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Einer der Initiatoren: Philipp-Sebastian Kühn, Fachsprecher Schwule und Lesben der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Auf Antrag der regierenden SPD hat die Hamburgische Bürgerschaft am Donnerstag einstimmig beschlossen, die unter dem Paragrafen 175 StGB stattgefundene Verfolgung durch die Hamburger Justiz umfangreich aufzuarbeiten. Der Senat wurde aufgefordert, neben der historischen Forschung eine Ausstellung zu den Ergebnissen und eine entsprechende Dokumentation zu realisieren.

"Beim Thema Paragraf 175 zeigt sich, wie lang der dunkle Schatten des Nationalsozialismus in die Bundesrepublik reicht", erklärte der schwule SPD-Abgeordnete und Mitinitiator des Antrags Philipp-Sebastian Kühn in einer Pressemitteilung. Hamburg sei das erste Bundesland, das systematisch untersucht, wie die Verfolgung von Homosexuellen durch die Justiz auch im Nachkriegs-Deutschland vonstattenging.

"Ich bin nicht nur stolz darauf, dass die Aufarbeitung stattfindet, sondern auch darüber, dass wir mit der geplanten Ausstellung die leidvolle Geschichte des § 175 öffentlich thematisieren", so Kühn. (cw/pm)



#1 *Teddy*Anonym
  • 25.01.2013, 15:58h
  • "Beim Thema Paragraf 175 zeigt sich, wie lang der dunkle Schatten des Nationalsozialismus in die Bundesrepublik reicht"

    www.gonschior.de/weimar/Hamburg/LT7.html

    Mit ihm rückte in der NSDAP eine jüngere Generation und eine moderne soziale Schicht, der neue Mittelstand der Angestellten und Akademiker, nach vorne.

    Unter seiner Führung erlebte die NSDAP bald einen Aufschwung. Ende 1927 errichtete Krebs eine Rednerschule, ab Februar 1928 erschien als erste nationalsozialistischen Zeitung in Hamburg wöchentlich das Hamburger Volksblatt.

    Die Anzahl der Parteimitglieder stieg von 130 im November 1926 auf über auf 600 Mitglieder im Jahre 1928."

    de.wikipedia.org/wiki/Albert_Krebs_(NSDAP)
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#2 FOX-NewsAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 userer
  • 26.01.2013, 06:59h
  • Na da bin ich ja mal gespannt, wie die SPD um den führenden Schwulenhasser Helmut Schmidt herumlavieren wird. Schließlich hat er in Hamburg die rosa Listen erfunden, Schwule durch Einwegspiegel ausspionieren lassen und ein Tanzverbot für Männer mit Männern durchgesetzt, dieser homophobe-und-stolz-darauf SPD-Genosse und vermeintliche SPD-Vorzeigekanzler.
    www.spiegel.de/spiegel/print/d-14331869.html
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#5 finkAnonym
  • 26.01.2013, 12:31h
  • Antwort auf #4 von userer
  • nanu, von einem tanzverbot für männer habe ich ja noch nie gehört (jedenfalls nicht in deutschland). darüber würde ich gern mehr wissen. kannst du dazu noch etwas sagen oder was verlinken? würde mich freuen.
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#6 TheDadProfil
  • 26.01.2013, 12:34hHannover
  • Antwort auf #4 von userer
  • Wie kommst Du zu der Auffassung ?

    Helmut Schmidt war Innensenator in Hamburg vom 13. Dezember 1961 bis 15. Dezember 1965 und ging danach als Abgeordneter in den Bundestag..

    Ob er persönlich über die Vorgänge in den Hamburger Klappen informiert war, ist mir nicht bekannt..

    Aber die meisten Klappen um die es hier ging waren in den 20er und 30er Jahren erbaut, und so ist es eher unwahrscheinlich das der "Spitzel-Raum" erst durch die Behörde in den 60er Jahren unter Schmidt "eingerichtet" wurde..

    ""Mal "sporadisch", mal "regelmäßig einmal in der Woche" hatten Zivilbeamte, wie Polizeisprecher Peter Kelling einräumen mußte, jahrzehntelang am Spielbudenplatz und in sieben weiteren öffentlichen Bedürfnisanstalten hinterm Spitzel-Spiegel gestanden""..

    Gleichwohl bleibt es ein Skandal, unabhängig davon wer das letztlich initiierte und zu verantworten hat..

    Das die Praxis der Verfolgung mit der Aktion von Corny Littmann aber damit nicht beendet war, zeigt sich spätestens an der Aktion in der am 7. April 1998 George Michael in Los Angeles beim Cruising auf einer öffentlichen Toilette im Will Rogers Park am Sunset Boulevard (Los Angeles) von einem Polizisten in Zivil verhaftet wurde..

