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  • 02.02.2013           7      Teilen:   |

Zunehmende Repression

Minsk: Razzia in Homo-Club

Artikelbild
Der Aktivist Sergej Androsenko bei einer LGBT-Demo in Minsk.

In Weißrussland stürmten Polizisten zum dritten Mal innerhalb von wenigen Wochen eine schwul-lesbische Veranstaltung.

Die Einschüchterung von Schwulen und Lesben in Europas letzter Diktatur Weißrussland geht weiter: In der Nacht zum Samstag stürmten Polizisten eine schwul-lesbische Veranstaltung im "Club 6A" in der Hauptstadt Minsk. Rund 40 Personen wurden verhaftet und teilweise in Handschellen zu einer Polizeistation gebracht. Dort wurden ihre Personalien festgehalten.

Nach Angaben von Zeugen sagte ein Polizist, die Razzia habe sich vor allem gegen den bekannten Aktivisten Sergej Androsenko gerichtet, der sich "mit unerlaubten Dingen beschäftigt". Dem Aktivisten von Gay Belarus, der unter anderem schwul-lesbische Demos mit organisiert, war bereits vor wenigen Wochen an der polnisch-weißrussischen Grenze der Reisepass eingezogen worden. Er hat ihn bislang nicht zurück erhalten. In Warschau lebt inzwischen der weißrussische Aktivist Sergej Yenin, nachdem ihm für die Planung des ersten CSDs in Minsk die Zulassung zur Uni entzogen worden war.

Fortsetzung nach Anzeige


Aktivist unter Hausarrest

Im Januar hatte es bereits zwei Razzien in schwul-lesbischen Einrichtungen in Minsk und Wizebsk gegeben, dabei waren Teilnehmer der Veranstaltungen auch gefilmt worden – quasi eine Outing-Drohung. Das Vorgehen steht offenbar im Zusammenhang mit dem Versuch einiger LGBT-Aktivisten, ihre Organisationen offiziell anerkennen zu lassen.

Entsprechende Anträge wurden im Januar dem Justizministerium zugestellt. Nach einem Bericht von "Gay Belarus" soll in dem Zusammenhang ein Aktivist aus Hrodna unter Hausarrest stehen. Einzelne Aktivisten aus dem ganzen Land seien zudem in den letzten Wochen unter den verschiedensten Gründen, darunter angebliche Vergewaltigung, zu Verhören einbestellt worden. (nb)

Derzeit ist die Dokumentation "East Bloc Love" kostenlos online verfügbar, die vor allem von den Vorbereitungen zum ersten CSD in Minsk erzählt.

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Tags: weißrussland, minsk, sergej androsenko
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Reaktionen zu "Minsk: Razzia in Homo-Club"


 7 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
02.02.2013
16:44:09


(+8, 8 Votes)

Von Lupo__
Aus Bielefeld (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 25.06.2009


Sehr traurig zu hören/Lesen.
Und das in einer Situation / in einem Land, wo es ohnehin sehr wenig Anlaufpunkte für Schwulen und Lesben gibt.


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#2
02.02.2013
17:18:32


(+4, 8 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Der eigentliche Skandal ist auch, dass deutsche Sicherheitsbehörden offenbar einschlägige Hilfe für Weißrussland geleistet hat: Miliz aus Minsk informierte sich über Videoüberwachung und Wasserwerfer.

Link zu www.tagesspiegel.de


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#3
02.02.2013
23:39:20


(+4, 4 Votes)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Weißrußland ist nicht die letzte, sondern neben Rußland die zweite Diktatur Europas! Lukaschenko muß endlich weg!


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#4
02.02.2013
23:41:10


(+4, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


In der Christopher Street haben die Tunten nach ähnlichen Razzien die Polizisten verprügelt, mit Steinen und mit ihren Pumps beworfen..

Das kann Mann denen und ihrem Diktator Aljaksandr Lukaschenka jedenfalls wünscchen..

Sergej Androsenko braucht dringend eine neue Staatsangehörigkeit und einen Reisepass..

Vielleicht kann ihm ja irgendein Staatschef helfen, ähnlich wie Putin Gerard Depardieu "half" !?..


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#5
03.02.2013
06:59:20


(+5, 5 Votes)

Von sanscapote
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Wir haben Freunde in Russland und die dortigen Nachrichten machen uns stets vôllig fertig, wenn wir an den Triumph am gestrigen Samstag hier in Frankreich denken, wo jetzt uns Schwulen und Lesben bald keine staatlichen Grenzen mehr gesetzt werden und dem Faschismus und der Diktatur in dem Polizeistaat Russland.

Es ist uns unverstândlich, dass Politiker in der BRD dem russischen Diktator in den Arsch kriechen und mit ihm Geschâfte machen, aber ausser ein paar warmen Worten (WW) nichts zu bieten haben und kein heisses Eisen anfassen

Die beiden Regierungen in Russland und in der BRD mûssen weg und den Realitâten weichen. Die Homophobie kann damit auch aus den Koepfen der Menschen verschwinden.


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#6
03.02.2013
18:39:34


(+4, 4 Votes)

Von Hugo


"Die Einschüchterung von Schwulen und Lesben in Europas letzter Diktatur Weißrussland geht weiter"

In der letzten Diktatur? Was ist mit Russland.

Warum werden Minderheiten in einer Diktatur eingeschüchtert? Das die Diktatur das gesamte Volk unterdrücken kann. Jeder hat Angst, das er verpfiffen wird, obwohl er gar nicht zu einer Minderheit gehört.


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#7
04.02.2013
09:24:19


(+1, 1 Vote)

Von Timm Johannes


@Hugo
Stimmt ! Wir haben mit Russland mittlerweile eine zweite Diktatur in Europa. Das hat Geheimdienstmitarbeiter Putin mittlerweile geschafft.

Aber SPD-Schröder und SPD-Genossen im Bundestag fallen bekanntlich weiterhin auf die Propganda von Putin herein.


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