Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://www.queer.de/detail.php?article_id=18398
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Piraten-Idee: Mehr Staatskohle mit CSD-Wagen


#21 TheDadProfil
  • 24.01.2013, 17:14hHannover
  • Antwort auf #18 von Gay Power
  • ""Vor Jahren, wir waren Teilnehmer in Köln, hat mir eine sehr junge Lesbe gesagt:
    "Ich bin auf dem CSD so glücklich, weil ich einmal im Jahr nicht in der Minderheit bin und mich zwischen tausenden fröhlichen und selbstbewussten Schwulen und Lesben bewegen kann, ohne mich als unterdrückte Minderheitenangehörige fühlen zu müssen.""..

    Solche Aussagen und Statements hab ich auch schon zuhauf gehört, weil ich eigentlich auf jeden CSD den ich besuche immer versuche Junge Menschen "mitzuschleppen" um ihnen zu zeigen das sie nicht alleine sind..

    Ich mache das seit Jahren und bislang haben sich die Mühen auch immer gelohnt, denn die meisten Jungs haben danach den Mut gefasst sich zu Haus oder wenigstens bei ihren "Freunden" zu outen..

    Einige haben danach einige "Freunde" verloren, aber eben halt ihre Freiheit gefunden offen und selbstbestimmt zu leben, und bislang gab es nicht eine Familie wo es große Probleme mit den Outing gab..
    Die krasseste Reaktion war bislang die einer Mutter auf das Outing ihres Sohnes, der dann eines Morgens in der Küche den Eltern sagte :
    "Ich muß euch mal was sagen"..
    und sie antwortete :
    "Wie kommst Du denn jetzt auf diese Idee ?"..

    Ich meine, es lohnt sich immer diese jungen Menschen zu unterstützen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#22 YannickAnonym
  • 24.01.2013, 17:28h
  • Antwort auf #10 von Schmiddie
  • " wenns nicht wichtig wäre zu kommunizieren das es ne Partei gibt die wirklich mal was fordert."

    Die Piraten fordern nichts, was Grüne und Linkspartei nicht auch schon längst fordern.

    -------------

    "Momentan sind queerthemen aber in keinem Parlament auf der Tagesordnung, daher befasst man sich eher mit anderen Themen."

    Hat die Piratenpartei es jetzt schon nötig zu lügen?

    Die Grünen und die Linken beschließen in Länderparteien (oft gemeinsam mit der SPD) Gleichstellungen im Landesrecht. Und auf Bundesebene stellen Grüne und Linke (und eingeschränkt auch die SPD) immer Anträge, die dann aber an Union und FDP scheitern.

    Du tust so, als seien alle Parteien bei Homorechten untätig. Für Union und FDP mag das stimmen. Für SPD, Grüne und Linkspartei definitiv nicht!!

    Wenn eine Partei schon Lügen über andere verbreiten muss, um sich selbst besser dastehen zu lassen, ist das der Anfang vom Ende...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#23 abhijayProfil
  • 24.01.2013, 17:36hMünchen
  • Antwort auf #17 von Gay Power
  • @gay power - danke für deine konstruktive kritik. damit setze ich mich gern auseinander, denn du zeigst (im gegensatz zum queer.de artikel) unsere tatsächlichen schwachpunkte auf. hier müssen wir besser werden, vor allem ganz ganz dringend unsere kommunikation nach außen verbessern.

    ich unterschreibe fast alles, was du sagst und bin froh, dass du es auf den tisch bringst!

    ich spreche hier übrigens als ganz normaler basis-pirat, ohne jedes amt oder mandat.

    zum thema solidarität: vielleicht hast du von der münchner csd-aktion am fdp wagen was mitgekriegt - diese aktion habe ich ins leben gerufen (wir haben die namen aller fdp-abgeordneten rund um den fdp wagen spazieren getragen, die gegen lesbisch-schwule gleichstellung gestimmt haben). für diese aktion habe ich bewusst auf jedes piraten-outfit, jede beflaggung etc. verzichtet, um eine breite unterstützung von allen seiten zu ermöglichen - und es war großartig. linke, spd, grüne, parteilich ungebundene - alle haben mitgemacht. riesen resonanz bei den passanten übrigens. so stelle ich mir politik vor: sachorientiert, parteiübergreifend.

    dies schreibe ich jetzt nicht, um mir auf die schulter zu klopfen, sondern nur um zu zeigen, dass da schon was kommt von uns "azubi-politikern"

    und ich hoffe zusammen mit dir, dass wir unseren (für uns total selbstverständlichen) support für die queer-community noch viel viel lauter machen! nicht nur in den parlamenten, sondern/vor allem auch außerhalb. ich arbeite dran, und viele andere piraten auch.

    www.queer.de/detail.php?article_id=16931
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#24 Gay PowerAnonym
  • 24.01.2013, 18:49h
  • Antwort auf #23 von abhijay
  • Hi abhijay,
    danke für deinen Kommentar.

