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  • 02.02.2013           12      Teilen:   |

Vorgehen gegen "Homo-Heiler"

Bund überprüft Förderung der Offensive junger Christen

In einem Flyer des DISJ wird auch über die "Veränderung" Homosexueller berichtet.
In einem Flyer des DISJ wird auch über die "Veränderung" Homosexueller berichtet.

Das Bundesfamilienministerium und die "Evangelische Jugend" haben die Überprüfung des südhessischen Vereins "Offensive Junger Christen" eingeleitet. Grund ist die umstrittene Haltung des Vereins zur Homosexualität. Nach Informationen des Radiosenders hr-iNFO geht es um die Frage, ob das Freiwillige Soziale Jahr bei der "Offensive Junger Christen" auch künftig mit Bundesmitteln gefördert wird.

Hintergrund ist die anhaltende Kritik an der "Offensive Junger Christen" und dem ihr angeschlossenen "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft" (DIJG) , in dem die "Heilung" Homosexueller propagiert wird. Das Ministerium und die "Evangelische Jugend" hatten sich Mitte der Woche nach einer Anfrage von hr-iNFO zu dieser Maßnahme entschlossen. Dr. Jens Kreuter, Leiter des Arbeitsstabes Freiwilligendienste im Bundesfamilienministerium, sagte, eine solche Überprüfung habe es "in dieser Form und in dieser kritischen Deutlichkeit" noch nicht gegeben.

Bei der Überprüfung gehe es um die Frage, wie nah die mit öffentlichen Mitteln geförderten Freiwilligen bei der "Offensive Junger Christen" den umstrittenen Thesen des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft kommen.

Fortsetzung nach Anzeige


Auch Hessen förderte die OJC

Die Federführung der Überprüfung liegt in den Händen der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend als Zentralstelle für das Freiwillige Soziale Jahr innerhalb der Evangelischen Kirche. "Bisher war der Eindruck der Zentralstelle, dass der Einsatz der Freiwilligen so klar abgegrenzt ist von dem, was dort problematisch erscheint, dass das noch akzeptabel war. Nun ist die Frage: hält dieser Eindruck einer intensiveren Überprüfung stand", so Kreuter in hr-iNFO.

Zwischen Mitte 2009 und Mitte 2011 hat der Bund das Freiwillige Soziale Jahr in der Offensive Junger Christen mit insgesamt 15.000 Euro gefördert. Eine Endabrechnung für das Jahr 2012 liegt noch nicht vor. Weitere Fördergelder bekommt die Offensive vom Land Hessen, bereits Ende Dezember 2012 hatte auch das Land eine Überprüfung angekündigt. Die Offensive selbst hatte Ende Dezember Vorwürfe der Homo-"Heilung" zurückgewiesen. Die Leiterin des Institutes für Jugend und Gesellschaft, Christl Vonholdt, fällt allerdings seit Jahren mit ablehnenden Worten zu Homosexualität sowie mit "Heilungs"-Gerede auf.

Auf der Webseite des DIJG heißt es, man setzte sich seit 30 Jahren "für eine übersehene Minderheit von Männern und Frauen ein, die ihre homosexuelle Orientierung als unerwünscht und als konflikthaft mit ihren Lebenszielen, Überzeugungen und Wertvorstellungen erleben. Diese Menschen suchen Wege der Veränderung." (pm/nb)

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Tags: homo-heilung, offensive junger christen, christl vonholdt
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Reaktionen zu "Bund überprüft Förderung der Offensive junger Christen"


 12 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
02.02.2013
15:41:09


(+11, 11 Votes)

Von Kotzen möcht ich


Auf der Webseite des DIJG heißt es, man setzte sich seit 30 Jahren "für eine übersehene Minderheit von Männern und Frauen ein, die ihre homosexuelle Orientierung als unerwünscht und als konflikthaft mit ihren Lebenszielen, Überzeugungen und Wertvorstellungen erleben.

Warum haben denn diese, oft sowieso schon mit Komplexen und mangeldem Selbstbewusstsein ausgestatteten, Menschen Probleme mit ihrer Orientierung ? Weil schwachsinnige Vereine, Kirchen und anderes homophobe Gesocks ihnen weißmachen wollen: Du bist nicht okay, so wie du bist.


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#2
02.02.2013
16:42:17


(+6, 6 Votes)

Von Luca


Was muss da noch geprüft werden?

Die propagieren Gehirnwäsche, die bis zum Tod führt.

Diese Prüfung wird wieder mal nur eine "Nebelkerze" sein, um Aktionismus vorzutäuschen, der dann doch wieder mal im Sande verläuft.


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#3
02.02.2013
17:40:56


(+1, 3 Votes)

Von Blasphemie


Bei denen sind 10 Millionen Lichtjahre schon eindeutig viel zu nah dran.

Aber sie sind leider nur die Speerspitze der Abwegigkeit staatlicher Finanzierung der angeblich "sozialen" Arbeit der Kirchen allgemein:

Link zu www.ardmediathek.de


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#4
02.02.2013
22:32:23


(+6, 6 Votes)

Von fink


machen wir mal wieder den bewährten lackmustest: angenommen, da wäre eine organisation, die das existenzrecht israels bestreitet und seit jahren unverhohlen antisemitische schriften herausgibt.

würde man dieser organisation bundes- und landesgelder geben?

würde man prüfen, ob FSJler_innen in ihrem einsatz direkt mit diesen antisemitischen thesen zu tun bekämen (oder nur für die hetzer kaffee kochen)?

und käme ein jüdisches magazin auf die formulierung, bei antisemitismus ginge es um eine "umstrittene haltung"?


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#5
02.02.2013
23:11:23


(+4, 6 Votes)

Von fink
Antwort zu Kommentar #1 von Kotzen möcht ich


"heißt es, man setzte sich seit 30 Jahren "für eine übersehene Minderheit von Männern und Frauen ein, die ihre homosexuelle Orientierung als unerwünscht und als konflikthaft..."

das ist natürlich der aktuellen verharmlosungs-rhetorik angepasst.

ich erinnere mich noch an ältere veröffentlichungen: vor wenigen jahren haben sie noch ganz schlicht und unverhohlen versprochen, schwule und lesben zu "heilen". die wendung hin zur behauptung, nicht homosexualität zu heilen, sondern "ichdystone" sexuelle wünsche zu bearbeiten, und der rhetorische trick, die opfer homophober propaganda zu opfern der homo-lobby umzudeuten, das sind neuere entwicklungen, die natürlich damit zu tun haben, dass sie sich seit einiger zeit unter heftigerem gegenwind wegducken müssen.

es ist traurig, dass sie mit diesen albernen taschenspielertricks so erfolgreich verschleiern können, dass es hier nach wie vor um eine massiv homophobe auslöschungs-ideologie geht.

wie evangelikale propagandist_innen ihre rhetorische strategie schulen, um gerade genügend kreide zu fressen, um nicht direkt in den knast zu wandern, aber nicht zu viel, um ihre grundideen doch noch klar genug unters arglose (und leider oft zu dumme) volk zu bringen, das haben wir ja gerade hier im forum erlebt.

den blick in die abgründe einer evangelikalen pharisäerseele, den wir da unfreiwilig erhaschen konnten, fand ich übrigens recht spannend. ich glaube, ich habe noch nie so eindrucksvoll gesehen, wie raffiniert verlogen ein mensch sogar mit sich selber umgehen kann.


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#6
02.02.2013
23:27:56


(+4, 4 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von fink


""würde man dieser organisation bundes- und landesgelder geben?""..

Natürlich..
Das kame dann allerdings erst in einem Jahrzehnt heraus wenn der (statistisch) nächste Untersuchungsasschuß zum Bundesverfassungsschutz und die Praxis bezahlter V-Männer diskutiert wird..

Wieso gibt es eigentlich im deutschem Sprach-chauvinismus keine V-Frauen ?


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#7
02.02.2013
23:37:59


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Fördergelder ersatzlos streichen, SOFORT!


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#8
03.02.2013
03:30:26


(+5, 5 Votes)

Von Helmut Gaebelein


In dem Land, in dem ich lebe, sind sogenannte Heilungs- und Änderungsversuche der sexuellen Orientierung und das Angebot dafür strafbar und werden gesetzlich verfolgt. Ich dachte bisher, dass dies in Deutschland auch der Falll ist.


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#9
03.02.2013
09:43:15


(+4, 4 Votes)

Von Pascal


Wer solche menschenverachtenden, undemokratischen Meinungen vertritt und gefährliche Gehirnwäsche-Therapien propagiert, darf nicht vom Staat (also aus unseren Steuern) gefördert werden!!

Jegliche Unterstützung streichen! Sofort!


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#10
03.02.2013
11:47:32


(+3, 5 Votes)

Von goddamn liberal
Antwort zu Kommentar #8 von Helmut Gaebelein


Nö.

Gerade wenn etwas unter dem Dach der EKD bzw. der Diakonie geschieht, ist es hierzulande sakrosankt. Deswegen ist die Überprüfung dieser Einrichtung sogar erstaunlich.

Nicht etwa, weil der ev. Mainstream mit diesen Leuten übereinstimmt, sondern weil Evangelikale als die 'Treuesten der Treuen' gelten, die man nicht vergrätzen will.

Da kann man nur politische Nachhilfe aus Frankreich einholen:

Youtube-Video:


"le temps du triangle rose est terminé"


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