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Kommentare zu:
Piraten-Idee: Mehr Staatskohle mit CSD-Wagen


#11 nicht überzeugtAnonym
  • 24.01.2013, 13:37h
  • Naja, lieber die Piraten auf dem CSD als die Bildzeitung.
    Aber so richtig verloren haben dort weder Parteien die auf Stimmenfang aus sind was, noch Boulevard- Blätter die mehr Tittenstories als Politik und LGBT relevantes in ihren Blättern zum Thema haben.
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#12 TheDadProfil
  • 24.01.2013, 13:47hHannover
  • Antwort auf #9 von Gay Power
  • Auf dem CSD 2010 gab es in Richtung Bühne gesehen auf der rechten Seite ziemlich weit vorne einen Getränke-und Bratwurststand bei dem neben der Getränkepreisliste ein Schild prangte :

    ""Wir sind nicht Schwul oder Lesbisch, wir sind nur wegen eurer Kohle hier ""..

    Ziemlich ehrlich fand ich..

    Der CSD und die LGBT-Kommunity sind auch ein Wirtschaftsfaktor..

    Den muß Mann zumindest perönlich auch zu nutzen wissen, und sich dann bestimmter Produkte und angebotener Dienstleistungen zu enthalten wissen, wenn gewahr wird das diese Firmen sich rassistisch verhalten..

    Wer zusätzlich während der Demo ein Zeichen setzen will kann dabei sehr gut auf die "Give-Away´s" der Parteien verzichten und zu deren Wagen einen gebührenden Abstand einhalten..

    Ich lauf eh lieber bei Gruppen mit die durch ihr öffentliches Auftreten ein deutliches Zeichen setzen (wie Leute aus der Leder und Fetisch-Szene) um den am Rande stehenden Heten zu zeigen :
    ""Kuckt ruhig her, wir kämpfen auch für Deine Rechte, nur Du versteckst Dich im Hobbykeller""..
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#13 abhijayProfil
  • 24.01.2013, 14:43hMünchen
  • queer.de, seriously???

    warum macht queer.de so konsequent wahlkampf gegen die piraten?

    ein internetmagazin, das für die queere community sprechen will und stattdessen permanent auf eine partei eindrischt, die sich zu 100% hinter die lgbti* stellt - für mich unbegreiflich. das parteiprogramm der piraten geht in punkto gleichstellung/lgbti*-rights weiter als das der grünen oder der linken.

    wir piraten haben programmpunkte wie z.b.
    - die piratenpartei lehnt die erfassung des merkmals "geschlecht" durch staatliche behörden ab.
    - die piraten setzen sich ein für die vollständige rechtliche gleichstellung von ehe und eingetragener partnerschaft.
    - die eingetragene partnerschaft ist für alle formen der partnerschaft zu öffnen; konzepte der erweiterung der eingetragenen lebenspartnerschaft zu einer eingetragenen lebensgemeinschaft auch von mehr als zwei personen müssen erarbeitet und verwirklicht werden.

    es möge sich jeder selbst sein bild machen, aber ich bitte eindringlich darum, dass wir uns alle zusammen FÜR die interessen der community einsetzen, statt hier die eigene bewegung zu kannibalisieren. BITTE!

    wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Geschlechter-_und_Famil
    ienpolitik
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#14 rantAnonym
  • 24.01.2013, 15:08h
  • Antwort auf #10 von Schmiddie
  • "Momentan sind queerthemen aber in keinem Parlament auf der Tagesordnung, daher befasst man sich eher mit anderen Themen."

    Hm, in Bundestag und Bundesrat war einiges los. In Sachsen-Anhalt gibt es die Diskussion um die Zwangstestung von HIV-Positiven. In den letzten Monaten war kreuz.net ein großes Thema.

    Das nur mal als Beispiele, wo man NICHTS von den Piraten hörte.

    Ist das wieder alles redundant? (So euer Hinweis in NRW, warum man in einem Landeswahlprogramm nicht Schwule und Lesben erwähnen muss - sie sind ja schon im bundesweiten enthalten).
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#15 Gay PowerAnonym
  • 24.01.2013, 16:02h
  • Antwort auf #12 von TheDad
  • "... Auf dem CSD 2010 gab es in Richtung Bühne gesehen auf der rechten Seite ziemlich weit vorne einen Getränke-und Bratwurststand ..."

