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  • 29.01.2013           17      Teilen:   |

Reaktion auf Empörung

Aids-Hilfe NRW: "Spiegel" soll sich entschuldigen

Artikelbild
Die Kompassnadel wird jährlich vergeben. (Bild: Christian Scheuß)

Die Berichterstattung des Magazins habe viele Menschen verletzt, meint der Mitveranstalter des Empfangs, auf dem die Journalisten geehrt werden sollen.

Der Vorstand der Aids-Hilfe NRW hat sich in einer Pressemitteilung "unglücklich" gezeigt über die wachsende Kritik am Schwulen Netzwerk, das die Redaktionen des "Spiegels" beim diesjährigen CSD-Empfang in Köln mit der Kompassnadel auszeichnen will.

Die Aids-Hilfe NRW ist Mitveranstalter des Empfangs. Am Montag hatte die Deutsche Aids-Hilfe die Auszeichnung für den "Spiegel" (queer.de berichtete) kritisiert: "Wir erinnern an die unsägliche Berichterstattung des 'Spiegel' zu Zeiten des Höhepunktes der Aids-Krise, womit der Grundstein für die Stigmatisierung der Menschen mit HIV gelegt wurde. Betroffene haben bis heute unter den Folgen dieser Skandalisierung zu leiden." Man werde den Empfang "in keinster Weise unterstützen".

"Die Aidshilfe NRW sieht die Verleihung der Kompassnadel ebenso kritisch [wie der Bundesverband] und verkennt nicht, dass in der Vergangenheit Menschen durch die polarisierende Berichterstattung des 'Spiegel' nachhaltig verletzt wurden", so Arne Kayser, Vorstandsvorsitzender der Aids-Hilfe NRW. Als Mitveranstalter des Empfangs betone man "allerdings die Autonomie des Schwulen Netzwerks bei der Auswahl der Preisträger des von ihm initiierten und gestifteten Preises".

Fortsetzung nach Anzeige


Entschuldigung gefordert

"Wir wünschen uns, dass die Redaktionen des Nachrichtenmagazins die Kompassnadel zum Anlass nehmen, sich kritisch mit der Berichterstattung der Vergangenheit auseinanderzusetzen, und klare Worte finden, sich bei denen, die dadurch verletzt wurden, zu entschuldigen", so Kayser. Insofern versteht die Aidshilfe NRW die Auszeichnung als eine Art Ermutigung: "Auch in den letzten Jahren wurde die Kompassnadel durchaus als Vertrauensvorschuss für eingeschlagene Wege gesehen und diente als Ermutigung für konsequentes Eintreten für die Rechte von Schwulen und Lesben in der Zukunft."

Man werde Preisträger wie Kritiker zu einem offenen Dialog einladen, so die Aids-Hilfe NRW. "Wir wissen, dass das Schwule Netzwerk auf der Seite der Menschen mit HIV und aller schwulen Männer in Deutschland ist (…) Auch wenn der Landesvorstand der Aids-Hilfe die Preisverleihung kritisch sieht, sind wir fest davon überzeugt, dass unser Partner nicht geschichtsvergessen ist, sondern mit der Kompassnadel auf die Verbesserung der Lebenssituation von Schwulen in unserer Gesellschaft einwirken und für die positive Darstellung vielfältiger Lebensweisen werben will."

Die Kompassnadel wird am 6. Juli im Kölner Gürzenich vergeben, mit ihr wird auch Falk Steinborn für die Arbeit an dem Video-Projekt Queerblick geehrt. Unter den früheren Preisträgern waren unter anderem Rita Süßmuth, Claudia Roth, Klaus Wowereit, Theo Zwanziger, Thomas Hermanns und Hannelore Kraft.

Links zum Thema:
» Website zum CSD-Empfang von Aids-Hilfe NRW und Schwules Netzwerk NRW
Mehr zum Thema:
» Der Spiegel: Schwulenparaden, homosexuelle HIV-Kreise und Psycho-Coming-outs (29.1.2012)
» Deutsche Aids-Hilfe entsetzt über Preis für den "Spiegel" (28.1.2012)
» Kompassnadel für den "Spiegel" und "queerblick" (25.1.2012)
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Tags: kompassnadel, spiegel, schwules netzwerk, aids-hilfe nrw
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Reaktionen zu "Aids-Hilfe NRW: "Spiegel" soll sich entschuldigen"


 17 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
29.01.2013
20:09:26


(0, 8 Votes)

Von ehemaligem User Hannibal


DIE AH dreht jetzt wohl völlig am Rad! Als letztes Jahr dieser schei** Wölki nominiert wurde hat sich niemand beschwert. Ich glaube die AH schiesst da gewaltig übers Ziel hinaus. Die gezeigten Titelbilder sind aus den 80ern und sollten mal ad acta gelegt werden. Nachtragend zu sein zeugt von mangelndem Reflektionsvermögen. Inzwischen berichtet der Spiegel sehr fair über Schwule und Aids/HIV.


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#2
29.01.2013
20:54:37


(-2, 4 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar


lächerlich ! haben die "herzchen" nichts wichtigeres zu tun ???
oder mangelt es schon an existenzberechtigung, dass sie jetzt nach PERLEN DER VERGANGENHEIT, fischen müssen ???
hat sowas von schwäbischen prenzlbergmüttern und besserwisserei !
im grunde aber nur saudumm und meiner meinung nach auch menschenverachtend, was die tausende von aidstoten betrifft !!!
wie immer wenn etwas zum SYMBOL erhoben wird, dann kommt die KLEINGEISTEREI, oder besser noch die KLEINKLEISTEREI, zum vorschein !

[Die Berichterstattung des Magazins habe viele Menschen verletzt,]
wie konnte ein magazin verletzend sein, dass genau die damaligen tatsachen beschrieb ???(soweit man sie kannte !)
eine entschuldigung vom spiegelmagazin nützt uns jetzt, die wir das glück hatten HINTERBLIEBEN ZU SEIN, aber etliche menschen verloren haben, soviel wie ein ARSCHGRUNZEN, auf das wir gerne verzichten können, nur weil ein paar "grüne (zu junge!) naseweise hanseln", glauben sie müssen jetzt und hier durch ihr unglaubliches gerechtigkeitsgefühl, den ZEIGEFINGER erheben ??? abfaulen soll er, sofort !!!


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#3
29.01.2013
23:24:56


(+4, 8 Votes)

Von zeitfenster
Antwort zu Kommentar #2 von alexander


lieber alexander,
vielleicht kann man die diskussion und wenig sachlicher und mit weniger herabsetzungen führen.

ich finde es nicht unwichtig, dass hier mit recht an die sehr unrühmliche vergangenheit des "spiegel" erinnert wird. es ist ein teil unserer geschichte und zugleich ein mahnendes beispiel. denn als die aids-krise über uns kam (und damit meine ich jetzt nicht nur uns schwule), wäre es gut gewesen, wenn ein aufgeklärtes nachrichtenmagazin sachlich und auch weniger hysterisch und panikmachend darüber berichtet hätte.

stattdessen hat der "spiegel" das gemacht, wozu eine mehrheit in krisen und not immer greift: einen schuldigen zu suchen, den man für die misere verantwortlich machen kann. dazu dienen in solchen krisenzeiten immer die minderheiten in einer gesellschaft. man braucht dann einen sündenbock als ventil. im falle der aids-krise war ein schuldiger schnell identifiziert: das waren wir schwulen.

für die schwulen in deutschland war das besonders bitter. denn die bewegung war noch jung und es wehte nur der erste hauch der freiheit. damals stand alles auf der kippe. es ging nicht mehr und nicht weniger um die frage, ob man die schwulen im angesicht der aids-krise wieder repressiver behandeln sollte oder der begonnene prozess von anti-diskriminierung fortgesetzt wird. alles stand auf messer's schneide. und in dieser situation, als wir solidarität gebraucht hätten, hat sich der "spiegel" nicht anders verhalten als der mob und die schlimmsten vorurteile gegen uns befeuert.
die rolle des "spiegel" ist ein musterbeispiel dafür, wie schnell toleranz in krisenzeiten auf der strecke bleibt. das magazin hatte ja vorher durchaus mal verhalten-positiv über homosexualität berichtet.
und das finde ich besonders fragwürdig und in keinem fall preisverdächtig. wir schwulen tun gut daran, das nicht zu vergessen. ich bin ein wenig fassungslos darüber, wie schnell man doch dazu bereit ist. vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass man es leid ist, immer ein opfer von diskriminierung gewesen zu sein. man möchte nicht länger in der opferrolle stecken- auch nicht im rückblick - und ist dafür sogar bereit, es mit seiner eigenen geschichte nicht so genau zu nehmen. das wären dann wohl mechanismen der verdrängung. ich finde aber, dass man als minderheit immer ein wenig auf der hut sein muss. dass kann alles schneller wieder kippen, als wir uns das wünschen. die aids-krise ist leider ein beispiel dafür. und ein aktuelles gibt es auch noch: man denke daran, wie im letzten jahr im krisengeschüttelten griechenland plötzlich hiv-positive frauen an den öffentlichen internet-pranger gestellt wurden. oftmals erweist sich nämlich toleranz nur als ein luxusgut des wohlstands.


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#4
30.01.2013
00:39:03


(-4, 6 Votes)

Von alexander
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von zeitfenster


deine rede :
[denn als die aids-krise über uns kam (und damit meine ich jetzt nicht nur uns schwule), wäre es gut gewesen, wenn ein aufgeklärtes nachrichtenmagazin sachlich und auch weniger hysterisch und panikmachend darüber berichtet hätte.]
ja, sicher, wenn man, auch der spiegel mehr darüber gewusst hätte ?????
daran siehst du selbst wie bescheuert die nachträgliche verteufelung ist, man muss schon damals gelebt haben um sich ein korrektes urteil bilden "zu dürfen "!
dazu bedarf es keiner diskussion, fakt ist fakt !
allerdings sollte man genau WISSEN um was es geht !
ich bin auch nicht bereit über diese zeit mit menschen zu diskutieren, die "jetzt glauben einen stab brechen zu müssen" ! das ist wie tunten in hilfigerbadehosen am FKK strand ???
warum gehen sie dann nicht in den textilbereich ?
die schöne neue tuntenwelt ist für mich absolut abartig, in all ihren "auswüchsen", nicht weil ich sie von vornherein nicht mag, sondern ich nie soviel schwule DUMMIS ertragen musste, wie in den letzten 10 jahren !!!
insofern sind wir selbst schuld an unserem jetzigen schicksal ! weicheier und solidaritätsschwuchteln, am besten mit dem katholiban, haben sich immer auf's neue verarschen lassen ! auch aus sehr eigennützigen gründen : "wer weiss, wann mir der kontakt nochmal nützen könnte ????????????
sei mir bitte nicht böse, aber deine AIDS KRISE, wird mir zunehmend suspekt, weil genau von den falschen leutchen missbraucht um sich hervorzutun !
und heute, über 30 jahre später, journalisten vorzuwerfen, sie hätten uns diskriminiert, ist absolut lächerlich ! denn man hatte die erkenntnisse (zwangsläufig!) über diese fiese krankheit nicht, über die man heute verfügt !
im nachhinein meckern und sich "aufspielen" nutzt den vielen aidstoten überhaupt nichts, ich finde diese diskussion eher diffamierend !


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#5
30.01.2013
09:00:35


(+3, 5 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Die AIDS-Hilfe NRW kann auf eine "Entschuldigung" der Hamburger Politpostille lange warten! Die sind so auf ihrem hohen Roß, daß sie die Bodenhaftung längst verloren haben (gemeint hier ist der Spiegel und nicht die AIDS-Hilfe NRW)!


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#6
30.01.2013
09:53:59
Via Handy


(-3, 5 Votes)

Von FOX-News
Antwort zu Kommentar #1 von Hannibal


Ich bin entsetzt über die Aidshilfe.

@1 Hannibal: Kann deiner Meinung voll und ganz zustimmen.


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#7
30.01.2013
10:23:34


(+7, 9 Votes)

Von goddamn liberal


Hans Halter und seine diffamierenden Aids-Berichte aus den 80ern sind eine Sache.

(Damit hat sich sogar Hellmuth Karaseck in seinem Schlüsseloroman 'Das Magazin' satirisch beschäftigt)

Jan Fleischhauer sagt und schreibt heute diffamierendes, sogar über KZ-Opfer. Matussek lebt hier und heute am 'Heiligen Vater', unserem Erzfeind, seinen Vaterkomplex aus und steigert ihn zur Heiligenverehrung.

Auch ansonsten ist der 'Spiegel' kein besonders ressentimentfreies Medium (Die SZ z. B. gibt sich wenigstens Mühe).

Die Preisverleihung ist also nicht skandalös, sie ist einfach unangebracht und überflüssig.


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#8
30.01.2013
10:36:35


(+5, 7 Votes)
 
#9
30.01.2013
11:00:06


(+4, 6 Votes)
 
#10
30.01.2013
12:39:25


(+5, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von alexander


""ja, sicher, wenn man, auch der spiegel mehr darüber gewusst hätte""..

??? Ääh ???

Und weil Mann momentan über eine Viruserkrankung nicht besonders viel weiß schreibt Mann bei anderen dumme Vorurteile und Halbwissen ab, und beleidigt pauschal Schwule als todbringende Monster, die mit der "Schwulen-Seuche" und dem "Schwulen-Krebs" Unbill und Verderben über´s Volk bringen ?

Nöö..

Zu jeder Zeit wäre es möglich gewesen sich bei Virologen über die Ausbreitung von Retro-Viren zu informieren, und sachlich-fachlich kompetent die Bevölkerung darüber aufzuklären was auf sie zukommen kann..

JEDEM war von Anfang an klar, es gibt keine Viren die nur auf Männer springen, oder nur auf Frauen, oder nur auf Schwule..

Das Kaposi-Sarkom, in den Anfängen oft der erste Hinweis auf die Infektion, wurde 1872 durch den ungarischen Dermatologen Moritz Kaposi in Wien erstmals beschrieben..

Das "herauswachsen" der Infektionen aus der "schwulen Zielgruppe" wurde am Anfang konsequent ignoriert..
Hatte Mann sich gerade erst mit der "göttlichen Plage für die Perversen" angefreundet, war es doch schwer die Erkenntnis gelten zu lassen, das Gottes Plan nicht aufging..

War ein Arzt oder Pfleger plötzlich krank, dann hat der sich das natürlich privat zugezogen und war heimlich Schwul..

Nicht wenige wurden wegen der Infektion dann einfach gekündigt..

HIV Typ 1 wurde 1983 zum ersten Mal von Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi vom Institut Pasteur in Paris beschrieben..

Spätestens seit dem Tag war klar :
Es KANN alle treffen..

Trotzdem erhielten sich die Begriffe "Schwulen-Seuche" und "Schwulen-Krebs" noch lange hinein in die Berichterstattung bis wenigstens 1986..

Und selbst als der breiten Bevölkerung erklärt wurde dass das Kaposi-Sarkom nur ein Symptom für die Infektion mit HIV war, und nicht die Krankheit selbst, weil von einem eigenem Herpes-Virus ausgelöst das in der Bevölkerung weit verbreitet ist, wurden Schwule immer noch beleidigt..

Das Verhalten nicht nur des Spiegel in der Berichterstattung war unter aller Sau..

Und der eigentliche Skandal ist, das Mann 30 Jahre später daran erinnern muß, das sie sich noch nie dafür entschuldigt haben..


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