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Berlin Berlins Homo-Politiker haben die Entscheidung der Union kritisiert, zur gestrigen Anhörung im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages eine Vertretertin der evangelikal-fundamentalistischen Gruppe "Christen in der Offensive" als Gutachterin zu laden. Die Lesben- und Schwulen in der Union (LSU) bemühten sich um Schadensbegrenzung und kritisierten, dass die CDU/CSU-Fraktion Dr. Vonholdt "die Möglichkeit eingeräumt hat, ihre abstrusen Thesen vorzutragen". "Es grenzt an einen Skandal, dass man hier einer Frau das Podium bereitet, deren Aussagen eine klare Diskriminierung von Homosexuellen darstellen. Wer heute noch die Meinung vertritt, dass man Homosexualität therapieren müsse, oder gar 'weg beten' könne, betreibt Scharlatanerie", sagte Axel Hochrein, stellvertretender Bundesvorsitzender der LSU. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) bezeichnete die Wahl Vonholdts als "völlig unverständlich". "Dass die CDU/CSU-Fraktion evangelikalen Fundamentalisten ein Podium verschafft, passt gar nicht zu dem Image einer 'modernen Großstadtpartei', um das die Union neuerdings so bemüht ist", so LSVD-Sprecher Philipp Braun. Bei der Auswahl der Gutachter könne es "nicht verwundern", dass sich diese vom "rot-grünen Reformvorhaben nicht überzeugen ließen", sagte Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion. Wenig überzeugt vom rot-grünen Gesetzentwurf zeigte sich hingegen sein Amtskollege von der FDP, Jörg van Essen: "Rot-Grün sollte jetzt von der halbherzigen Forderung nach Einführung einer Stiefkindadoption Abstand nehmen und sich der weitergehenden FDP-Forderung nach einem gemeinsamen Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare anschließen", die Union solle zugleich ihre Blockade in den Ländern aufgeben, sagte van Essen. Zu Vonholdt äußerte er sich nicht. Dass die Gutachter in der Mehrheit keine Hindernisse in den Ergänzungen zur Lebenspartnerschaft sahen, freute wiederum alle bereits erwähnten Politiker. Von SPD/Schwusos und der Union selbst liegen keine Reaktionen vor. (nb)



#1 GerdAnonym
  • 20.10.2004, 14:35h
  • Also es ist wirklich ein absolutes Trauerspiel, wenn die CDU/CSU im Rechtsausschuss Frau Vonholdt, die als evangelikale Fundamentalistin bekannt ist, als Gutachterin benennt.

    Und man kann es nur noch als skandalös bezeichnen, was diese Frau schreibt, und jeden homosexuellen Menschen möchte ich hiermit ausdrücklich vor dem pseudowissenschaftlich arbeitenden Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft warnen.

    Warum akzeptiert diese Frau nicht, dass beispielsweise ich mit meinem langjährigen Freund sehr, sehr glücklich in unserer Nachbarschaft lebe; wo wir sehr gut mit den Nachbarn befreundet sind, beide unserer Arbeit nachgehen und meine Beziehung genauso glücklich verläuft, wie dies bei meiner verheirateten Schwester und ihrem Mann ist.

    Wir stehen zueinander in guten und in schlechten Zeiten, wie dies bei einer guten Ehe der Fall ist. Und mit meiner Schwester bin ich mir einig; auch sie kann nicht verstehen, warum sie steuerlich bessergestellt wird.

    Vielen Dank an die EKD, die sich wohltuend von solchen evangelikalen Fundamentalisten abhebt.
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