    Inzwischen finden in jeder größeren (und auch in zahlreichen kleineren) deutschen Städten jährlich PRIDE-/CSD-Paraden statt.

    Verrätst du mir, von welchem CSD (also in welcher Stadt) im Jahre 2010 du sprichst? Ich würde mir das gern mal auf dem Archivmaterial selbst ansehen und mich darüber amüsieren
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#16 finkAnonym
  • 24.01.2013, 16:06h
  • Antwort auf #9 von Gay Power
  • danke für die ausführliche antwort auf meine frage.

    mir leuchten immerhin zwei argumente einigermaßen ein: mit der größe der veranstaltung wächst die aufmerksamkeit und die öffentliche wahrnehmung der "wichtigkeit" des themas.
    und man kann missliebige parteien aussperren. dieses argument gefällt mir sogar recht gut.

    was aber die finanzierung angeht, bin ich doch unschlüssig. einerseits kenne ich die finanzierungsnot aus eigener erfahrung. andererseits frage ich mich, ob man denn so völlig unkritisch davon ausgehen muss, dass CSDs so ablaufen (in der größe und mit diesem aufwand), wie wir das heute meistens sehen. müssen unbedingt dutzende wagen mitfahren? müssen unbedingt irgendwelche c-promis auf der bühne rumturnen?

    wenn man CSDs nach dem bekannten scheme durchführen muss, dann führt um sponsoring wohl nichts vorbei. man könnte aber auch überlegen, ob man mal alles auf andere füße stellen könnte - mit weniger geld, weniger angeboten, dafür mit mehr politischer autonomie, weniger zentralisiert, und mit teilnehmer_innen, die noch wissen, weshalb sie da eigentlich mitlatschen.

    ich muss zugeben, ich habe keine endgültige antwort parat, ob das heute noch funktionieren würde. ein gedankenspiel ist es m.e. aber mal wert.
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#17 Gay PowerAnonym
  • 24.01.2013, 16:22h
  • Antwort auf #10 von Schmiddie
  • @Schmiddie
    @ abhijay

    "... Momentan sind queerthemen aber in keinem Parlament auf der Tagesordnung, daher befasst man sich eher mit anderen Themen ..."

    Das ist jetzt ein (schlechter) Scherz von Euch Piraten, oder?

    Wenn etwas das vergangene Jahr bestimmt hat, wie kaum ein anderes Thema, dann waren es verbittert gegen unsere Rechte kämpfende Politiker und Klerikale. Die Kämpfe fanden keineswegs nur im Internet (Euer ureigenes Terrain, oder?) statt, sondern in nahezu allen Landesparlamenten sowie in Bundestag und Bundesrat.

    Es gab Initiativen von 13 sog. "Rebellen" in der CDU gegen ihre eigene Parteispitze, es gab div. Urteile des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu LGBT-Themen.

    Es gab widerliche Internet-Hetzkampagnen gegen Schwule und Lesben (kreuz.net - kreuzgang.org), es gab "Kriegserklärungen" des Papstes und seiner Fußtruppen gegen uns.

    Etwa 20 reaktionäre Köpfe der CDU machten Front gegen uns (Stichworte: Katherina Reiche - Karl-Josef Laumann - Steffen Flath etc.), es gab Dutzende Internet-Blogs zu diesen Themen (von ZEIT-ONLINE, über SPIEGEL-ONLINE, der Freitag, Süddeutsche Zeitung bis zu TELEPOLIS). Man bekam kaum noch Luft zum Atmen, so sehr strengte es an, sich permanent gegen übelste (Internet-) Hetze zur Wehr zu setzen.

    In Nordrhein-Westfalen griffen erzkonservative Evangelikale das NRW-Projekt "Schule ohne Homophobie" der rot-grünen Landesregierung an.

