nicht differenziert werden..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
17.01.2013
13:42:31


(+3, 3 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #2 von TheDad


ich teile deine ablehnung einer flehenden bittstaller-haltung. aber so verstehe ich selber das motto hier nicht. ich verstehe es eher als hinweis darauf, dass wir neben der diskussion um die rechtliche gleichbehandlung noch einen mindestens ebenso wichtigen acker zu bestellen haben: den der alltags-toleranz.

schau dich z.b. mal in einer durchschnittlichen fußgängerzone oder einem büro um: entspricht die tatsächliche sichtbarkeit von schwulen und lesben unserer statistischen anzahl? wenn nein, liegt das nur an der rechtslage?

ich muss ja zugeben, dass ich dem stuttgarter csd-team mittlerweile fast schon blind folge. die haben einfach so oft so vieles richtig gemacht und waren der diskussion im rest der bewegung und im rest der csds so oft voraus, dass ich schon grundsätzlich nicht mehr kritisch an sie herantrete.

für mich ist jetzt genau der richtige zeitpunkt, mal wieder den blick von regenbogenfamilieneheprilegienglücklichepaare abzuwenden und uns zu fragen: was gab es denn da eigentlich noch für andere probleme? was heißt das eigentlich: toleranz? wie weit soll die gehen, bis wir zufrieden sein können? und wo fehlt die überall noch?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Stuttgart


 SZENE - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 SZENE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Magdeburg: Einstimmiger Beschluss für Hirschfeld-Gedenktafel "Tapetenwechsel 2.0" im Schwulen Museum* Studie: Intimrasur erhöht Krankheitsrisiko Mehr Geld für LGBTI-Projekte im Norden
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt