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  • 25.01.2013           35      Teilen:   |

Zum CSD in Köln

Kompassnadel für den "Spiegel" und "queerblick"

Artikelbild
Spiegel-Cover von 1977 und 1986 (links), Falk Steinborn von queerblick (rechts). (Bild: Spiegel-Archiv, queerblick,tv, Montage: queer)

Das Nachrichtenmagazin aus Hamburg und das Videoprojekt aus Dortmund werden vom Schwulen Netzwerk NRW zum CSD-Empfang im Juli ausgezeichnet.

Der nordrhein-westfälische Landesverband Schwules Netzwerk NRW wird in diesem Jahr seinen Community-Preis, die Kompassnadel, an zwei Medien vergeben. Die bislang an prominente Einzelpersonen vergebene Auszeichnung wird das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" erhalten. Die Würdigung des ehrenamtlichen Einsatzes für die Community geht an das Dortmunder Videoprojekt "queerblick".

Die Preisträger sind beim Jahresempfang des Vereins am Montag in Köln bekannt gegeben worden. Herausgehoben werden soll jeweils das besondere Engagement der Preisträger für die emanzipatorischen Ziele der schwul-lesbischen Community.

Dem "Spiegel" verleiht das Netzwerk die Kompassnadel für eine "menschenbejahende Berichterstattung zu Homosexualität." Das Blatt präge seit vielen Jahrzehnten den gesellschaftlichen und politischen Diskurs zum Umgang mit homosexuellen Menschen mit, erklärte Netzwerkvorstand Steffen Schwab. "Homosexualität war dem 'Spiegel" auch Titelstorys wert, zu Zeiten, in denen dieses Thema noch tabuisiert war." Das die dort arbeitenden Journalisten in der Vergangenheit auch Fehler gemacht haben, merkt Steffens kritisch an. "Der 'Spiegel' selbst steht für einen Lernprozess, an dessen Beginn mit dem Aufkommen von AIDS in den 1980er Jahren ein durchaus nicht immer angemessener, auch anhaltend verletzender Umgang mit der hauptbetroffenen Gruppe der schwulen Männer stand."

Fortsetzung nach Anzeige


Der "Spiegel"-Chefredakteur trifft den Video-Aufklärer

queerblick versucht gerade, per Crowdfunding Mittel locker zu machen - Quelle: Screenshot
queerblick versucht gerade, per Crowdfunding Mittel locker zu machen (Bild: Screenshot)

Die Artikel der letzten Jahre, die tagesaktuellen Berichte auf der Website sowie die Reportagen des gleichnamigen TV-Magazins gäben ein ausgewogenes und realistisches Bild wieder vom schwulem Leben in Deutschland und in anderen Ländern, in denen Homosexuelle unterdrückt, verfolgt oder ermordet werden.

Mit Falk Steinborn erhält die Kompassnadel für ehrenamtliches Engagement ein junger Mann, der "queerblick" maßgeblich aufgebaut hat. Das Video-Projekt erreicht seit 2009 schwule, lesbische, bisexuelle und Transgender-Jugendliche in Dortmund und Umgebung. Mit der Kamera in der Hand haben sie die Möglichkeit, sich auf sehr kreative Weise mit ihren Coming-Out- und Lebenssituationen auseinanderzusetzen Das Web-Magazin "queerblick" mit den gesammelten Videoclips bekommt einen immer größeren Zuspruch. Das schaffe, lobt Netzwerk-Vorstand Steffens, bei den Teilnehmern als auch bei den Zuschauern ein Verständnis für "andere" Lebensweisen.

Erste Kritik zum prominenten Preisträger wurde bereits laut. Frank Laubenburg, NRW-Landessprecher der Landesarbeitsgemeinschaft queer der Partei "Die Linke", vermutet einen "ausgefallenen Kompass" beim Landesverband. In den 80er Jahren habe das Magazin maßgeblich für ein Klima von Vorurteilen und Repression gegen schwule Männer gesorgt. Laubenburg: "Bis heute ist die AIDS-Berichterstattung des 'Spiegel' immer wieder vor allem eins: unerträglich."(cs)

  Kompassnadel
In diesem Jahr wird der Preis beim gemeinsamen Empfang des Schwulen Netzwerk NRW und der AIDS-Hilfe NRW am 6. Juli im Kölner Gürzenich vergeben. Die undotierte Kompassnadel gibt es seit 2001. Unter den Preisträgern waren unter anderem Rita Süßmuth, Claudia Roth, Klaus Wowereit, Theo Zwanziger, Thomas Hermanns und Volker Beck.
Links zum Thema:
» Website des Schwulen Netzwerks
» Website zum CSD-Empfang
» Link zum Spiegel-Archiv mit Liste aller Themen zum Stichwort "Homosexualität"
» Website von queerblick
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Tags: medien, kompassnadel, schwules netzwerk, der spiegel, queerblick, falk steinborn
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 Kompassnadel
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Reaktionen zu "Kompassnadel für den "Spiegel" und "queerblick""


 35 User-Kommentare
« zurück  1234  vor »

Die ersten:   
#1
25.01.2013
13:38:49


(-6, 10 Votes)

Von FOX-News


Spiegel und Spiegel Online sind und bleiben eben Leitmedien. Eine gute Wahl und vielen Dank an den SPIEGEL für die gute Berichterstattung - in allen Bereichen.


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#2
25.01.2013
13:49:34


(-6, 8 Votes)

Von Timm Johannes


Auch ich bin froh, dass es den Spiegel und Spiegel Online gibt. Danke für Eure über Jahrzehnte gute und wertvolle Berichterstattung.


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#3
25.01.2013
14:24:19


(+4, 6 Votes)

Von Kritik


Bei allem Lob der Auszeichner, auch Der Spiegel wird leider immer populistischer. Insbesondere der Online- Auftritt, SpOn.

- Es wird immer strenger getrennt zwischen schwul und hetero und zwischen Männern und Frauen und deren Anfeindungen zueinander...es wird aber nicht nur über vorhandene Gräben berichtet, diese werden mit populistischen Mitteln um mehr Auflage zu erzielen, noch erweitert.

- Natürlich ist es wichtig das in extra Artikeln über LGBT berichtet wird, aber in allgemeinen Artikeln werden Schwule und Lesben fast nie erwähnt.
Zum Beispiel in Studien und Berichten in denen es um Lebensgefühl und Sex geht, warum werden Schwule und Lesben immer ausgeklammert und nicht neben den Heteros befragt?
Man hat dann immer den Eindruck als ständen alle Männer dieses Landes auf Frauen und umgekehrt, die Vielfalt wird nicht erwähnt!
Insbesondere die Bisexualität bei ( vermeintlichen Hetero- ) Männern wird völlig negiert.

Nach dem Motto, wir berichten 97% "hetero" und streng getrennt davon ein paar, wenige Artikel über die Welt der "verrückten, bunt angemalten Schwulen und Lesben", so haben wir das Thema bedient.
- Als Randthema gibt es dann mal ein paar politische Artikel über sinkende LGBT Rechte in Staaten wie Russland, aber ( wie wo anders schon jemand schrieb) die Aufmerksamkeit von "Pussy Riot" oder "Femen" erreicht das bei weitem nicht.

In allgemeinen, gesellschaftspolitischen Artikeln bleiben deshalb Schwule und Lesben fast immer unerwähnt.

- Gewalt ( auch sexuelle) wird nur gegen Frauen , nicht gegen Männer angeprangert. In Staaten in denen Gewalt eskaliert, wird nur über weibliche Opfer berichtet, obwohl auch Männer und Jungen Opfer von Gewalt sind.

- Auf der einen Seite wird Sexismus angeprangert, auch der anderen Seite lebt gerade Spon und auch der Spiegel davon...wer die Bilderserien im Spiegel kennt, weiss was ich meine...natürlich eingebunden in ach so wichtige Berichte.
Eine Zeitung die den Anspruch erhebt für ALLE Leser dazu sein, also für männliche und weibliche Leser, Homosexuelle und Heterosexuelle, sollte nicht nur einseitig den männlich- heterosexuellen Leser bedienen, soviel dazu.

- Das Thema Prostitution wird nur im Heterobereich bunt dargestellt. Es gibt kritische Berichte über Zwangsprostitution und Ausbeutung auf dem Strassenstrich, aber genauso über freiwillige Escorts und die positiven Seiten der Prostitution.

Schwule Prostitution wird im Gegensatz dazu völlig tabuisiert und deshalb nur thematisiert wenn es in der Stricher- Szene zu spektakulärem Mord- und Totschlag kommt oder ( selten) wenn es um ausgebeutete, minderjährige Stricher geht.
Was macht das bitte für einen Eindruck, wenn über heterosexuelle Prostitution durch Escort- Berichte gezeigt wird das es auch friedlich und einvernehmlich laufen kann, aber bei Schwulen alles angeblich tödlich und grausam verläuft?

- Im Gegensatz zu den meisten anderen Magazinen ist Der Spiegel (und Spon) nahezu LGBT freundlich und einen Schritt weiter.
Aber bei weitem ist es noch nicht zufrieden stellend, es muss noch viel geschehen.

Die Verleihung der Kompassnadel für den Spiegel kommt definitiv zu früh!


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#4
25.01.2013
14:35:22


(-1, 5 Votes)

Von Konrad Wagner


Auch, wenn der Spiegel sicher z.B. in Bezug auf die Aids Berichterstattung Fehler gemacht hat, war er Vorreiter. Die im Artikel abgebildete Ausgabe v. 1977 war der erste Schritt zu meinem coming out und ich besitze das Heft heute noch. Meiner Meinung nach ist die Kompassnadel verdient.


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#5
25.01.2013
15:16:59


(+7, 9 Votes)

Von kompasstochter


Der heutige Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG hat seit 1952 seinen Sitz in Hamburg in der Ericusspitze und produziert neben dem Hauptblatt dort auch das Manager Magazin.

