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  • 17.01.2013               Teilen:   |

Bochow-Studie, die Neunte

HIV/Aids: Schutzverhalten weiter auf hohem Niveau

Artikelbild
Aus der empirischen Unschärfe geholt: Die 9. Studie zum Leben schwuler Mann liegt vor. (Bild: Coverabbildung)

Wie leben schwule Männer im Zeitalter von Aids heute? Die Ergebnisse der Online-Umfrage von 2010 wurden jetzt veröffentlicht.

1987, just in dem Jahr, in dem die große Volkszählung auf erbitterten politischen Widerstand stieß, wurden erstmals schwule Männer nach ihrer Lebenssituation und ihrem Sexleben befragt. Die Deutsche AIDS-Hilfe ließ einen Fragebogen in den damals wichtigsten Monatszeitschriften für schwule Männer (ein Gutteil davon kostenlose Programmblätter der Schwulenmetropolen wie Berlin/West, Hamburg, Köln etc.) in der alten Bundesrepublik verteilen. Auf vier Seiten ging es um sehr persönliche Details, doch Proteste gegen die Neugier gab es kaum. Im Lichte der Aids-Krise betrachtet war allen verständlich, wie notwendig es ist, sich Klarheit darüber zu verschaffen, wie denn die Gruppe der schwulen Männer, unter denen die Epidemie wütete, eigentlich lebt. Nur mit Hilfe der Empirie ließen sich funktionierende Präventionskonzepte entwickeln.

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Großes Interesse an Infos zu HIV, viele Gewalterfahrungen im Alltag

Über diese Medien machten die User bei der Befragung mit. queer.de auf Platz 3
Über diese Medien machten die User bei der Befragung mit. queer.de auf Platz 3

Einer, der schon vor 25 Jahren die Fragebögen eingesammelt und ausgewertet hat, ist auch bei der neunten Ausgabe der schwulen Volksbefragung wieder dabei. Michael Bochows Bart ist im Laufe der langen Beschäftigung mit dem Thema ergraut, das Wissen des Sozialwissenschaftlers über unser Sex-, Beziehungs-, und soziales Leben aber auf einem frischen Stand. Die Deutsche Aids-Hilfe veröffentlichte in dieser Woche seine "Bochow-Studie, den Bericht, den er zusammen mit seinen Kollegen aus den Daten der Befragung aus dem Sommer 2010 erstellt hat.

Die Fülle der Daten ist überwältigend. Insgesamt kann aber gezeigt werden, dass das Schutzverhalten über die Jahre auf einem hohen Niveau geblieben ist, und dass schwule und bisexuelle Männer auch nach 30 Jahren HIV/AIDS weiterhin an Informationen und Beratung zu den Übertragungswegen von HIV und anderen sexuell-übertragbaren-Infektionen interessiert sind. Die Autoren zeigen jedoch auch, dass das Ausmaß an erlebter antischwuler Gewalt weiterhin erheblich ist. Sie verweisen darauf, dass "diese bleibende soziale Verwundbarkeit homo- und bisexueller Männer in allen Präventionskampagnen zu HIV/Aids bedacht werden" sollte.

Anders als zuvor fand die Erhebung im Rahmen det "European MSM Internet Survey" (EMIS) statt, einem von der Europäischen Union kofinanzierten Projekt, an dem Regierungs- und akademische Institutionen und Nicht-Regierungsorganisationen aus 38 europäischen Ländern beteiligt waren. Der Datensatz der vorliegenden Auswertungen beruht auf über 55.000 im Internet ausgefüllten Fragebögen.

Queer.de wird in den kommenden Tagen in einer kleinen Reihe die wichtigen Erkenntnisse des 300 Seiten starken Berichtes näher beleuchten. (cs)

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» Die komplette Studie als PDF zum Download
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Tags: michael bochow, hiv, aids, studie
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