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In Belgien dürfen Homo-Paare seit sechs Jahren Kinder aoptieren. In Deutschland ist bislang nur die Stiefkindadoption möglich. (Bild: Wiki Commons / ScienceGenetics / CC-BY-SA-3.0GFDL)

Eine kleines Statistikdetail zeigt den Fortschritt in der belgischen Gesellschaft.

In der belgischen Region Flandern wurde im letzten Jahr fast jedes zweite Adoptivkind an ein lesbisches oder schwules Paar vermittelt. Das gab "Kind & Gezin" (Kind und Familie), eine staatliche Adoptionsvermittlungsstelle, am Dienstag bekannt.

Von 30 vermittelten Kindern aus dem Inland seien 14 an gleichgeschlechtliche Paare gegangen, so "Kind & Gezin"-Sprecherin Ariane Van den Berghe. Das spreche für eine vorurteilsfreie Behandlung durch die Adoptionsstellen. "Auch zeigt uns das, dass die Mütter der Kinder nicht denken, dass ein homosexuelles Paar schlechter als ein heterosexuelles ist."

Sechs Jahre Adoptionsrecht

Seit 2003 dürfen Homo-Paare in Belgien die Ehe eingehen, drei Jahre später wurde ihnen auch das Recht auf die gemeinschaftliche Adoption von Kindern eingeräumt. Während der ersten Jahre habe es noch wenige Vermittlungen gegeben, so Van den Berghe. Das habe allerdings daran gelegen, dass die Paare erst am Anfang einer längeren Prozedur mit Kursen und Wartelisten standen.

In der Statistik sind keine Adoptionen enthalten, die nicht vermittelt wurden, etwa Stiefkindadoptionen von Kindern aus früheren Beziehungen. Aus dem Ausland wurden in der Region im gleichen Zeitraum 122 Kinder adoptiert, die meisten aus Äthiopien. Hier gab es keine Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare, da die Ursprungsländer dagegen seien, so "Kind & Gezin". (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.01.2013, 17:12h
  • In unserem Nachbarland Belgien zeigt sich wieder einmal, daß schwule und lesbische Paare in Sachen Adoption Deutschland um Welten voraus sind!
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#2 Thorsten1Profil
  • 23.01.2013, 17:46hBerlin
  • Und gerade Flandern galt bis noch vor ca. 20 Jahren als der erz-katholische Teil Belgiens.
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#3 MarcAnonym
  • 23.01.2013, 19:32h
  • Super!

    Ist doch besser als wenn Kinder im Heim oder auf der Straße aufwachsen...

    Außerdem leben Kinder ja eh überall in gleichgeschlechtlichen Familien. Es geht um die Rechtssicherheit für Kinder - also gerade ums Kindeswohl.

    Dass die Leute, die wegen ihrem Homohass Kindern schaden, sich sogar noch als Kinderschützer aufspielen ist ein Skandal und zeigt, wie leichtgläubig (um nicht zu sagen dumm) viele Wähler sind.
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#4 finkAnonym
  • 23.01.2013, 22:05h
  • ich stelle mir gerade vor, wie die turbochristen auf diese nachricht reagieren werden... sicher gibt das wieder lustige texte.
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#5 carolo
  • 23.01.2013, 23:30h
  • In Flandern konten sie ja auch alle Schulen - einschließlich der christlichen - eine verpflichtende Erklärung zu Maßnahmen gegen Mobbing von LGBT-Schülern unterzeichnen lassen.

    Die Öffnung der ganz normalen Ehe und des Adoptionsrechts für Schwule und Lesben ist in Belgien seinerzeit auch völlig unaufgeregt abgelaufen.

    Selbst Monseigneur Léonard scheint unterdessen kapiert zu haben, dass er mit Hetze gegen Schwule bei den Belgiern nicht punkten kann.

    ...es hat seither trotzdem keiner seinen Hund heiraten wollen und auch das Abendland ist immer noch nicht untergegangen.
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#6 TurbochristAnonym
#7 Fred i BKKAnonym
#8 daVinci6667
#9 goddamn liberalAnonym
#10 MarekAnonym
  • 24.01.2013, 11:53h
  • Antwort auf #3 von Marc
  • Genau das ist das schlimmste:
    die Homohasser schrecken auch nicht davor zurück, Kinder zu instrumentalisieren um ihre Ziele zu erreichen. Behaupten dann aber auch noch, es ginge ihnen ja nur ums Kindeswohl, obwohl sie Kindern in Wirklichkeit massiv schaden.

    Und die Mehrheit der Menschen merkt diesen manipulativen Trick nicht mal...
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