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Die Fußballerin Steffi Jones war 111-malige Nationalspielerin und WM-Cheforganisatorin von 2011. Im selben Jahr wurde sie DFB-Direktorin (Bild: Heinrich-Böll-Stiftung (Ruth Plössel) / flickr / by-sa 2.0)

Die ehemalige Nationalspielerin und heutige DFB-Direktorin Steffi Jones brachte zum Ball des Sports am Samstagabend in Wiesbaden ihre Freundin Nicole mit.

Während schwule Profi-Fußballer in Deutschland noch immer im Schrank bleiben, scheint es bei den Frauen einfacher zu sein. Am Samstagabend hatte Steffi Jones – 111-malige Nationalspielerin, WM-Cheforganisatorin von 2011 und heutige Direktorin beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) – ihr öffentliches Coming-out: Zum Ball des Sports in Wiesbaden brachte sie ihre Freundin Nicole mit.

"Ja, wir sind ein Paar", sagte die 40 Jahre alte Frankfurterin der "Bild am Sonntag" und ließ sich bereitwillig mit ihrer drei Jahre älteren Partnerin, die als Bankerin in der Main-Metropole arbeitet, fotografieren. "Wir sind seit August zusammen", erzählte Jones dem Boulevardblatt. Dazu schrieb die "Bild am Sonntag": "Beim Ball des Sports strahlten Steffi Jones und ihre hübsche, blonde Lebensgefährtin jetzt um die Wette!"

Jones spielte von 1991 bis 2007 in der Bundesliga und war von 1993 bis 2007 in der Nationalmannschaft aktiv. Von ihren Mitspielerinnen wurde sie damals "Schoko" gerufen. Bis Oktober 2011 war sie Schirmfrau der Initiative "Respekt! Kein Platz für Rassismus".

Vor Jones kamen Nadine Angerer und Ursula Holl aus dem Schrank

Bereits Ende 2010 hatte sich Nationaltorhüterin Nadine Angerer in einem Interview als bisexuell geoutet (queer.de berichtete). Die Weltmeisterin von 2003 und 2007 sagte damals gegenüber dem "Zeit"-Magazin, dass für sie das Geschlecht bei der Partnerauswahl zweitrangig ist: "Ich persönlich bin da offen, weil ich der Meinung bin, dass es nette Männer und nette Frauen gibt, und weil ich eine Festlegung generell total albern finde."

Ein Jahr zuvor hatte Angerers langjährige Konkurrentin Ursula Holl ihrer Freundin Carine das Ja-Wort gegeben. Weil zufällig am selben Tag ein Fernsehteam des WDR auf dem Kölner Standesamt nach Interviewpartnern suchte, die wegen einer Hochzeit nicht das deutsche WM-Spiel gegen Serbien im TV schauen konnten, wurde die Verpartnerung und damit Holls Homosexualität öffentlich. (cw)



#1 Yuuki83Profil
  • 03.02.2013, 22:17hAltdorf
  • Nun, auch hier greift das Klischee-Bild: "Frauen im Fussball? Das müssen Lesben sein!" Dementsprechend fällt es ihnen sicher leichter sich zu outen, weil die Öffentlichkeit kaum eine andere Erwartungshaltung hat.

    Bis wir in einer Gesellschaft ohne Homophobie leben wird, so befürchte ich, leider noch viel Zeit vergehen *seufz*

    Wer möchte, kann auf Twitter seine homophoben Erfahrung unter dem Hashtag #queeraufschrei posten. Ich würde mich zumindest freuen, wenn ich nicht der Einzige wäre. Vielleicht wird dadurch ja ebenfalls eine Debatte angestossen.
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#2 finkAnonym
  • 03.02.2013, 23:32h
  • "Ich persönlich bin da offen, weil ich der Meinung bin, dass es nette Männer und nette Frauen gibt, und weil ich eine Festlegung generell total albern finde."

    ach richtig, ich erinnere mich an diese unglückliche formulierung. es ist also "albern", wenn jemand eine eindeutige sexuelle orientierung hat. na, es soll menschen geben, die sich nicht verlieben oder geil werden, nur weil jemand "nett" ist...

    aber egal, es ist jedenfalls schön, dass sie und ihre freundin ein anscheinend recht lockeres mediales coming-out hinbekommen haben. feine sache!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.02.2013, 00:15h
  • In Sachen Coming-Out im Fußball sind die Frauen das starke Geschlecht und das sieht man auch an Steffi Jones!

    Jetzt ist es an der Zeit, daß sich auch die Männer, die im Profifußball aktiv sind, aus den Schränken trauen!
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#4 schwarzerkater
  • 04.02.2013, 09:42h
  • Antwort auf #1 von Yuuki83
  • klaro ist damit das klischee-bild "frauen im fußball" mal wieder erfüllt. zumindest traut sich STEFFI JONES mehr als die männlichen profis, die ihre aktive karriere schon längst hinter sich haben.
    aber auch hier gilt: ist doch egal, wenn die JONES liebt, sie hat einen verantwortungsvollen job, dem sie seit jahren hervorragend nachgeht.
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#5 Timm JohannesAnonym
#6 SchattentanzProfil
  • 04.02.2013, 10:48hBerlin
  • Antwort auf #2 von fink
  • *lacht* Genau das habe ich mir auch beim Lesen gedacht ... bewunderswert, dass man sich verlieben kann, wenn jemand "nett" ist. Wenigstens nennt sie Menschen mit eindeutiger Orientierung nur albern und nicht sexistisch ;-).

    Ich finde allerdings nicht, dass lesbische Fußballerinnen mutiger sind als schwule Fußballer. Bei letzteren ist m.M.n. die Fallhöhe (fettes Gehalt und Sponsorenverträge plus volle Stadien) im Gegensatz zur Randsportart Frauenfußball deutlich höher. In anderen Bereichen - bspw. in der Politik - verstecken sich wiederum Lesben eher als Schwule.

    Naja, ich will nicht meckern. Jede Schrankschwester weniger ist ein Gewinn. In diesem Sinne: allet jute, Frau Jones!
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#7 TheDad
#8 alexander