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Festnahme eines demonstrierenden Schwulen in St. Petersburg im letzten Mai

Der Stadtrat von Venedig hat am Montag eine Initiative unterstützt, die die Städtepartnerschaft mit der russischen Partnerstadt St. Petersburg aussetzt.

Anlass ist das in St. Petersburg bereits vor rund einem Jahr eingeführte Gesetz gegen "Homo-Propaganda", das in ähnlicher Form demnächst auch russlandweit verabschiedet werden könnte. Die Stadt könne "nicht ignorieren, was in den staatlichen Einrichtungen Sankt Petersburgs vor sich geht", hieß es am Montag.

Nach Meinung der Initiatoren machen solche Gesetze "in der Praxis das Schreiben von Artikeln, die Durchführung von Veranstaltungen und die öffentliche Diskussion zum Thema Homosexualität gesetzwidrig." Aus diesem Grund schlagen die Stadträte der Stadtverwaltung Venedigs vor, keinerlei Initiativen im Rahmen der beidseitigen Vereinbarung umzusetzen, solange in St. Petersburg das entsprechende Gesetz nicht annulliert wird.

Venedig ist die zweite italienische Stadt, die die Städtepartnerschaft mit dem "Venedig des Nordens" auf Eis gelegt hat. Der Stadtrat von Mailand hatte bereits im November 2012 einen Stopp der Beziehungen beschlossen (queer.de berichtete). Allerdings hatte die Stadtregierung von Mailand später die große Medienreaktion als "Sturm im Wasserglas" bezeichnet und erklärt, dass Stadtrat und Stadtregierung "jeder für sich" arbeiten und die Entscheidung des Stadtrats keinen Einfluss auf die Städtepartnerschaft habe.

In Deutschland sind Hamburg und Dresden Partnerstädte von St. Petersburg, Berlin und Düsseldorf von Moskau. (nb)



#1 reiserobbyEhemaliges Profil
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.01.2013, 16:49h
  • Hamburg, Dresden, Düsseldorf und Berlin sollten sich unverzüglich Venedig anschließen!
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#3 RobinAnonym
  • 30.01.2013, 10:15h
  • Richtig so!

    Ich fordere alle Städte demokratischer Nationen dazu auf, jegliche Stätdepartnerschaft mit russischen Städten zu beenden...
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#4 sanscapote
  • 30.01.2013, 11:26h
  • Keine Reisen mehr nach Russland?

    Die Menschen brauchen uns!
    Das muss zaehlen, nicht was die Regierungen aushecken. Eines Tages muessen sie es wieder aendern.

    Allerdings sind wir dafuer, keine Waren mehr aus Russland und anderen homophoben Staaten dieser Erde. Wir haben weitestgehend unsere Gewohnheiten geaendert. Und es tut gut, auf diese Weise beitragen zu koennen, dass homophobe Staaten unser Geld nicht mehr bekommen. In dieser Form kann jeder Mann und jede Frau beitragen, denn die "Sprache des Geldes" wird bei den Regierungen mehr beachtet, als lauwarme Worte eines lauwarmen Aussenministers, der nur dann minimal taetig wird, wenn Wahlen anstehen. Aber Herr WW, die Schwulen und Lesben in der BRD lassen sich nicht mehr blenden. Das Jahr 2012 hat uns allen gezeigt, wo es bei ihnen lang geht. Wir jedenfalls werden weder FDP noch CDSU waehlen, und die Sprache des Geldes versteht ihr schwarz-gelben auch!!
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