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  • 19. Oktober 2004, noch kein Kommentar

Jerusalem Im Jerusalemer Stadtrat gibt es Streit um eine Ehrung für den 1868 in Deutschland geborenen Sexualwissenschaftler Magnus Hirschfeld, berichtet die katholische Nachrichtenagentur KNA. Der linksgerichtete Meretz-Stadtabgeordnete Saar Nathaniel hatte beantragt, den deutsch-jüdischen Zionisten, Nazi-Gegner und Befürworter der Abschaffung des Homosexuellen-Paragrafen 175 mit einem Straßennamen in Jerusalem zu ehren. Ein Empfehlungsausschuss unter der Leitung von Schimschon Nir sprach sich jedoch gegen die Auszeichnung aus, Hirschfeld habe keine besondere Beziehung zu der Stadt gehabt. Eine endgültige Entscheidung soll am Dienstag bei der Vollversammlung des Namensausschusses fallen. "Es ist an der Zeit, dass Jerusalem und der Staat Israel die Verfolgung von Homosexuellen während des Holocaust anerkennen", begründete Nathaniel seinen Antrag. In Deutschland seien viele Straßen nach Hirschfeld benannt worden. Nathaniel befürchtet, dass die erklärte Homosexualität Hirschfelds der eigentliche Grund für die Ablehnung der Ehrung sei. (nb/pm)