    Zu den Stichworten:
    "... hier müssen wir besser werden, vor allem ganz ganz dringend unsere kommunikation nach außen verbessern"

    ... und damit in unmittelbarem Zusammenhang stehend, das hier ...

    "... für diese aktion habe ich bewusst auf jedes piraten-outfit, jede beflaggung etc. verzichtet ..."

    Letzteres finde ich, als Privatmann gesprochen, ausgesprochen sympathisch! Allerdings, als politisch denkender Mensch, sieht meine Einschätzung ganz anders aus:

    Wenn niemand mitbekommt, dass sich da ein Pirat mächtig in's Zeug legt für LGBT-Rechte, dann wird das auch nicht auf dem Haben-Konto der Piraten verbucht werden.

    Soll heißen:
    Es wird von Schwulen und Lesben, genauso wie von den (lokalen) Medien, fälschlich "lediglich" als Aktion einiger Privatleute wahrgenommen werden, aber überhaupt nicht mit den Piraten in Zusammenhang gebracht. Im politischen Überlebenskampf ist das nicht gut!

    Wenn ich Euch noch einen Rat geben darf:
    Tut etwas und vor allem REDET AUCH ÖFFENTLICH DARÜBER!!! Was meint Ihr wohl wie viele Presserklärungen Eure politischen Mitbewerber so pro Woche 'raushauen? Zu allen möglichen und unmöglichen Themen senden sie Massen-Mails an alle großen und kleinen Redaktionen und Verbände (von der Tagesschau-Redaktion über SPIEGEL und Süddeutsche Zeitung, bis zu LSVD und Zentralrat der Juden), ob die alle gelesen werden, ist eine andere Frage, aber sie lassen sich im Archiv der Medien und Verbände auffinden und zuordnen!

    Also, nichts für ungut, wenn ich etwas harsch mit meiner Kritik war. Vielleicht werdet Ihr wirklich etwas professioneller, denn Gegengewichte gegen den Rechtsruck von Union und RKK sind wichtig.

    Gruß
    Gay Power
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#25 finkAnonym
  • 24.01.2013, 19:46h
  • Antwort auf #24 von Gay Power
  • "Wenn niemand mitbekommt, dass sich da ein Pirat mächtig in's Zeug legt für LGBT-Rechte, dann wird das auch nicht auf dem Haben-Konto der Piraten verbucht werden."

    naja, ich finde es bei öffentlichen aktionen sehr sinnvoll, wenn das entweder als offizielle partei-aktion markiert wird (dann reicht es aber nicht aus, dass sie von einem parteimitglied privat organisiert wird), oder es eben als eine privat-aktion erkennbar bleibt.

    sonst könnten auch ein paar tolerantere unions-wähler_innen lustige aktionen mit cdu-logo machen und damit über die offizielle unions-haltung hinweglügen.

    ich möchte wissen, was wirklich unter partei-verantwortung passiert und was nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 Gay PowerAnonym
#27 finkAnonym
  • 24.01.2013, 20:01h
  • Antwort auf #18 von Gay Power
  • oje, das ist eine vielschichtige angelegenheit. ich will nur mal kurz was rausgreifen: "stolz und lebensfreude als politische botschaft" - das kann ich völlig akzeptieren, und das scheint sich ja so auch zu bewähren, sowohl für die teilnehmer_innen als auch für die besucher_innen.

    eine frage wäre, ob und wie man auch mit weniger knete und z.b. ohne 150 dezibel stolz und lebensfreude darstellen könnte.

    was mich an der parteien-teilnahme vor allem stört, ist, dass es ohnehin in letzter zeit einen verengten blick auf den parteipolitischen / parlamentarischen aspekt von politik gibt. alle starren auf die gesetzgebung zum ehegattensplitting und das abstimmungsverhalten der politiker_innen, aber kaum eine_r merkt noch, dass gesellschaftspolitik vor allem jenseits des parlamentes stattfindet.

