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  • 15.01.2013           29      Teilen:   |

Katholische Kirche

Priester warnt vor "schwuler Kirchenmafia"

Artikelbild
Priester Ariel Levi di Gualdo fühlt sich von der schwulen "Mafia" verfolgt (Bild: Wiki Commons / Ariel Stefano / CC-BY-SA-3.0)

Ein bekannter katholischer Autor und Priester aus Rom betrachtet die "Homosexualisierung der Kirche" als Versuch, die größte christliche Gemeinschaft zu einer "Institution der Sünde" zu machen.

Der Priester Ariel Levi di Gualdo sieht Homosexuelle als Hauptfeind der katholischen Kirche an. In einem Interview mit dem Kirchenmagazin "La Nuova Bussola Quotidiana" sagte di Gualdo, dass immer mehr Schwule wegen gesellschaftlichen Veränderungen als Priester in der Kirche arbeiten wollten. So müsse man an manchen katholischen Universitäten oder Klöstern "Angst haben, sich eine Geschlechtskrankheit beim Atmen einzufangen". Damit produziere die katholische Kirche "in ihrem Inneren das Böse, das sie verzehrt, mit der Gefahr, aus ihr eine Institution der Sünde zu machen, die Sünde produziert", so di Gualdo.

Der 2010 von Bischof Luigi Negri zum Priester geweihte jüdische Konvertit ist ein bekannter katholischer Autor von Sachbüchern. Bereits in seinem Werk "E Satana si fece trino" (Und der Teufel macht sich dreieinig) warnte er davor, dass die Kirche von Homosexuellen unterwandert werden könne. Im Interview bekräftigte er, dass Schwule es auf Kritiker wie seine Person abgesehen hätten: Er stehe "unter dem Beschuss der homosexualistischen Scharfschützen der mächtigen schwulen Kirchenmafia" ("mafia clerical gay"). Einen derartigen Angriff habe es in der 2000-jährigen Geschichte der Katholiken noch nie gegeben, ist er sich sicher. Liberalen Katholiken empfiehlt er, sich von Homosexuellen abzuwenden und die "Wahrheit" zu verkünden.

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Früher war alles besser....

Dagegen lobt der 1963 geborene Priester sehnsüchtig die Kirche seiner Jugend: "Vor mir sah ich nur Männer, die über jeden Verdacht erhaben waren", erinnert er sich. Grund: "Die Gesellschaft war anders. Niemand hätte gewisse Homoneigungen hervorgekehrt, um dieses Thema ernsthaft zu behandeln."

Die katholische Kirche hat sich in den letzten Monaten vermehrt in die politische Debatte um die Gleichbehandlung um Homosexuelle eingemischt. So hat sie am Wochenende eine Großdemonstration in Paris mitorganisiert, in der die geplante Gleichstellung von Homo-Paaren im Eherecht attackiert wird (queer.de berichtete). In Großbritannien vergleichen katholische Bischöfe die geplante Ehe-Öffnung sogar mit "Ideologien des letzten Jahrhunderts" wie Kommunismus und Nazismus (queer.de berichtete). Kritik an der Gleichbehandlung gibt es auch an der Spitze der Glaubensorganisation: Papst Benedikt XVI. bezeichnete die Homo-Ehe erst im vergangenen Monat als "schwere Verletzung der Gerechtigkeit und des Friedens" (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: katholische kirche, italien, rom, ariel levi di gualdo
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Reaktionen zu "Priester warnt vor "schwuler Kirchenmafia""


 29 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
15.01.2013
17:23:20


(+3, 9 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Solche Kommentare aus dem Innersten der römischen Kirche tragen dazu bei, dass Italien auch in Zukunft eines der schwulenfeindlichsten Länder Westeuropas bleiben wird. Italien wurde von der Reformation kaum berührt, was sich auch im Bereich Schwulenpolitik äußerst negativ auswirkt.


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#2
15.01.2013
17:30:11


(+7, 9 Votes)

Von Cosa Nostra


Der Vatikan hatte sich zuvor bereiterklärt, das Grab des 1990 erschossenen Mafia-Bosses zu öffnen und seine Zusammenarbeit mit den Ermittlern zugesagt. DerKirchenstaat hatte die Bestattung des Mannes in der Basilika erlaubt, obwohl diesüber Jahrhunderte hinweg nur Kardinälen und anderen hohen Kirchenmännern vorbehaltengewesen war.

Link zu www.n-tv.de

Die italienische Zentralbank hat den Vatikan vom elektronischen Zahlungsverkehr abgeschnitten. Damit können Besucher und Gläubige nur noch bar bezahlen. Der Ausgangspunkt des Problems hat im Vatikan eine lange Vorgeschichte. Er lautet: Verdacht auf Geldwäsche.

Link zu www.tagesschau.de


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#3
15.01.2013
17:42:00


(+6, 8 Votes)

Von KMBonn
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.05.2012


Da bewahrheit sich mal wieder der alte Spruch, daß Konvertiten dazu neigen, päpstlicher als der Papst zu sein. Wiewohl es schon verwundert, daß das überhaupt geht.


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#4
15.01.2013
17:48:47


(+7, 7 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #3 von KMBonn


Der Mann sollte sich zu dem bekennen, was er eigentlich ist.


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#5
15.01.2013
18:01:36


(+6, 6 Votes)

Von Oh je der Arme


Die Schwester ist im Hirn vollkommen verdreht!


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#6
15.01.2013
18:03:35


(+7, 7 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


"Schwule Kirchenmafia". Den Ausduck muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen! Feiern sie auch bald Karneval in Rom? Tataaataraaaa!


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#7
15.01.2013
18:43:45


(+5, 5 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #6 von lucdf


Man sollte dieser irrgeleiteten Klemmschwester ein schönes Plätzchen in der Psychiatrie zuweisen - da würde sie gut betreut werden und könnte sich in Ruhe ihren Wahnvorstellungen hingeben.................


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#8
15.01.2013
19:07:20
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von daVinci6667
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"produziere die katholische Kirche "in ihrem Inneren das Böse, das sie verzehrt, mit der Gefahr, aus ihr eine Institution der Sünde zu machen"

Das ist sie längst und das war sie auch schon immer! Machen wir uns nichts vor: Welcher echte und gesunde hetero würde denn schon freiwillig die kirchliche Laufbahn einschlagen und ein Zölibat akzeptieren? Kaum einer!

Das Zölibat hat dazu geführt, dass das Kirchenpersonal mit Sicherheit zu 90% aus Schwulen, Pädophilen und anderen Perversen besteht,die ihre Sexualität verstecken müssen oder glauben dies zu müssen!

Der Kirche ist dies auch seit langem klar. Sie hat nun aber neu das Problem, dass ihr in einer diskriminierungsfreien, toleranten Gesellschaft die Schwule akzeptiert, die Priester ausgehen!


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#9
15.01.2013
19:22:35


(+8, 8 Votes)

Von Anonym


Irgendwie erinnert mich, das, was sich im Moment die katholische Kirche erlaubt, sehr stark an die Geschehnisse der 1930er Jahre.

Damals hatten sie die Kommunisten als größte Bedrohung wahrgenommen und mehr Hölle als Himmel in Bewegung gesetzt, damit der Kommunismus zurückgedrängt wird. Sie mussten ja schließlich befürchten, dass die Leute sich deswegen von ihnen abwenden. Deswegen hatte sich dann die katholische Kirche auch den faschistischen Systemen an den Hals geworfen. Aus keinem anderen Grund gibt es heute den Vatikanstaat. Mussolini selbst hat dafür gesorgt, dass der Papst wieder sein eigenes kleines Reich hat.

Und als der ganze Spuk zu Ende war, wollten sie mit diesen Vorgängen nichts zu tun haben und wollen sogar Widerstand geleistet haben.

Nachzulesen in:
Deschner, Karl-Heinz: Mit Gott und den Faschisten, Der Vatikan im Bunde mit Mussolini, Franco, Hitler und Paveli. Günther, Stuttgart 1965; Neuauflage: AHRIMAN Verlag, Freiburg 2012.


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#10
15.01.2013
20:06:29


(+6, 6 Votes)

Von lesMam
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Angst haben, sich eine Geschlechtskrankheit beim Atmen einzufangen."

*LOL

Na ja, wenn er vom Atmen beim Blasen spricht könnte er recht haben...

Oh man was laufen bei denen denn für Knallbonbons rum. Einer lächerlicher als der andere.
Und es gibt tatsächlich Leute die den geistigen Dünnschiss auch noch glauben. Gaga !!

Also für mich gehören die allesamt in die Klapse (wo man eigentlich schon für weniger eingeliefert wird).


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