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  • 14.01.2013           11      Teilen:   |

Feministinnen gegen Homo-Hass

Femen-Protest im Vatikan gegen Homophobie

Artikelbild
Die Aktivistinnen wurden nach wenigen Sekunden von der Polizei abgeführt

Vier barbusige Aktivistinnen haben am Petersplatz beim Papstgebet gegen die vatikanische Homo-Politik protestiert – unterdessen beschimpft die Kirche Schwule und Lesben als Kinderhändler.

Die vier Frauen, die der feministischen Organisation Femen aus der Ukraine angehören, haben sich während des von Papst Benedikt XVI. abgehaltenen Angelus-Gebets ihre Kleider vom Körper gerissen und lautstark gegen den Kampf der katholischen Kirche gegen Homo-Rechte protestiert. Sie hatten unter anderem "In Gay We Trust" auf ihre nackten Oberkörper geschrieben. In Richtung des Papstes hielten sie ein Transparent mit der Aufschrift "Homophobe, shut up" (Halt's Maul, Homohasser) in die Höhe. Die Frauen wurden sofort von der Polizei festgenommen.

Hintergrund der Aktion: Die katholische Kirche hat in den vergangenen Wochen ihren Kampf gegen Homo-Rechte in Europa verschärft. So fand die Femen-Aktion fast zeitgleich zu einer Großdemonstration von Homo-Gegnern in Paris statt, die von katholischen Aktivisten mitorganisiert wurde (queer.de berichtete). Sie sprachen sich gegen die von der sozialistischen Regierung geplante Öffnung der Ehe aus.

Katholische Würdenträger protestieren auch in Großbritannien gegen die geplante Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht. Am Wochenende wurde dort ein von über 1.000 katholischen Priestern unterzeichnete Petition veröffentlicht, in dem die Ehe-Öffnung als "Christenverfolgung" bezeichnet wird.

Youtube | Euronews-Bericht über den Protest
Fortsetzung nach Anzeige


Italienische Kirche schürt Angst vor Regenbogenfamilien

Am Wochenende machten außerdem italienische Kirchen-Vertreter Stimmung gegen den obersten Verfassungsgerichtshof des Landes. Das Kassationsgericht hatte zuvor entschieden, dass Kinder in Regenbogenfamilien nicht benachteiligt seien (queer.de berichtete). Die italienische Bischofskonferenz erklärte in einer Stellungnahme, dass das Urteil "dem gesunden Menschenverstand widerspricht".

Der italienische Erzbischof Vincenzo Paglia, der Chef des päpstlichen Familienrates, wirft Homosexuellen sogar Kinderhandel vor: "Kinder sind keine Ware. Sie müssen mit einem Vater und einer Mutter aufwachsen", sagte der Würdenträger.

Am Sonntag hat das vatikanische Zentralorgan "L'Osservatore Romano" zudem einen Artikel veröffentlicht, in dem erklärt wird, dass Kinder nur bei heterosexell-verheirateten Paaren eine ausgewogene Erziehung genießen würden. (dk)

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Tags: katholische kirche, vatikan, femen, ukraine, italien
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Reaktionen zu "Femen-Protest im Vatikan gegen Homophobie"


 11 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
14.01.2013
16:25:27


(+6, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


An genau diese "Christenverfolgung" sollten sich die Herren im Vatikan dringend zurück erinnern..

Als die Menschen im staubigem Rund des Colosseum´s singend auf die Löwen zuschritten, im Namen der Liebe..

Heute sind die LGBT´s die Menschen, die singend auf den Vatikan-Löwen zuschreiten und Freiheit für die Liebe fordern..

Surrealismus live ist der Vorwurf des größten Kinderschänder-Ringes aller Zeiten ausgrechnet Schwule & Lesben als Kinderhändler zu verunglimpfen..

Hunderttausende Opfer der Inquisition, der Kreuzzüge und Heiligen Kriege, Tausende ungezeugte Nachkommen der Kastraten brüllen aus ihren unbefruchteten Eizellen dem Pontifex Maximus zu :
HALTS MAUL..


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#2
14.01.2013
18:06:00


(+7, 7 Votes)

Von David77


"Der italienische Bischof Vincenzo Paglia, der Chef des päpstlichen Familienrates, wirft Homosexuellen sogar Kinderhandel vor: "Kinder sind keine Ware. Sie müssen mit einem Vater und einer Mutter aufwachsen", sagte der Würdenträger. "

Ich bin sicher, viele sind derselben Meinung wenn es um die heimlichen Kinder seiner Kollegen geht, für die SChweigegeld bezahlt wird.

Wie schön, dass der Vatikan als Experte da mitreden kann und mit bestem Vorbild SELBER vorangeht, was die Fortpflanzung und das Verhältnis zu den eigenen Kindern angeht.


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#3
14.01.2013
19:09:07


(+1, 7 Votes)

Von Sebi


Toll, die lassen sich nicht von den Hasspredigern und ihren Mitläufern einschüchtern und ziehen ihren Protest gegen diese fundamentalistischen Klerikal-Faschisten durch.

Respekt!!


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#4
14.01.2013
19:44:18
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Eumel


Wenn es nur im Vatikan so wäre, hätten wir weniger Probleme.
Leider stellt sich selbst in Staaten wie Frankreich die Mehrheit gegen das Adoptionsrecht von Homosexuellen.


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#5
14.01.2013
19:59:59


(+2, 8 Votes)

Von Frage


Andere protestieren auch gegen Homophobie.
Schlagzeilen macht man aber selbst in queeren Medien vor allem wenn man weiblich und halbnackt ist...?


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#6
14.01.2013
20:12:13


(-2, 6 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Hut ab vor den vier Frauen!


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#7
14.01.2013
22:16:19


(+1, 7 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


herrrrrrrrrrrlich und geeeeeeeiiiillll !!!!!!!

erinnert es mich doch an "unsere" alten zeiten, als man hier noch "protestierte und demonstrierte"!!!

aber vielleicht werden hier ja auch mal wieder menschen wach, die der "eeeeeeeeeeeendlos dialoge" überdrüssig sind und öffentlich ihren unmut gegen diese faschisten herausschreien !!!

nur solche proteste machen unseren "gottesfürchtigen, kriegstreibenden regierungen" klar, dass es auch anders geht und das volk auch zu mehr protest bereit ist, wenn es denn nötig sein sollte !

denn das gejammer über das ach, so schlimme, soziale ungemach (in allen EU-ländern!), nervt langsam unendlich ! dann müssen die COUCHPOTATOES endlich mal den hintern hochkriegen, denn was muss, oder soll eigentlich noch den bach runtergehen, an errungenschaften, die das "gemeine volk", schon einmal erkämpft hatte ???

ein dickes, lautes BRAVO für diese mutigen engagierten mädels !!!!!


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#8
14.01.2013
22:36:50


(+5, 7 Votes)
 
#9
15.01.2013
04:28:10


(+3, 3 Votes)

Von SchwTA


Vor allem - die Mädels kommen aus der...Ukraine, die auch nicht gerade für ihr Engagement in den Mneschenrechten bekannt. Darauf ein dreifaches "Respekt"! Da kriegt man doch fast Lust, ein Studienreise in die Vatikanstadt zu machen und dem Odifex Maximus den blanken Hintern zu zeigen.


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#10
15.01.2013
09:40:39


(+1, 3 Votes)

Von Marek


Ich persönlich bevorzuge Glitter-Attacken, wie sie in den USA schon mehrfach durchgeführt wurden, aber das hat sich ja bisher leider noch nicht in Europa durchsetzen können.

Aber besser als nichts zu tun ist das allemal!


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