Augstein verfügte in seinem Testament Ende 2002, dass seine Erben ein Prozent ihres Anteils an die beiden übrigen Gesellschafter verkaufen müssten, damit verloren sie ihre Sperrminorität von 25 Prozent.

50,5 Prozent der Anteile an der Verlags-Holding Rudolf Augstein GmbH sind nun im Besitz der Kommanditgesellschaft der Mitarbeiter.

Über die restlichen 25,5 Prozent verfügt der Hamburger Medienkonzern Gruner und Jahr, eine Tochter der Bertelsmann AG.


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#6
25.01.2013
15:19:22


(-4, 8 Votes)

Von FOX-News
Antwort zu Kommentar #3 von Kritik


Dem stimme ich nicht zu. Klar wird im Spiegel nicht über schwulen Sex und Gefühle berichtet, er ist immerhin noch immer ein Nachrichtenmagazin und kein Szeneblatt. Aber der SPIEGEL und SpOn berichten meistens als Erste über schwule Belange, zB Anti-Homo-Gesetze in Russland, oder Jagd auf Schwule in anderen Ländern, die Situation von Schwulen im Iran (u.a. auch SPIEGEL TV), schreiben immer positiv.

Und wenn über eine Studie berichtet wird und in der Studie keine Homosexuellen untersucht worden sind, wie kann dann der SPIEGEL darüber berichten?!

Zum Thema Prostitution: Ich bezweifel, dass der Heteroprostition bunt und toll dargestellt wird. Schliesslich ist insbesondere (Hetero)-Prostition das Einfalltor für Kriminalität, Menschenhandel und Drogenhandel und sollte von dir nicht bagatellisiert werden.


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#7
25.01.2013
15:31:56


(+3, 5 Votes)

Von Johannes1989
Aus Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 30.04.2012
Antwort zu Kommentar #3 von Kritik


Kritik: du hast wohl recht, aber solche Überlegungen sind für das Ehrennadel-Komitee viel zu kompliziert! Dort herrscht doch schon immer die durchaus verständliche Tendenz, welcher Ausgezeichnete könnte unsere Preis ehren, damit den irgendjemand außerhalb des Gürzenich wahrnimmt (als umgekehrt) ... Immerhin ist die zweite Ehrennadel voll verdient!


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#8
25.01.2013
15:44:19


(+7, 9 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #4 von Konrad Wagner


1977 ist lange her.

Heute macht sich Spiegel-Redakteur Jan Fleischhauer über KZ-Insassen lustig und hält uns für Bürger 2. Klasse:

Link zu www.spiegel.de


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#9
25.01.2013
15:49:19


(+6, 6 Votes)

Von business plan


dieses kampagnenblatt für kapitalismus, krieg, geistige vernebelung (agenda 2010, afghanistan-krieg usw.) - und nebenbei heterosexismen rund um die uhr - wird also von "schwulen netzwerkern" ausgezeichnet.

soviel zum zustand der schwul-lesbischen nichtbewegung in der brd.


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#10
25.01.2013
16:04:11


(+6, 8 Votes)

Von Agenda 2020
Antwort zu Kommentar #9 von business plan


Spiegel-Sprech:

"Merkel fordert EU-weiten Kampf gegen Arbeitslosigkeit"

"Die Wettbewerbsfähigkeit sei das zentrale Thema für die Zukunft. Nur so könne der Wohlstand gehalten und noch weiter entwickelt werden. Es dürfe dabei nicht so weit kommen, dass etwa die Lohnstückkosten in der Europäischen Union sich auf einem Mittelmaß einpendelten.

Um den Wettbewerb zu fördern, müssten die Nationalstaaten Verträge mit der EU-Kommission schließen. Als Elemente solcher Abkommen nannte Merkel Vereinbarungen zu Lohnzusatzkosten, Lohnstückkosten, Forschungsausgaben, Stand der Infrastruktur sowie Effizienz der Verwaltung. Ziel müsse es sein, Zugang zu globalen Märkten zu ermöglichen." (Spiegel-Online)

Übersetzung:

Schröder kann wirklich stolz auf seine Nachfolgerin und Schwester im Geiste sein.

"Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt."

Gerhard Schröder in seiner Rede [PDF - 23 KB] vom 28.01.2005 vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos

Was Schröder in Deutschland umgesetzt hat, setzt Merkel nun in ganz Europa um:

Europa soll also dem deutschen Modell folgen, die Axt an den Sozialstaat legen und dabei die Lohnkosten drücken. Dass... Europa damit... darauf schielt, den offenen Standortwettbewerb mit Schwellen- und Entwicklungsländern auch über die Löhne zu eröffnen, ist eine Sache. Nebenbei erklärt die Kanzlerin aber auch frank und frei, was sie von einer europäischen Harmonisierung der Lohnstückkosten hält nämlich nichts.

Link zu www.spiegelfechter.com


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