    Usw, usw. usw. (provoziert mich jetzt lieber nicht, sonst hagelt es hier Dutzende von Links und ihr seid dann die nächsten Tage nur noch mit dem Lesen von Blogs, Kommentaren und Artikeln beschäftigt )

    Und nun, liebe Piraten, verratet mir doch einmal wo IHR denn gewesen seit, als wir Eure (moralische, mediale und argumentative) Unterstützung hätten so dringend brauchen können???

    Alles verschlafen, weil Ihr Euch mit Personalproblemen herumgeschlagen habt, Euch mit dem Vorwurf Neo-Nazis und Antisemiten in den eigenen Reihen zu dulden, beschäftigtet?

    Niemand, da weit und breit, bei den Piraten, der einmal etwas solidarisches zu unserem Kampf gegen Neo-Nazis, Katholiban, evangelikale Fundamentalisten, reaktionäre CDU-Abgeordnete (Berliner Kreis in der CDU, CDU-Kreisverband Fulda, Erika Steinbach usw.) beigetragen hat?

    Wenn Ihr hier jetzt von "Solidarität" schwafelt, dann beweist erst einmal, dass Ihr wisst was der Ausdruck bedeutet und wie man ihn in eigenes Handeln umsetzt.
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#18 Gay PowerAnonym
  • 24.01.2013, 16:38h
  • Antwort auf #16 von fink
  • "... wenn man CSDs nach dem bekannten scheme durchführen muss, dann führt um sponsoring wohl nichts vorbei. man könnte aber auch überlegen, ob man mal alles auf andere füße stellen könnte - mit weniger geld, weniger angeboten, dafür mit mehr politischer autonomie, weniger zentralisiert, und mit teilnehmer_innen, die noch wissen, weshalb sie da eigentlich mitlatschen ,,,"

    Ja, für diese Diskussion sollten "wir" offen sein und jede/r ist mit Sicherheit hochwillkommen der oder die sich und seine Ideen einbringen will bei der Vorbereitung von derartigen Paraden (im Internet finden sich die Kontaktadressen der Initiatoren aller CSDs in Deutschland, von Köln, über München, Frankfurt, bis Berlin) und die Organisatoren suchen jedes Jahr händeringend Leute, die bereit sind, nicht nur zu kritisieren, sondern zu organisieren, zu arbeiten und sich die Freizeit um die Ohren zu schlagen (für lau).

    Zum politischen Charakter des CSD:
    Wenn er weniger Stolz und Lebensfreude ausdrücken soll, als politisches Statement sein, so finde ich das genauso berechtigt und diskussionswürdig, wie einen selbstbewusst präsentierten Hedonismus - also die Sichtbarmachung der eigenen etwas andersartigen Existenz.

    Sicher weißt du, dass es in Berlin, neben der großen CSD-Parade, auch einen kleiner "alternativen" CSD in Berlin-Kreuzberg gibt. Diejenigen, denen zu viel Kommerz auf den Wecker geht, die laufen in Kreuzberg mit. Vielleicht auch ein Konzept für Köln, Frankfurt am Main, München, Hamburg usw.?

    Vor Jahren, wir waren Teilnehmer in Köln, hat mir eine sehr junge Lesbe gesagt:
    "Ich bin auf dem CSD so glücklich, weil ich einmal im Jahr nicht in der Minderheit bin und mich zwischen tausenden fröhlichen und selbstbewussten Schwulen und Lesben bewegen kann, ohne mich als unterdrückte Minderheitenangehörige fühlen zu müssen."

    Damals habe ich begriffen:
    Es geht auch darum stolz zu zeigen, wir sind hier, es gibt uns und wir sind selbstbewußt und stolz, weil es nichts gibt wofür wir uns zu schämen hätten ...
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#19 TheDadProfil
  • 24.01.2013, 17:01hHannover
  • Antwort auf #15 von Gay Power
  • Ääh,ja..Berlin war natürlich gemeint..
    Hab ich wohl unterschlagen..

    Keine Ahnung ob´s davon "Archivbilder" gibt, ich hab das da nur gelesen, aber slbst nicht dokumentiert..
    Die Bratwurstbude gehört auf jeden Fall einem Anbieter aus der Region, erinnere ich noch..
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#20 DavidJacobEhemaliges Profil

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