    okay, das ist ein generelles problem. aber ich finde, dass gerade eine veranstaltung, die es wirklich schafft, hunderte oder zigtausende (je nach stadt) zu mobilisieren, eine gute gelegenheit sein könnte, den blick dafür zu schärfen, dass wir alle "politik machen" können. und eben nicht nur parteien wählen, die dann gesetze machen. dafür wäre es sinnvoll, wenn die parteien mal explizit draußen blieben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#28 finkAnonym
  • 24.01.2013, 20:05h
  • Antwort auf #23 von abhijay
  • nachträglich noch einmal danke für die anti-fdp-aktion. ich fand die sehr sehr super!

    und ich finde, sie ist auch ein tolles beispiel dafür, wie jede_r von uns mit relativ geringem aufwand den CSD als bühne für seine_ihre botschaft nutzen kann.

    alle jammern immer rum, dass es "zu unpolitisch" sei. einfach mal selber was machen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#29 abhijayProfil
  • 24.01.2013, 23:03hMünchen
  • Antwort auf #24 von Gay Power
  • @GayPower @Fink
    was wir als piraten (noch) nicht schaffen zu kommunizieren, ist genau das: wir wollen ein grundsätzliches update der politischen strukturen, wir wollen bürger-mitbestimmung, wir wollen sachorientierte politik ohne fraktionszwang.

    hätte ich die münchner csd-namensschilder-aktion mit dem piratenlogo versehen, hätte nicht ein bruchteil der leute mitgemacht. und es wäre dann auch eine andere aktion geworden, nämlich piratenwerbung, was der sache an sich nicht gedient hätte. mir/uns gings um ehrliches abstimmungsverhalten im bundestag, fertig.

    die öffentliche wahrnehmung der piraten wird leider maßgeblich durch artikel wie den obigen geprägt. dies macht mich einfach manchmal traurig, weil wir echt intelligente leute haben, coole ideen, mutige utopien und visionen - nur halt leider kein geld, um diese entsprechend zu kommunizieren. klar können wir pressemitteilungen raushauen, aber was ist, wenns keiner druckt? und ich gebe ganz ehrlich zu: wir liefern ja auch definitiv genug anderen boulevard-stoff über twitter-gezanke und xyz-gate, täglich... völlig klar, dass die medien dies lieber aufgreifen als zum x-ten mal einen link aufs parteiprogramm. das meine ich ganz ehrlich und selbstkritisch.

    unser programm "vergammelt" in den partei-wiki-seiten, weil wir es nicht schaffen es den leuten rüberzubringen.

    eine ansprechende präsentation kostet aber geld, sei es auf dem csd, sei es auf plakaten, was auch immer.

    das soll jetzt kein gejammer sein. aber in einem fairen artikel über die o.g. angelegenheit würde ich mir folgende infos wünschen (2011er zahlen circa, nagelt mich nicht fest):
    - die grünen beziehen 11 millionen euro aus der staatlichen parteienfinanzierung.
    - die spd z.b. 37 millionen
    - die piraten 300000
    da tut's mir einfach weh, wenn ich einen artikel übertitelt sehe mit "piraten-idee: mehr staatskohle mit dem csd-wagen"

    unsere grundlegendste gleichstellungsforderung geht weit über ehegattensplittung und solche klein-klein geschichten hinaus. wir wollen, dass der staat das geschlecht nicht mehr erfasst. wir wollen über jede art von von partnerschaft reden dürfen, nicht nur zu zweit, liebe ist liebe. woimmer menschen verantwortung füreinander übernehmen, ist das gut!

    und wenn irgendeine andere partei diese forderungen übernimmt: nichts lieber als das, das bringt uns doch unserer vision von einem gerechten staat ein riesenstück näher.

    vielleicht hat ja einer bis hierher gelesen und leiht unseren ideen künftig mal ein ohr.
    unser politischer gegner ist nämlich weder grün, noch rot, noch links, sondern schwarz-gelb.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#30 BasispiratAnonym
  • 24.01.2013, 23:22h
  • Ausgerechnet auf den Piraten wird hier rumgehackt, die meiner Meinung nach eines der radikalsten Gleichstellungsprogramme haben und bei denen Lesben, Schwule, Bi-, Inter-, Trans-, und A-Sexuelle ganz selbstverständlich dazugehören. Geht's noch Leute?

    Nicht die Piratenpartei ist der politische Gegner, sondern die reaktionäre CDU und die verlogene FDP.
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel