Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?18388

Überraschung bei einer Modenshow in Paris: Zum Finale schickte Modezar Karl Lagerfeld ein Frauenpaar samt Kind auf die Bühne.

Die Präsentation für Chanel im Grand Palais endet traditionell mit der Vorstellung von Brautkleidern. Am Dienstag liefen nun zwei Models im weißen Brautkleid auf – mit einem ebenfalls in Weiß gekleideten Jungen.

Der Vierjährige ist ein Patenkind von Lagerfeld. Dass sich der 79-Jährige plötzlich in den französischen Kulturkampf um die Homo-Ehe einmischt, überrascht: Bislang hatte er eher ablehnende Äußerungen zum Thema von sich gegeben. Auch am Dienstag sagte er Berichten zufolge hinter der Bühne, er sei "nicht danach verrückt", dass gleichgeschlechtliche Paare "Kinder bestellen".

Bereits 2010 hatte der gebürtige Hamburger dem kanadischen Film-Regisseur Bruce LaBruce erzählt, er sei gegen die Homo-Ehe, weil sie zu spießig sei: "In den 60ern sagten alle, dass wir das Recht haben, anders zu sein. Und jetzt wollen alle plötzlich das bürgerliche Leben" (queer.de berichtete). Auch hatte er Zweifel am Adoptionsrecht: "Für mich ist das schwer vorzustellen – einer der Väter bei der Arbeit und der andere zu Hause mit dem Baby. Wie wäre das für das Baby? Ich weiß es nicht."

Ein Jahr später sagte er bei Markus Lanz: "Dass lesbische Paare Kinder adoptieren, finde ich toll. Bei Männerpaaren bin ich nicht so für. Mütter gehören zu Kindern und Kinder zu Müttern" (queer.de berichtete).

Die Aktion Lagerfelds hat ihm und den Befürwortern der Ehe-Öffnung nun zumindest eine große Aufmerksamkeit gebracht. Erst vor wenigen Tagen hatte das Modemagazin "Elle" ein lesbisches Paar auf sein Cover gehievt, im Brautkleid und mit der Überschrift "Ehe für alle" (queer.de berichtete). Die "Elle"-Chefin twitterte dann auch heute aus der Modenshow ein Bild der Lagerfeldschen Regenbogenfamilie mit dem Hinweis: "Hübsch." (nb)

Bild: Valérie Toranian von Elle France / Twitter



#1 DavidJacobEhemaliges Profil
#2 LexiAnonym
  • 22.01.2013, 20:19h
  • Auf den kann die Community gut verzichten.

    Bei Mode geht es leider vornehmlich um Frauen. Männer haben schon von der Auswahl her viel weniger Vielfalt und Werbung durch die Modeindustrie. Schwule Designer wie Lagerfeld machen das aus Profitgründen mit, anstatt was dagegen zu unternehmen.
    Das ist Heteronormalität, die er bereitwillig mitmacht, leider nichts neues.

    Aber das jetzt einer aus unseren Reihen den Männern abspricht weniger wichtig und sorgend für Kinder zu sein, ist unter aller Sau.
    "Dass lesbische Paare Kinder adoptieren, finde ich toll. Bei Männerpaaren bin ich nicht so für. Mütter gehören zu Kindern und Kinder zu Müttern"

    Wie Obama schon sagt:
    "Denn wenn wir wirklich gleich erschaffen sind, dann muss die Liebe, die wir einander anvertrauen, auch gleich sein."
    !
  • Antworten » | Direktlink »
#3 DiversityManagerAnonym
#4 Linu86Profil
  • 22.01.2013, 21:05hAachen
  • Lagerfeld ist "für" die Homo-Ehe, weil er sich vorstellen kann selbst mal zu heiraten.

    Lagerfeld ist gegen die Homo-Adoption, weil er selbst keine Kinder will und ein Kind "Mutter" und "Vater" braucht.

    Egozentrik par excellence :P
  • Antworten » | Direktlink »
#5 pfffftAnonym
  • 22.01.2013, 21:20h
  • Aber sicher karl...adoptionen nur für heten und lesben und schwule bleiben weiter 2.klasse...sonst alles klar im oberstübchen?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FoxieAnonym
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.01.2013, 01:23h
  • Herr Lagerfelds Einstellung zum Adoptionsrecht für lesbische und schwule Paare ist sehr einseitig!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 papayoyoProfil
  • 23.01.2013, 01:34htrier
  • Wow,Karl Lagerfeld von dem hätte ich das nun nicht gedacht.Aber Da setzt eine deutscher schwuler Promi mal ein kleines Zeichen und wird natürlich von direckt von der Community durch den Kakao gezogen.

    Wir haben hier in Deutschland sehr viele Schwule Promis oder Politiker,wer aber von denen macht den Mund auf,doch meistens nur am CSD und viel gescheites kommt auch nicht raus.

    Ich habe Karl Lagerfeld mal bei einer meiner Outdoor-Vernissage kennengelernt(wir hatten ein Gespräch gehalten,für alle die wieder schlechtes denken)!
    Ein interessanter Mensch,aber eben auch sehr spießig zu sich selbst eingestellt .Und wenn wir ehrlich zu uns selber sind,wir sind alle Menschen mit verschiedenen einstellungen und heißen auch nicht alles für gut,oder??
    Ich bin ein offen lebender schwuler mann,und in jungen Jahren hätte ich es mir auch nicht vorstellen können ein Kind zu adoptieren,da mir die Richtige Reife dazu fehlte.Und Heute In meinem jetzigen Alter habe ich keine Zeit für ein Kind,da ich Beruflich und Privat zu viel um die Ohren habe.
    Aber bin ich deswegen ein schlechterer schwuler Mann,nein es ist nur meine Einstellung dazu.Trotzdem kämpfe ich weiter für andere schwule und Lesben und deren Rechte.
    Und so ist das bei Lagerfeld wohl auch,denn bis jetzt habe ich noch nie eine äusserung von ihm gehört das er gegen schwule ist.
    Vom mir ein herzliches chapeau,mon ami
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Timm JohannesAnonym
#10 DiversityManagerAnonym
  • 23.01.2013, 11:26h
  • Antwort auf #8 von papayoyo
  • Ja, ja, such weiter nach Ausreden, um nicht die Verantwortung über ein Kind übernehmen zu müssen.

    Dabei tun Kinder vor allem schwulen Männern gut, weil sie dann nicht mehr der Mittelpunkt des Universums sind :D
  • Antworten » | Direktlink »