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Klage zurückgezogen

Keine Ehe-Öffnung in Taiwan


Hier glaubten Chen und Gao noch an den Sieg: Das Bild zeigt das Paar vor einem Jahr, als sie Klage gegen die Stadt Taipeh einreichten. (Bild: Martin Aldrovandi)

Ein schwules Paar hat entnervt seinen Kampf für die Ehe-Öffnung in Taiwan aufgegeben.

Die Homo-Aktivisten Chen Jing-hsueh und Gao Jhih-wei haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie ihre Klage gegen das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in Taiwan zurückziehen. Als Grund gaben sie an, dass sie "den Glauben an die Justiz" verloren hätten. Außerdem hätten sie mehrere Drohungen auf Facebook erhalten. Chen erklärte nach AFP-Angaben, dass die Zeit für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben in Taiwan noch nicht reif sei. "Wir sind bereit, aber wir glauben nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist", so Chen.

Die Klage von Chen und Gao hatte in Asien für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Das Paar hatte vor einem Jahr die Stadt Taipeh verklagt, weil das Standesamt eine Hochzeit verweigerte. Die beiden Aktivisten argumentierten, dass im Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt sei, dass die Ehe verschiedengeschlechtlichen Paaren vorenthalten ist (queer.de berichtete). Das Verwaltungsgericht wollte kein Urteil fällen, sondern hat die Männer an den obersten Gerichtshof des Landes weitergeleitet.

Ehe-Öffnung ist "unaufhaltsamer Trend"

Schwul-lesbische Aktivisten haben nach dem Rückzug angekündigt, weiter für die Gleichstellung im Eherecht kämpfen zu wollen. "Wir glauben, dass die Homo-Ehe ein unaufhaltsamer Trend ist und immer mehr Paare bereit sind, für ihre Rechte zu kämpfen", sagte Shawn Wu von der Gruppe "Taiwan LGBT Family Rights Advocacy".

Taiwan gehört zu den liberalsten Ländern in Asien, was die Rechte von Homosexuellen anbelangt. So gibt es dort seit mehreren Jahren Antidiskriminierungsgesetze, die auch das Merkmal "sexuelle Orientierung" beinhalten. Umfragen zufolge akzeptieren rund drei Viertel der Bevölkerung gleichgeschlechtliche Lebensweisen. Zudem finden in Taiwan die größten CSDs Asiens statt: Im Oktober 2012 nahmen 65.000 Menschen am CSD in Taipeh teil. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 24.01.2013, 15:51h
  • Schade, daß die beiden aufgeben! Das Positive aber ist, daß die LGBT-Aktivisten in Taiwan weiter dafür kämpfen werden!
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#2 Timm JohannesAnonym
  • 24.01.2013, 16:53h
  • Wieviel Geld haben die beiden wohl dafür bekommen, dass sie die Klage zurückgezogen haben ?
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#3 YannickAnonym
  • 24.01.2013, 17:33h
  • Ein schlimmer Rückschlag!

    Der faschistische, homophobe Mob, der auch vor Drohungen nicht zurückschreckt, hat fürs Erste gesiegt.

    Die Argumentation mit der noch nicht reifen Gesellschaft ist nicht gerade logisch:
    Sollen Menschenrechte wirklich warten, bis auch der letzte Depp nichts mehr dagegen hat?!
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#4 Tobi CologneAnonym
  • 24.01.2013, 19:14h
  • Eine Niederlage, die aber nicht den Lauf der Dinge aufhalten kann, sondern allenfalls verzögern...

    Aber schlimm auf jeden Fall, dass der homophobe Mob wieder mal gesiegt hat. Umso mehr muss der Kampf jetzt verstärkt werden.
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#5 tondarProfil