    Dieser Polizist hatte Michael offensiv ein "Angebot" unterbreitet..
    Michael wurde zu 810 Dollar Strafe, 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit, die er in einer Jugendorganisation ableistete, und einer psychologischen "Beratung" verurteilt..

    Unabhängig davon ist es nun wichtig auf alle noch lebenden nach dem § 175 Verurteilten zuzugehen, und mit ihnen gemeinsam zu ergründen wie es zu einer Art Wiedergutmachung kommen kann, an der meiner Meinung nach an erster Stelle schon bei Kontaktaufnahme eine persönliche Entschuldigung des Hamburger Senates stehen muß..

    Eine darüber hinausgehende Entschuldigung an alle Verurteilten sollte der Hamburger Senat ebenfalls veröffentlichen..

    Wichtiger für die Verurteilten dürfte es aber sein die Urteile aufzuheben und die Eintragungen im Bundeszentralregister zu löschen, die Verurteilten in der Berechnung von Rentenansprüchen so zu stellen, als wären sie nie inhaftiert gewesen, und ihnen eine angemessene Entschädigung für die erlittene Haft zu zahlen..
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#7 SebiAnonym
  • 26.01.2013, 17:19h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Das liegt ganz einfach daran, dass die CDU im Stadtstaat Hamburg für viele Jahre weg vom Fenster wäre, wenn sie dagegen stimmen würde.

    Die Machtgeilheit ist dann doch größer.

    Aber in Flächenländern ist die CDU dann wieder ganz anders, weil sie nicht nur auf fortschrittliche Städter angewiesen ist.
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#8 stephan
  • 27.01.2013, 02:12h
  • Antwort auf #7 von Sebi
  • Die CDU mag ja in verschiedenen Bundesländern ihr Machtspielchen nach unterschiedlichen Prämissen ausrichten, aber letztlich macht das die Unglaubwürdigkeit ihrer Gesamthaltung nur um so deutlicher! Gut so! Der Ungeist aus dem heraus Merkel die Bevorzugung der heterosexuellen Ehe stammelnd befürwortet hat, wird durch jede Aufarbeitung der Geschichte des §175 StGB evidenter und offenbart die (un)geistigen Wurzeln und den Willen zur bewussten Diskriminierung!
    Für mich steht fest: Wer die Gleichstellung ablehnt, ist letztlich geistig noch nicht über die Adenauer-Ära und den §175 hinausgekommen und ich vermute, dass solche Menschen sogar zu solchen Zeiten zurückwollen. Das aber kann gar nicht deutlich genug werden!
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#9 userer
  • 27.01.2013, 03:22h
  • Antwort auf #5 von fink
  • Gerne. macht ein wenig Mühe, aber lässt sich durchaus finden. starten kann man z. B. hier:

    www.stevenmilverton.com/2010/06/03/%E2%80%9Eich-habe-das-gru
    ndgesetz-nicht-angeguckt-in-jenen-tagen%E2%80%9C/


    www.aidsseelsorge.de/pages/zeitzeugen-erinnern.php

    "Nicht nur an der Pissrinne wurde schwule Männer von der Hamburger Polizei schikaniert. Seit November 1960 galt in Hamburg das sogenannte Tanzverbot. Lokalbesitzer wurden unter Androhung von Zwangsgeld und des Entzugs der Schankerlaubnis gezwungen zu verhindern, dass Männer miteinander tanzten. Nachdem das Tanzverbot im Juni 1961, also während der Amtszeit Schmidts, vom Verwaltungsgericht bestätigt wurde, überprüften noch in der Nacht nach der Urteilverkündung Polizisten die Einhaltung des Verbots. Die Hamburger Polizei bedauerte ausdrücklich, dass die Berliner Behörden dem Hamburger Beispiel nicht folgen wollten. Infolge des Tanzverbots, den andauernden polizeilichen Kontrollen und des damit einhergehenden Gästemangels müssten mehrere Lokale, die einst Treffpunkt schwuler Männer waren, schließen."
    "Mit Helmut Schmidt regierte in Hamburg ein Schwulenhasser. Die Einweg-Spiegel zur Überwachung gingen auf das Konto der SPD. Toll, dass Corny Littmann damals mit der Hammeraktion darauf aufmerksam gemacht hat. In den Parks machte die Polizei nachts Jagd auf Schwule. Über der Szene schwebte die Angst vor Denunziation (Hajo Petersen auf der Homepage der AIDS-Seelsorge Hamburg)."
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#10 userer