Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 21.01.2013           32      Teilen:   |

Papst beruft Heiner Koch

Homo-Gegner neuer Bischof von Dresden-Meißen

Artikelbild
Will homosexuelle Paare unsichtbar machen: Heiner Koch, neuer Bischof von Dresden-Meißen (Bild: Erzbistum Köln)

Der Kölner Weihbischof Heiner Koch, der einem schwulen Schützenkönig untersagte, mit seinem Freund aufzutreten, ist vom Papst zum neuen Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meißen berufen worden.

Offen gezeigte Homophobie ist in der Katholischen Kirche noch immer gut für die Karriere. Nur etwa anderthalb Jahre, nachdem der Kölner Weihbischof Heiner Koch dem schwulen Schützenkönig Dirk Winter aus Münster persönlich verbat, bei offiziellen Anlässen gemeinsam mit seinem Lebenspartner aufzutreten (queer.de berichtete), wurde er zum neuen Bischof von Dresden-Meißen berufen.

Papst Benedikt XVI. habe die Wahl des Domkapitels am 18. Januar bestätigt, erklärte Domdekan Georg Weinhold Ende im Bischöflichen Ordinariat an der Elbe. Der 58-jährige Hardliner soll am 16. März in der Dresdner Hofkirche offiziell in sein Amt eingeführt werden.

Heiner Koch wurde 1954 in Düsseldorf geboren und studierte Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaften. Bereits an seinem 26. Geburtstag wurde er zum Priester geweiht. Im Jahr 2006 wurde er vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner zum Weihbischof ernannt. Bereits seit 1995 ist er als Bundespräses für den Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften zuständig.

Fortsetzung nach Anzeige


Koch: Schwule "missbrauchen" Schützenbrüderschaften

In dieser Funktion schrieb Koch im Sommer 2011 einen Brief an Dirk Winter, der kurz zuvor zum Schützenkönig seines Vereins St. Wilhelmi in Münster aufgestiegen war. Darin heißt es: "Es spricht nichts gegen die Mitgliedschaft homosexueller Personen in unseren Schützenbrüderschaften". Allerdings habe das "Sakrament der Ehe eine wesentlich tiefere Bedeutung als jede andere Lebenspartnerschaft." Daher dürfe kein schwuler Lebenspartner mit dem Schützenkönig auftreten.

Im März vergangenen Jahres legte der Kölner Weihbischof noch einmal kräftig nach: Im Interview mit dem Domradio rechtfertigte Koch das Verbot offen homosexueller Schützenkönige mit der "besonderen Bedeutung der Ehe" (queer.de berichtete). Ein schwules Königspaar sei ein "Missbrauch zu Demonstrationszwecken", da der Eindruck entstehen könne, dass deren Beziehung gleichwertig mit einer heterosexuellen Ehe ist: "Wir möchten verhindern, dass das öffentliche Auftreten als 'Schützenkönig und -königin' als Demonstration missbraucht wird, dass jede partnerschaftliche Beziehung gleichwertig und gleichartig ist."

Im Bistum Dresden-Meißen folgt Koch auf Altbischof Joachim Reinelt, der bereits im vergangenen Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde. Das Bistum erstreckt sich über weite Teile Sachsens und Gebiete in Ostthüringen. "Ich meine mit festem Glauben sagen zu dürfen, er ist eine gute Wahl für unser Bistum", begrüßte der Dresdner Domdekan Georg Weinhold laut "WAZ" die Ernennung des Homo-Gegners. Diözesanadministrator Michael Bautz erhofft sich von Koch vor allem "eine gute Orientierung": "Er wird für viele auch eine Motivation zu einem christlich-katholischen Leben sein." (cw)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 32 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 86             3     
Service: | pdf | mailen
Tags: heiner koch, schützenbrüder, dresden, köln, papst
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Homo-Gegner neuer Bischof von Dresden-Meißen"


 32 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
21.01.2013
08:40:31


(+11, 11 Votes)

Von Stephen
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Oh Oh Oh, ich wäre vorsichtig mit dem Wort "Missbrauch", Eure Exzellenz, wer im Glashaus sitzt......


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
21.01.2013
09:05:05


(+8, 8 Votes)

Von stromboli
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 01.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von Stephen


missbrauch...kicher.. fordern wir doch den herrn auf, mal seine soutane zu lüften.. mal sehen was drunter hervorkriecht!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
21.01.2013
09:15:12


(+7, 9 Votes)

Von Ralf


Na ja, immerhin gibt er zu, dass der Auftritt des Schützenkönigspaars nicht einfach Tradition ist, sondern Demonstrationszwecken dient, also in die Kategorie "aggressiv zur Schau gestellte Heterosexualität" fällt, die jedem friedliebenden Schwulen so sehr auf die Nerven geht.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
21.01.2013
10:02:18


(+6, 8 Votes)

Von Felix


Was sind das für Menschen, die Liebe verachten und Hass predigen?

Hat die katholische Kirche mit dem jahrzehntelangen Vertuschen von massenhaftem Kindesmissbrauch (das bis heute anhält), mit Kondomverbot, etc. etc. nicht schon genug angerichtet?!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
21.01.2013
10:33:15


(+5, 5 Votes)

Von Thorsten1
Aus Berlin
Mitglied seit 15.05.2012


Es hat sich in den letzten Jahren immer wieder bestätigt: Karriere macht man unter dem homophoben Homo Ratzinger nur, wenn man sich laut und deutlich gegen die Emanzipation der Schwulen und Lesben geäußert hat. Das ist geradezu zu einer Voraussetzung für das Bischofsamt geworden. Von dieser Regel gab es bisher keine Ausnahme. ALLE, die in den letzten Jahren Bischof oder Kardinal wurden, hatten sich zuvor in diesem Sinne geäußert. Alle karriegeilen Pfaffen, die -ganz auf Linie- mit römischen Kragen und blaß vom Zölibat durch die Gegen laufen, haben dies verstanden.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
21.01.2013
11:09:48


(+12, 14 Votes)

Von Gegen rechts


Weihbischof Koch wird sich in Sachsen und der sächsischen Landeshauptstadt Dresden sicher bald wie zu Hause fühlen,

Ist doch dieses "Tal der Ahnungslosen", wie es zu DDR-Zeiten von Nicht-Sachsen spöttisch genannt wurde (weil man dort kein Westfernsehen empfangen konnte) auch heute noch ein Sammelbecken von Ignoranten, Rechtsextremen, Rassisten, Homophoben, Islamophoben und Antisemiten:

Die NPD sitzt im sächsischen Landtag und Schwulenhasser *Steffen Flath ist Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Da kommt es auf einen homophoben Pfaffen auch nicht mehr an.

*Steffen Flath ist auch Mit-Initiator des unsäglichen reaktionären und homophoben sog. "Berliner Kreises in der CDU", in dem auch "unsere Freundin" Erika Steinbach ihr Unwesen treibt.

Link zu www.landtag.sachsen.de

*
Link:
docs.google.com/file/d/0B9F6ub8wD7gqVXUzdFZEbC04TG
8/edit?pli=1


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
21.01.2013
12:55:26


(+6, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich laß da jetzt mal meinen innewohnenden Vorurteilen freien Lauf..

Mir ist ein Mensch der neben Theologie ERZIEHUNGSWISSENSCHAFTEN studiert zutiefst suspekt, wenn seine Berufsausbildung dann in die Sackgasse Priester mündet..

Eine solche Ausbildung hätte durch die implizierte Philosophie ja auch in der Karriere eines Philosophie-, Ethik-, Sozialkundelehrers an einem Gymnasium enden können, und die Herkunft aus Düssenldorf beinhaltet zumindest die Möglichkeit eines im rheinischen Karneval durchaus aktiv fröhlichen Zeitgenossen, der sich den Freuden des Lebens nicht abgeneigt zeigt..

Aber irgendetwas muß da mit der Muttermilch nicht in Ordnung gewesen sein..
Entweder war die mit dem Wasser aus dem Rhein verseucht, von dem die Kölner ja behaupten, sie machten von der Deutzer Brücke aus Pipi in ihn hinein, und die Düsseldorfer daraus dann Alt..

Oder der Mensch war zu kurz an der Brust, und hat dadurch zuwenig Mutterliebe erhalten..

Wie dem auch sei..
Gesellschaftspolitisch ist der Mann ein weiteres Ärgernis, seine schwulenfeindliche Einstellung ein weiteres Mal eine klare Kampfansage der RKK..


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
21.01.2013
16:12:33


(+8, 8 Votes)

Von Peter Kuehl


es gibt nur eine Konsequenz: aus der katholischen KIrche austreten.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
21.01.2013
16:27:46


(+6, 6 Votes)

Von kirchenfeindlich
Antwort zu Kommentar #2 von stromboli


unter der soutane meines papas bin ich auf dem umweg durch die vagina meiner mutter hervorgekrochen.

ob er auch als junger pfaffe manche pfarrersköchin geschwängert hat und die "vaterlosen" wie ich einer war irgendwo aufs abstellgleis gestellt hat???

ratzebutz weisst du von dem allem und was sagst du dazu??

fazit: katholibanische priester zeugen schwule, hihi


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
21.01.2013
17:57:11


(+4, 6 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012
Antwort zu Kommentar #5 von Thorsten1


Hier lohnt mal wieder die Wiederholung des bekannten F.W. Bernstein-Spruchs: "Die schaerfsten Kritiker der Elche, waren frueher selber welche."

Link zu www.echolog.de

Diese Kirche wendet sich immer mehr von den Menschen ab, wird immer mehr eine eiskalte Machtmaschine, die ihren ganzen Einfluss auf Politik und Gesellschaft einsetzt. Wie zuletzt in Frankreich erlebt. Sie spaltet die Gesellschaft, statt sie zu versoehnen.
Das alles im Namen Jesus und im Namen der Liebe. Und sie spuert nicht einmal,wie sie sich immer mehr radikalisiert. Oder das ist Kalkuel und sie weiss die Gelegenheit zu nutzen: Nach dem Motto "haltet den Dieb" gelingt es ihr, von eigener Schuld und Verstrickung abzulenken.
Jesus, wenn es ihn denn tatsaechlich gegeben haette, wuerde sich im Grab umdrehen!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  1234  vor »


 GLAUBE

Top-Links (Werbung)

 GLAUBE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Malta verbietet Homo-"Heilung" Video: Schwuler Heiratsantrag vor dem Dom Landkreis wehrt sich weiter gegen "Homoheiler"-Verein Russische Abgeordnete: FIFA-Game ist Homo-"Propaganda"
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt