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Die georgische Militärpolizei soll die Homophobie in der Bevölkerung ausgenutzt haben

Agenten des georgischen Geheimdienstes sollten offenbar im Auftrag der Regierung Sex mit Schwulen haben, um diese später zu erpressen.

Die Staatsanwaltschaft in Tiflis wirft der georgische Militärpolizei vor, "öffentlich bekannte" Homosexuelle erpresst zu haben. Die beschuldigte Behörde untersteht dem Geheimdienst des Landes. Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf georgische Quellen berichtet, hat die Militärpolizei gut aussehende männliche Agenten damit beauftragt, mit den schwulen Zielpersonen in Kontakt zu treten, ihre Wohnungen zu verwanzen und sie in kompromittierenden Situationen zu filmen. Um sie zu "überführen", sollen die Agenten angewiesen worden sein, mit den prominenten Schwulen Sex zu haben. Die Opfer mussten daraufhin für die Regierung arbeiten. Der Fernsehsender "Rustavi 2" berichtet etwa, dass die Geheimpolizei die Erpressten dazu gezwungen hat, für Projekte der Regierung zu "werben".

Homosexualität ist in der ehemaligen Sowjetrepublik zwar seit 2000 legal, allerdings erklärten laut einer aktuellen Umfrage rund 92 Prozent der Georgier, dass gleichgeschlechtliche Liebe für sie "völlig inakzeptabel" sei.

Die Polizei hat bisher drei Beamte in Verbindung mit dem Fall festgenommen, die aber auf Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Zudem haben die Behörden dutzende Videokassetten mit Aufnahmen der Erpressungsopfer sichergestellt.

Ermittlungen wegen Regierungswechsel aufgenommen

Im Zentrum der Ermittlungen steht Militärpolizeichef Megis Kardava, der sich aber derzeit im Ausland aufhalten soll. Die Ermittlungen wurden vor allem aus politischen Gründen veranlasst: Erst Anfang Oktober 2012 konnte die Opposition unter Führung des Milliardärs Bidsina Iwanischwili die Mehrheit im Parlament gewinnen. Daraufhin startete sie Untersuchungen über die "Verbrechen" von Staatschef Micheil Saakaschwili, der das Land seit 2004 autoritär regiert.

In Georgien ist es für Homo-Aktivisten wegen der negativen öffentlichen Meinung so gut wie unmöglich, für Gleichbehandlung zu demonstrieren. So wurden Teilnehmer einer Veranstaltung zum "Tag der Homophobie" im vergangenen Jahr von Schlägern angegriffen und verletzt (queer.de berichtete). Aktivisten sind außerdem Repressionen von der Polizei ausgesetzt. 2010 wurde etwa Paata Sabelashvili von der Gruppe "Inclusive Foundation" zwei Wochen lang interniert (queer.de berichtete). (dk)



#2 PlausibelAnonym
#3 all inclusiveAnonym
  • 16.01.2013, 14:30h
  • auch eine art sich pornos zu besorgen.
    traf er die auswahl der samenfallen?

    im dienste des höheren, versteht sich.

    " hat die Militärpolizei gut aussehende männliche Agenten damit beauftragt"
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#4 TabuAnonym
  • 16.01.2013, 14:35h
  • Wäre mal ein Thema für James Bond, dessen Filme angeblich sozialkritisch sind.
    Sozialkritisch, solange es nicht sichtbar homosexuelle Themen betrifft.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 LucaAnonym
  • 16.01.2013, 21:06h
  • Solche Regierungen sollten für immer verschwinden und am besten auch noch bestraft werden... Aber das ist dann wieder Immunität, die sie sich selbst verliehen haben...
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#7 Miguel53deProfil
  • 16.01.2013, 21:55hOttawa
  • Was regen wir uns auf. Gibt es nicht auch in den USA immer noch die "agents provocateurs" auf den Klappen? Oder wie war George Michael noch mal auf der Klappe in LA "erwischt" worden? Vielleicht sind die ja auch endgueltig abgeschafft, aber lange her ist das auch nicht.
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#8 TomarneAnonym
  • 17.01.2013, 17:12h
  • *Seufz* Warum passiert mir sowas nie? Ich würde für die sogar das Klo mit der Zahnbürste putzen, wenn sie mir dafür regelmäßig ihre geilen Agenten vorbeischicken!
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