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  • 14.01.2013           7      Teilen:   |

Los Angeles

Porno-Industrie klagt gegen Bareback-Verbot

Artikelbild
Ohne Verhüterli ist im amerikanischen Porno-Mekka Anal-Sex vor der Kamera verboten

Porno-Produzenten sehen ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung in Los Angeles verletzt, weil in der Filmmetropole Vollerotik-Filme nur noch mit Kondom gedreht werden dürfen.

Das Label Vivid Entertainment, das Hetero-, Bi- und schwule Pornos produziert, hat nach AP-Informationen vor einem Gericht in Los Angeles Verfassungsbeschwerde gegen die Kondompflicht in Pornoproduktionen eingelegt. Hintergrund: Im Bezirk Los Angeles hatte die Bevölkerung im November letzten Jahres bei einem Volksentscheid mit 56 Prozent der Stimmen einem Verbot von Bareback-Sex in Filmen zugestimmt. Wenige Monate zuvor hatte bereits der Stadtrat von Los Angeles mit neun zu eins Stimmen die Kondom-Pflicht beschlossen (queer.de berichtete).

Größter Befürworter des Safer-Sex-Gebots ist die lokale Gruppe Aids Healthcare Foundation, die bereits seit Jahren für die Kondom-Pflicht in heimischen XXX-Filmen wirbt. Damit sollen in erster Linie Darsteller geschützt werden, die Filme sollen aber auch Zuschauer zu Safer Sex ermuntern.

In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach Drehpausen, nachdem sich Darsteller mit dem HI-Virus infiziert hatten. So stand die Industrie 2004 zwei Monate still, nachdem mehrere Pornodarsteller positiv getestet worden waren. Die kalifornische Gesundheitsbehörde hatte zwischen 2007 und 2011 Geldstrafen in Höhe von über 125.000 US-Dollar verhängt, weil Pornoproduzenten die bestehenden Richtlinien zum Gesundheitsschutz nicht einhielten.

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Pornoindustrie: Selbstkontrolle ist genug

Nach Ansicht der Produzenten ist die Regulierung unverhältnismäßig und verfassungswidrig: "Ich kämpfe leidenschaftlich dafür, dieses Gesetz zu kippen. Ich denke, unsere Selbstkontrolle beim Testen klappt gut", sagte Vivid-Gründer Steven Hirsch. "Seit 2004 haben wir mehr als 300.000 Szenen gedreht und es gab keine einzige HIV-Übertragung. Das neue Gesetz ist daher sinnlos und gibt der Regierung eine Zensurmöglichkeit, was die amerikanische Verfassung nicht gestattet." Außerdem beklagte er, dass die Pornoproduzenten mit einer Zusatzabgabe die staatlichen Kontrolleure selbst finanzieren müssen. Mehrere Darsteller schlossen sich der Klage an.

Die große Mehrheit der amerikanischen Porno-Filme – schwul und hetero – wird im San Fernando Valley im Nordwesten von Los Angeles gedreht. Zwar ist Bareback in der etablierten US-Pornoszene bereits jetzt verpönt. Beispielsweise werden bei den jährlich vergebenen GayVN-Awards Filme automatisch disqualifiziert, bei denen keine Kondome verwendet werden. Auch Star-Regisseurin Chi Chi LaRue setzt sich seit Jahren aus Sorge um die Gesundheit der Darsteller für eine Kondom-Pflicht ein. Allerdings produzieren gerade kleine Pornofirmen gerne Bareback-Filme, da insbesondere in Europa eine große Nachfrage nach diesen Filmen besteht. Das zeigt auch eine Umfrage unter britischen Schwulen aus dem vergangenen Jahr: Laut dem Magazin "FM" konsumieren 96 Prozent der Schwulen Bareback-Filme (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: bareback, pornos, los angeles
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Reaktionen zu "Porno-Industrie klagt gegen Bareback-Verbot"


 7 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
14.01.2013
15:04:17


(0, 8 Votes)

Von Turk18
Profil nur für angemeldete User sichtbar


So ein Schwachsinn! Es bleibt doch wohl jedem selbst überlassen, wer mit wem und vor allem wie herumgepoppt wird! Wer kauft denn bitteschön Filme mit Kondom? Niemand. Jeder weiß doch worauf er sich einlässt, und wer einen Tripper oder sonstiges in Kauf nimmt, weil er es gerne ohne mag - bitte! Ist doch seine Entscheidung. Chi Chi will sich doch nur Wichtig tun.


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#2
14.01.2013
18:20:40


(+2, 4 Votes)

Von chilland
Antwort zu Kommentar #1 von Turk18


Ich nicht. Ich habe keins drauf, wenn ich Filme kaufe.


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#3
14.01.2013
21:14:28


(-1, 5 Votes)

Von wanderer LE


"Laut dem Magazin "FM" konsumieren 96 Prozent der Schwulen Bareback-Filme" - wenn überhaupt. War bei mir so'ne Phase. Jetzt sind die Phantasien besser, mit gehabten oder als Partner ersehnten Jungs. Gute Pornos sind seit 2007 verboten.

Freut mich ungemein, wenn alle Propaganda nicht dazu geführt hat, Lust auf Kondome zu machen. Ich hab nie eines benutzt, bin aber auch nie beim Sex das Risiko einer Ansteckung mit Schnupfen, Feigwarzen, Tripper, Syphilis oder Hepatitis B eingegangen. (Nach sorgfältiger Prüfung in dieser Aufzählung ist nichts vergessen worden, der Rest ist Aberglaube.)


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#4
14.01.2013
21:53:56


(+1, 7 Votes)

Von püöolikujzh


hm, pornodarsteller die pozz getestet werden müssen sich das ja net beim dreh geholt haben, schliesslich haben die auch nen privatleben!


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#5
14.01.2013
22:51:19


(+2, 6 Votes)

Von Only human


Dass die Verhältnisse, unter denen in dieser Gesellschaft Pornos - wie auch alles andere -produziert werden, etwas mit ökonomischem Zwang und Ausbeutung zu tun haben, sollte Mensch bei dieser Diskussion vielleicht auch berücksichtigen.

Und dass nicht jeder 18-Jährige, der unter eben diesen Zwängen - z. B. einer stetig größeren Zahl von Arbeitslosen, denen die herrschende Profit- und Verwertungslogik keinerlei Perspektive mehr bietet - für die Gewinne der Porno-Industrie schuftet, die möglichen gesundheitlichen Folgen vollständig abschätzen oder abzuschätzen sich leisten kann...


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#6
14.01.2013
23:50:19


(-1, 3 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Vivid wird mit seiner Verfassungsbeschwerde mit Pauken und Trompeten scheitern! Kondompflicht bei Pornofilmen ist gut, denn es sind bereits genug Pornodarsteller mit dem HIV-Virus infiziert oder bereits daran gestorben. AIDS ist zwar immer noch nicht heilbar, aber die Anzahl der Neuinfizierten muß langsam gegen Null gehen. Gesundheit ist das höchste Gut, was wir Menschen haben!


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#7
15.01.2013
10:17:46


(-2, 4 Votes)

Von Greg
Antwort zu Kommentar #6 von FoXXXyness


Wow, auch ein blindes Huhn...


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